Das Teufelsmoor nördlich von Bremen

Radwandern ist die ideale Urlaubsform für alle, die an ihren freien Tagen in reizvoller Natur sportlich aktiv sein möchten. In Deutschland gibt es mittlerweile viele Regionen, die sich auf Radwanderer spezialisiert haben und ein gut ausgebautes Streckennetz sowie viele Services anbieten. Ein echter Geheimtipp ist das „Kulturland Teufelsmoor“, die Region nördlich von Bremen mit dem berühmten Künstlerdorf Worpswede. Das flache Land mit den charakteristischen Birkenalleen, der weiten Moorlandschaft und der leicht hügeligen Geest hält viele interessante Routen und Ausflugsziele bereit. In den Weiten der Niederungen von Hamme und Wümme trifft man auf eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Alle Informationen gibt es unter www.kulturland-teufelsmoor.de und unter Telefon 04792-935820.

Rast im grün-weißen Melkhus

Wer das Fahrrad einmal gegen einen Platz auf einem Torfkahn tauscht – dem urigen Nachbau des früheren Torftransportmittels – genießt die Natur vom Wasser aus. Nostalgisch geht es auch im Moorexpress zu, der in den Sommermonaten regelmäßig zwischen Bremen, dem Teufelsmoor und Stade auf Schienen verkehrt und auch Räder mitnimmt. Inmitten der faszinierenden Naturlandschaft lädt ein breitgefächertes Angebot an Museen, Galerien und Ausstellungen zu Kunst- und Kulturgenuss ein. Unterwegs kann man sich in Restaurants und Cafés mit herzhaften Gerichten, kleinen Snacks, Kaffee und frisch gebackenen Kuchen stärken. Eine Besonderheit sind die Milchraststätten, die sogenannten Melkhüs. Die kleinen grün-weißen Holzhäuschen befinden sich auf landwirtschaftlichen Höfen, die Landfrauen bieten in der Saison von Mai bis Oktober Milchspezialitäten wie Quarkspeisen und Milchshakes an.

Neue Broschüre für Radwanderer

Für trainierte Radwanderer, Gelegenheitsradler oder Familienausflüge eignen sich viele Touren rund um Worpswede und das Teufelsmoor. Die Routen verlaufen überwiegend auf Wald- und Wirtschaftswegen sowie entlang verkehrsarmer Dorf- und Landstraßen ohne nennenswerte Steigungen. Eine flächendeckende Beschilderung nach den Standards des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sowie Radkarten bieten eine sichere Orientierungshilfe. Passende Vorschläge für die Planung einer Radtour liefert die neue kostenlose Broschüre „Radwandern im Teufelsmoor – Tipps und Touren“, orientieren kann man sich auch mit der druckfrischen Radwanderkarte des Landkreises Osterholz oder online. Die einzelnen Tagestouren und Radwanderwege stehen unter www.gpsies.com zum Download für den PC sowie Smartphone oder Outdoor-Navigationsgeräte bereit. Mit der entsprechenden App kann man zielsicher navigieren oder beliebige andere Apps nutzen, die dieses Format unterstützen.

List auf Sylt feiert 725. Geburtstag

Die stets frische Brise von der Nordsee, eine ordentliche Portion Sonne und die gesunde, jodhaltige Luft wirken wie ein wahrer Jungbrunnen. Bestes Beispiel dafür ist List auf Sylt: Die Inselgemeinde feiert im Jahr 2017 ihren 725. Geburtstag – und wirkt dabei so jung, aktiv und immer wieder überraschend, wie man es von Deutschlands nördlichstem Fleck gewohnt ist. Vom Weststrand mit ordentlicher Brandung über den romantischen, maritimen Hafen bis zum sogenannten Ellenbogen erwarten Urlauber hier Naturschauspiele, kurzweiliges Strandleben sowie viel Abwechslung. Etwa mit dem vollgepackten Programm zum 725-jährigen Jubiläum. Den Höhepunkt bildet dabei der 21. Juli mit dem großen Hafenfest und dem Open-Air-Konzert der Shanty-Rocker von Santiano.

Deutschlands nördlichster Punkt

Superlative sind auf Sylt bekanntlich keine Seltenheit. Und gerade List kann besonders viel von ihnen bieten: Am Ellenbogen befindet sich – amtlich bestätigt – der nördlichste Punkt Deutschlands. Die einzige Wanderdüne Deutschlands, die man zudem bei geführten Wandertouren zum Fuß der Düne noch besuchen darf, ist ebenso rekordverdächtig wie die nördlichste Fischbude und die kilometerlangen, strahlend weißen Sandstrände. Diese sind bei Urlaubern zu jeder Jahreszeit beliebt, ob beim Sprung ins Nass während der Sommersaison oder bei ausgedehnten Spaziergängen entlang des Flutsaums in Herbst und Winter. Während der Weststrand mit seiner urwüchsigen Nordseebrandung besonders lebhaft ist, steht der ruhigere Oststrand mit seinem flachen Wasser bei Familien hoch im Kurs. Unter www.list-sylt.de gibt es mehr Tipps rund um den abwechslungsreichen Inselurlaub.

Maritimes Flair am Hafen

Ein ebenso beliebter Anziehungspunkt wie die Strände ist der kleine, aber feine Lister Hafen. Seefahrerromantik mit Segelbooten, Ausflugskuttern und der Inselfähre gehört zum Urlaubsfeeling ebenso dazu wie die Holzhäuser im skandinavischen Stil, die seit einigen Jahren den Hafen schmücken. Noch vor rund zehn Jahren gab es auf dem Gelände lediglich die alte Hafenmeisterei, die Bootshalle des Lister Yachtclubs, die Tonnenhalle und natürlich die windschiefen Fischbuden. Heute findet man hier Kunsthandwerk, Mode und Kulinarisches. Nicht weit ist es zudem ins „Erlebniszentrum Naturgewalten“. Wie entstehen Ebbe und Flut, wie können Seevögel gegen den stärksten Sturm anfliegen und wie viel Leben steckt verborgen im Wattenmeer? Diesen und vielen weiteren Fragen können die Besucher der interaktiven Erlebniswelt auf den Grund gehen.

Die Insel Sylt als Zwischenstopp für Kreuzfahrtschiffe

Jeden Tag eine neue Stadt oder eine andere Insel erkunden, ohne die Koffer packen zu müssen. Sich jeden Abend kulinarisch verwöhnen lassen und die Weite des Meeres erleben. Kreuzfahrten werden bei den Bundesbürgern immer beliebter – und das keineswegs nur mit exotischen Zielen wie Asien oder der Karibik, sondern ebenso vor der heimischen Küste. Vor allem entlang der Nord- und Ostsee lohnen viele landschaftlich und kulturell attraktive Ziele einen Besuch. Immer häufiger machen die Luxusschiffe auf ihren Rundreisen auch in heimischen Häfen fest. Sylt für einen Tag – so lautet in diesem Sommer das Motto für viele Kreuzfahrtgäste.

Im Tenderboot auf die Insel

Bei einem Zwischenstopp vor Deutschlands nördlichster Insel geht es besonders maritim zu: Denn direkt an der Pier festmachen wie sonst üblich können die Luxusschiffe hier aufgrund ihrer Größe und ihres Tiefgangs nicht. Stattdessen gehen sie vor Anker, fachmännisch: sie liegen auf Reede. Mit Tenderbooten werden die Passagiere dann von den großen Pötten auf die Insel, etwa in den beschaulichen Hafen von List auf Sylt, gebracht. Der treueste Gast ist dabei zugleich das Schiff mit dem höchsten Standard: Mit dem Prädikat „5-Sterne-plus“ bildet der Luxusliner „MS Europa“ buchstäblich eine Klasse für sich. Das Schiff bleibt oft gleich bis zum nächsten Morgen, sodass die Urlauber auch das Sylter Nachtleben entdecken können. Seefahrtsromantik vermittelt wiederum die „Sea Cloud 2“, ein Luxussegler von heute, der an die große Zeit der Windjammer erinnert. Insgesamt ein halbes Dutzend Kreuzfahrtschiffe sorgen in diesem Sommer für einen Hauch von Fernweh im Lister Hafen. Den Anlaufplan mit allen Details findet man unter www.list-sylt.de.

Viele Möglichkeiten für den Landgang

Nach der kurzen Überfahrt mit dem Tenderboot können die Kreuzfahrer dann skandinavisches Flair im Lister Hafen erleben und im Erlebniszentrum die Naturgewalten der Nordsee hautnah spüren – oder einfach die ursprüngliche Dünenlandschaft genießen. Entdecker können auch den Nördlichsten Punkt Deutschlands auf dem berühmten „Ellenbogen“ finden. Aber auch die „Landurlauber“ freuen sich jedes Mal auf den Besuch der Kreuzfahrtschiffe, die stets beliebte Fotomotive sind. Ab dem Lister Hafen sind übrigens täglich zumindest kleine Touren auf hoher See möglich, von der Piratenfahrt auf einem urigen Kutter bis zur Syltfähre, die die Insel mehrfach täglich mit der dänischen Insel Rømø verbindet.

Nordseeheilbad Bensersiel

Von einem Zimmer mit Meerblick träumen viele Urlauber – aber im Hotel kann die Sicht aufs Wasser ganz schön teuer werden. Camper im Nordseeheilbad Bensersiel haben es da besser: Sie bringen ihre eigene Unterkunft mit und wohnen günstig nicht nur mit Blick auf das Meer, sondern sogar direkt am Meer. Denn der Campingplatz liegt vor dem Deich und bietet ein schönes Nordsee-Panorama – Salzduft und Möwenrufe inklusive. Nur wenige Schritte vom Zelt oder Wohnwagen entfernt kann man je nach Tide baden oder eine Wattwanderung starten, abends sieht man beim gemeinsamen Grillen die Sonne über dem Meer untergehen.

Strand, Sport und Stimmung

Entspannung und Action sind beim Campingurlaub an der Nordsee gut ausgewogen: Relaxen am Strand, ausgedehnte Spaziergänge, Radtouren am Deich, gemütliches Essen auf der Dachterrasse des platzeigenen Restaurants sowie das allgegenwärtige Meeresrauschen bringen Gäste schnell in den Erholungsmodus. Auf Aktive warten der Sportthemenpark und das Meer zum Schwimmen, dazu genießen Camper freien Eintritt ins Meerwasserschwimmbad. Kinder sind überall willkommen – ganz besonders auf dem großen Abenteuerspielplatz und im Indoor-Sandspielplatz „Bennis Abenteuerland“ mit Bällebad, Höhlen, Piratenschiff und Rutschen. Informationen zu den Angeboten gibt es unter www.bensersiel.de. Neben Spaß und Naturgenuss kommt der Komfort beim Campen nicht zu kurz. Denn der mit fünf Sternen ausgezeichnete Platz macht das Outdoor-Leben bequem, dafür sorgen moderne Sanitärgebäude, bunte Kinderbadezimmer und mietbare Privatbäder. In der großen Spülküche kann auch gekocht werden, der Minimarkt hält frische Brötchen und mehr bereit und WLAN ist überall verfügbar.

Schiffe, Seehunde und Shoppen

Wer nicht nur aufs Meer schauen, sondern auch in See stechen will, bucht eine Kuttertour zum Angeln oder zu den Seehundbänken. Auch die der Küste vorgelagerten Inseln Langeoog und Spiekeroog laden zu einem Tagesausflug ein. Museen, Restaurants und Galerien finden sich in Esens, wo dazu ein Shoppingbummel durch die vielen Geschäfte lockt. Und mit Kindern macht es Spaß, die über 40 verschiedenen Bärenfiguren zu entdecken, die das Wahrzeichen der Stadt in bunter Vielfalt zeigen.

Husum trägt im Frühling lila

Ein Hauch Italien liegt in der Luft, wenn mehr als vier Millionen Krokusse alljährlich den Husumer Schlosspark in ein wogendes Meer von lila Blüten verwandeln. Es ist ein untrügliches Anzeichen für den Frühling, wenn die Pflänzchen rund um das einzige Schloss an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins den winterlichen Schlossgarten mit lila Farbtupfern sprenkeln, die sich mehr und mehr ausdehnen. Wie diese eigentlich in der Toskana beheimateten violetten Frühlingsblüher ihren Weg nach Nordfriesland fanden, ist bis heute nicht sicher geklärt. Erwähnt wird das Phänomen der Krokusblüte aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Gedicht und in einer Novelle von Husums Dichter-Sohn Theodor Storm, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt.

Das außergewöhnliche Blumenspektakel bildet den Rahmen für ein buntes Frühlingsfest im historisch-maritimen Ambiente Husums. Höhepunkt des Krokusblütenfestes – dieses Jahr am 18. und 19. März – ist die Proklamation der Husumer Krokusblütenkönigin am Samstag. Am verkaufsoffenen Sonntag lädt die Innenstadt dann zum Einkaufsvergnügen zwischen Krokusmeer und Nordseebrise. Ein buntes Rahmenprogramm mit kostenfreien Stadtführungen, einem Kunsthandwerker- und einem Pflanzenmarkt sowie einer kulinarischen Meile sorgt für zusätzliche Unterhaltung.

„Krokuszauber an der Nordsee“ heißt die Urlaubs-Pauschale speziell zur Krokusblüte, buchbar im März und April. Während des dreitägigen Aufenthaltes in Husum erwartet den Gast ein 3-Gänge-Menü in typisch nordfriesischer Atmosphäre, ein Husumer Einkaufsgutschein, ein Stück Kuchen mit Kaffee oder Tee, ein kleiner Blumentopf mit Krokussen und eine Autogrammkarte der Husumer Krokusblütenkönigin. Das Pauschalangebot mit zwei Hotel-Übernachtungen kann bei der Tourist Information in Husum ab 149 Euro pro Person gebucht werden. Außerdem ist ein Gruppenangebot „Frühlingswunder Krokusblüte“ buchbar.

Detaillierte Informationen über die Husumer Krokusblüte, das Programm zum Krokusblütenfest sowie das Pauschal- und das Gruppenangebot erhalten Sie bei der Tourist Information unter der Telefonnummer 04841/8987-0 oder im Internet unter www.husum-tourismus.de.

Sylt in Bewegung erleben

Urlaubstage auf Sylt sind viel zu schade, um sie ausschließlich am Strand oder auf den bekannten Flaniermeilen zu verbringen. Wer sich Zeit nimmt und genau hinschaut, findet viele verborgene Schätze, die erst den besonderen Reiz von Deutschlands nördlichster Insel ausmachen. Das Schöne daran ist: Vieles davon lässt sich ganz entspannt zu Fuß erkunden. Hier gibt es drei Tipps für Unternehmungen, die man bei einem Sylt-Urlaub nicht verpassen sollte:

– Deutschlands größte Wanderdüne

Bis zu zehn Meter pro Jahr legen die Wanderdünen im Norden der Insel zurück, Straßen mussten sogar schon deshalb verlegt werden. Bereits seit 1923 steht dieses besondere Phänomen unter Naturschutz und darf nicht betreten werden – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Während der Saison starten ab List auf Sylt regelmäßig geführte Wandertouren zur Wanderdüne. Ohne fachkundige Führung geht dabei allerdings nichts. Maximal 25 Wanderer dürfen auf der zweieinhalb Stunden langen exklusiven Tour dabei sein, eine vorherige Anmeldung wird daher zwingend. Wichtig: Wasserfestes Schuhwerk ist für die Wanderung erforderlich. Mehr Informationen gibt es unter www.list-sylt.de, hier ist auch das kostenfreie Urlaubsmagazin für 2017 mit vielen weiteren Insel-Tipps erhältlich.

– Spazieren auf dem Meeresgrund

Von den Dünen bis zum Strand ist es nicht weit. Hier wartet auf Naturliebhaber gleich die nächste Attraktion: Ein Spaziergang auf dem trockengefallenen Meeresgrund bei Ebbe gehört zu einem Nordsee-Urlaub einfach dazu. Bei den geführten Wattwanderungen erfahren die Teilnehmer jede Menge Wissenswertes über die Vielfalt und über die Geheimnisse dieses Lebensraums. Gerade Kinder sind von Begegnungen mit Krebsen oder dem Wattwurm fasziniert. Ein Tipp für Wanderfreunde: die Kurverwaltung List auf Sylt bietet auch Wat(t) für die ganze Familie als spezielle Kinderführung an oder eine Erkundung der Austernbänke der Sylter Royal, hier ist man immer in Gummistiefeln unterwegs.

– Bummel durch das traditionelle Fischerdorf

Ein etwas eleganteres Fußkleid darf es bei dieser Tour sein: Bei einer Dorfwanderung durch List auf Sylt erfahren die Gäste so einige Anekdoten über die Historie und die besonderen Charakterzüge der Inselbewohner. Keineswegs fehlen darf dabei ein Abstecher zum alten Hafen. Kutter und Sportboote sorgen hier für maritimes Flair, „Sehleute“ fühlen sich in der abwechslungsreichen Gastronomie wohl. Hier wartet zudem ein weiterer Rekord: Deutschlands nördlichste Fischbude genießt Kultstatus.

Amrum bietet abwechslungsreiche Urlaubserlebnisse

Vom Festlandhafen Dagebüll im Nordwesten Schleswig-Holsteins geht es mit der Fähre in knapp zwei Stunden nach Amrum. Und schon die Überfahrt ist eine Reise wert: Die Weite des Himmels und des Wattenmeeres liegen vor einem, aller Alltagsstress fällt ab und der Urlaub kann beginnen.

Facettenreiche, unberührte Natur

Im Sommer kommen die Touristen vor allem wegen des Kniepsands, einem der größten und feinsandigsten Badestrände Europas. Wenn Ende Februar mit den lodernden sogenannten Bikefeuern überall auf der Insel der Winter ausgetrieben ist und die Natur zu neuem Leben erwacht, zieht es dagegen vor allem Individualisten nach Amrum, die Ruhe und Erholung suchen. Für sie hat die waldreiche Nordseeinsel auf kleinstem Raum einiges zu bieten: Vom langen Sandstrand über Dünen, Wald und Heide bis hin zu Salzwiesen und Wattenmeer.

Mit nur 2.200 Einwohnern stehen die Aussichten nicht schlecht, bei langen Spaziergängen oder ausgedehnten Radtouren kaum einer Menschenseele zu begegnen. Ein Höhepunkt für Wanderfreunde ist sicher die acht Kilometer lange, geführte Wattwanderung zur Nachbarinsel Föhr, die man ab Mitte Mai wieder antreten kann. Die Strecke von Insel zu Insel ist einmalig in Deutschland. Aber auch Schiffstouren zu den Seehundbänken, nach Sylt oder zu den Halligen Hooge und Langeneß bringen viel Abwechslung. Auf Naturfreunde wartet die Vogelkoje Meeram – ein weiteres Naturparadies, das mit Naturlehrpfad und einem archäologischen Areal spannende Einblicke in die Flora und Fauna der Insel ermöglicht. Unter www.amrum.de gibt es weitere Informationen.

Entspannen und genießen auf friesische Art

Die Perle Nordfrieslands punktet aber nicht nur mit ihrer intakten Natur und der gesunden frischen Nordseeluft. Im Amrumspa und dem Badeland warten Wellenbad, Sauna und Massagen auf gestresste Festländer, die in den fünf Inseldörfern auch Angebote für Qi Gong, Yoga und andere Entspannungstechniken finden. Anschließend gönnt man sich in einem der Cafés und Gasthäuser eine friesische Teezeremonie, genießt die regionalen Spezialitäten oder versucht einen Pharisäer – einen Pott Kaffee mit einem ordentlichen Schuss Rum und Sahnehaube obenauf.

Stade und Buxtehude

In ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert gehörten der Hanse fast 200 See- und Binnenstädte an. Das legendäre Handelsbündnis prägte damals die Geschichte Europas, der Handel mit Produkten aus aller Welt blühte. Trotz der Auflösung der Hanse im 17. Jahrhundert prägt die Hansezugehörigkeit bis heute das Stadtbild in den beiden sehenswerten norddeutschen Hansestädten Stade und Buxtehude in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom, Vergangenheit trifft hier auf Zukunft. Hafen und Fleete sind unverändert die Herzstücke der Orte. Vor einiger Zeit feierte die „neue Hanse“ ihr Comeback – auch in Stade und Buxtehude. Informationen über Sehenswürdigkeiten und viel Wissenswertes gibt es unter www.urlaubsregion-altesland.de und unter Telefon 04142-813838.

Hansestadt Stade: Alte Hafenanlage und junges Leben

Wo in Stade zu Zeiten der Hanse Schiffe entladen wurden, findet man heute rund um den Fischmarkt mit historischem Holzkran und inmitten der von Fachwerkhäusern geprägten Altstadt in maritimer Atmosphäre kleine Fachgeschäfte, gemütliche Kneipen und Cafés mit einladenden Sommerterrassen direkt am Wasser. Seit Jahrhunderten bewacht der Schwedenspeicher die Hafeneinfahrt. Heute zeigt das mehrfach preisgekrönte Museum Schwedenspeicher multimedial die Stadtgeschichte und eine Ausstellung zur Hansezeit. Nicht weit vom Hansehafen aus dem 13. Jahrhundert lädt der moderne Stader Stadthafen zu einem Besuch ein.

Buxtehude: Hansestadt mit „märchenhafter“ Zukunft

Auch die Altstadt von Buxtehude ist von Wasser umgeben, ein Festungsgraben begrenzt das historische Zentrum. Sehenswert sind der Marschtorzwinger, die restaurierten Kaufmannshäuser mit verzierten Fachwerkgiebeln, die Mühle am Fleth, der Stavenort. Bis 1962 wurde die grachtenartige Flethanlage noch von sogenannten Frachtewern befahren, das plattbodige Frachtschiff „Margareta“ liegt heute restauriert im Hafen. In Buxtehude hat sich der berühmte Wettlauf zwischen Hase und Igel ereignet – heute hat die Stadt auch wegen der touristischen Reize eine „märchenhafte“ Zukunft.

Stadtführungen und Veranstaltungen

Am besten ist es, sich gleich auf ein Rendezvous mit der Hanse zu verabreden. Beide Städte bieten ein vielfältiges Kulturleben und spannende Stadtführungen zum Thema Hansezeit, in Stade „Auf den Spuren der Hanse“, in der Nachbarstadt unter dem Titel „Mit dem Hansekaufmann durch Buxtehude“. Richtig was los ist in Buxtehude am 20. und 21. Mai beim „Hanse Ahoi“-Fest und vom 9. bis zum 11. Juni beim Stadtfest. Das Stader Hansemahl feiert am 20. Mai zehnjähriges Jubiläum, viele Besucher werden auch vom 19. August bis zum 2. September beim beliebten sommerlichen „Holk-Kulturfestival“ in Stade erwartet.

Über den Trischen-Damm zu den Sternen

Weißt Du, wieviel Sternlein stehen? Wer nächtens nach oben schaut, wird sagen – eine Menge. Doch das kann noch viel schöner aussehen, viel, viel mehr Sterne scheinbar; strahlend, funkelnd und kristallklar. Eigentlich. Jedoch: Meist sieht man sie eher schlecht, weil der Nachthimmel vom gestreuten, indirekten Licht künstlicher Quellen gestört wird – das nennt man Lichtverschmutzung. „Kommen Sie mal mit“, sagt der Natur- und Landschaftsführer Michael Beverungen, der hauptberuflich als Nationalpark-Ranger arbeitet, „kommen sie heute Nacht mal mit hinaus auf den Trischen-Damm.“ Dann werden wir schon sehen, wieviel Sternlein stehen.

Von Friedrichskoog-Spitze zieht sich ein schmaler Steindamm mehr als zwei Kilometer in das Watt der Elbmündung hinaus. Begehen darf den Damm jeder, in Begleitung von Michael Beverungen indes wird der Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Sterne, die erklärt er so, dass man was versteht und behält. Und auch die Vögel der Nacht; wir wollen mal schauen und horchen, was nächtens draußen im Watt los ist.

Die Gruppe steht auf dem Deich und ein eiskalter Ostwind weht über das Land. Ostwind ist gut, dann ist der Himmel zumeist klar. Sternenklar. Der Abendstern ging heute schon um halb Fünf auf. „Das ist die Venus“, erklärt Beverungen, „je nach Jahreszeit ist sie der Abendstern oder – geht sie morgens auf – der Morgenstern.“ Die Venus soll die Gruppe bis zum Ende der kleinen Exkursion begleiten. Wenn der Große Hund aufgeht, dann geht sie unter.Unten am Deich hat der Wind nachgelassen (auf dem Rückweg und weiter draußen wird er später umso härter wieder zupacken). Der Winter ist die wohl beste Zeit für einen einsamen Ausflug zum Sternegucken auf den Damm; es ist früh dunkel, der Himmel oft klar, und wenn Eis und Schnee im Watt liegen, bekommt die Szenerie eine besondere, einzigartige Atmosphäre. „Heute ist der Mond fast selbst schon eine Lichtverschmutzung“, meint der Guide, als die Gruppe sich vorsichtig auf den Damm hinaus tastet. So hell scheint er, dass die Menschen seltsam schale Schatten in das fahle Licht werfen, das die Schneeflächen reflektieren. Traumhafte Mondlichtschatten. Und selbst die Venus strahlt so schön und klar, dass sie einen eigenen Lichtkegel auf die Nordsee wirft.

Der Damm liegt als schmales Band im fahlen Mondlicht, führt hinaus in die scheinbare Unendlichkeit des nächtlichen Wattenmeeres. Das in einem gespenstischen Licht wie seltsam glitzernder Phosphor zu leuchten scheint. Es sind ohnehin sonderbare Lichtspiele, die auf dem ablaufenden Wasser erscheinen. Im zerbrochenen Eis seltsame Zerrbilder von Licht und Schatten, zerrissen und verworfen. Die Priele liegen dunkel, die Eisränder jedoch glitzern im Mondlicht. Reduktionen auf Schwarz und Weiß.

Der Frost der vergangenen Tage hat bizarre Eisformationen geschaffen, Ebbe und Flut haben die kleinen Schollen zu wundersamen Gebilden aufgeworfen. Hört man nur genau hin, kann man ein ganz sachtes Scharren oder Klirren hören, wenn die Schollen im ablaufenden Wasser der kleinen Priele aneinander reiben. Die Landschaft liegt still und starr, wie erfroren im Mondlicht. Einzig Ebbe und Flut scheinen sich in dieser Landschaft noch zu bewegen und die Gegend atmet verhalten im ewigen Rhythmus der Gezeiten. Es sind faszinierende Bilder im Mondlicht und unter glitzerndem Firmament, die man sonst kaum anderswo sehen kann.

Einmal nicht nach vorn geschaut, und schon dem Vordermann in die Hacken gelaufen. Michael Beverungen macht genügend Pausen, damit man schauen kann und staunen. Und um zu zuhören, was er Spannendes erzählt. Je weiter man nach draußen kommt, desto kräftiger wird der eisige Wind. Wer im Winter hinausläuft, sollte sich tunlichst warm anziehen und einen Gesichtsschutz nicht vergessen. Dann wird einem auch nicht kalt bei den Pausen, dann kann man´s genießen. Diesen Ausflug ganz weit weg von dieser Welt.

Wir bleiben stehen, Michael Beverungen lenkt den Blick in den Himmel. Wer läuft, sollte möglichst auf seine Schritte achten, keinen Meter breit ist der Damm und uneben. Dann wieder nach oben schauen und still staunen. Die Sterne, so sehr viel mehr als sonst, funkeln und glitzern. Michael Beverungen zeigt den großen Wagen, ein Sternbild, das viele Leute am Firmament erkennen. Es ist eine kalte Nacht und die Gruppe fühlt sich allein wie auf hoher See. Orientierungslos nicht unbedingt – wenn man die Bilder da oben versteht. „Und wer findet den Polarstern“, fragt der Natur- und Landschaftsführer nach dem Stern zur Orientierung schlechthin. Da war was. Irgendwas mit fünffacher Verlängerung. Der Achse? Der beiden hinteren hellsten Sterne? So ähnlich. Mit seinem Laser-Beamer zeigt er auf den Polarstern, den bald jeder Teilnehmer wiederfinden wird. Und nun immer die Himmelsrichtung bestimmen kann – Polarstern ist Nord.

Inzwischen ist der Kleine Hund aufgegangen, mit Prokyon seinem hellsten Stern. Dieses Sternbild schiebt sich allmählich über den östlichen Horizont. Dort, wo die Windkraftanlagen von den Rotorblättern zerrissenes irres rotes Licht in die Nacht werfen – ganz ohne Licht-Verschmutzung geht es auch hier draußen nicht. Zu erkennen ist der Schimmer der Stadt Brunsbüttel und auf der anderen Seite der Elbe ganz deutlich Cuxhaven. Ein Schiff und die Erdölplattform Mittelplate draußen im Watt.

Trotzdem: Der Sternenhimmel funkelt hier wie selten gesehen und man muss in Deutschland lange suchen, um Plätze zu finden, an denen es ähnlich dunkel ist – oder sogar noch dunkler. Die Kombination mit dem Watt macht diese Location jedoch zu etwas Einmaligem. Hier draußen auf dem Trischen-Damm ist auch das milchige Band zu erkennen, das sich quer über den Himmel spannt – die Milchstraße. Und Gänsehaut gibt´s nicht nur wegen der Minusgrade allein. So faszinierend ist das.

Michael Beverungen erklärt die Sternbilder, zeigt einzelne Sterne, Sternenhaufen – Aldebaran und Andromeda. Man hat davon gehört. Aber hat man sie schon einmal gesehen? Außerhalb eines Planetariums? Lichtverschmutzung mag man als Nebensache abtun, falls man überhaupt schon einmal darüber nachgedacht hat. Hier aber wird deutlich, was man verpasst. Es ist faszinierend, hochzuschauen und ihm zu zuhören. Und: „Die Betrachtung des Sternenhimmels gehört zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit!“ Es ist auch ein bisschen Philosophie. „Die Menschen vor zehntausend Jahren hatten keine Schrift, keine Bücher, keine Bilder – aber sie hatten die Sterne, aus denen sie die Konstellationen erfunden haben.“

Phantastisch, wenngleich noch immer keine Sternschnuppe zu sehen war. Wie oft reicht der Blick nach oben. Sternschnuppen gucken. Da! Da ist was! Ein langer, milchiger Schweif zieht sich über das Firmament. Und er verlischt gar nicht. Was nur wünschen? Michael Beverungen beruhigt: „Das ist nicht der Stern von Bethlehem, das ist der Kondensstreifen eines Flugzeuges, der im Mondlicht wie ein Komet leuchtet!“

Alles scheint hier draußen erfroren zu sein; so kalt wie der Weltraum selbst und für alle Ewigkeit statisch wie die Sterne. Doch bleiben wir stehen und hören hin: Plötzlich ein sanfter, melodischer Ruf, flötenhaft fast, so unglaublich unpassend in dieser harschen, erfrorenen Gegend – und vielleicht gibt es deshalb eine Gänsehaut.

Brachvögel werden das sein. Später ein fernes, fremdes Gelächter, und wieder jagt ein Schauer den Rücken hinunter, Eiderenten sind das womöglich. Austernfischer und Rotschenkel erkennt der Natur- und Landschaftsführer auch noch an den Vogelstimmen. Und plötzlich wieder etwas wie eine Sternschnuppe und ganz nah! Beverungen beruhigt wieder: „Das war ein Sanderling, der Vogel sah nur so aus wie eine Sternschnuppe als er durch das Mondlicht flog!“

Raum und Zeit scheinen sich hier draußen aufgelöst zu haben. Wir haben das Ende des Dammes erreicht, gute zwei Kilometer vom Deich entfernt. Daran, dass wir noch auf der Erde sind, erinnert das leise Plätschern des Wassers und das verhaltene Schnattern der Brandgänse von irgendwo. „Überlegt mal, wie weit die Sterne weg sind – tausende, wenn nicht Millionen Lichtjahre.“ Dieser Maßstab, die Einordnung, Wir in der Galaxie – man mag ganz still werden. Und staunen sowieso. Der Lichtkegel der Venus wird zerrissen und wirkt flüchtig, als das Wasser bewegt wird; unfassbar, unbegreiflich im wahren Wortsinn.

Der Abendstern hat sich dem Horizont gebeugt. Die Venus geht unter. Und Sirius – der hellste Fix-Stern am Nordhimmel – geht im Osten auf und weist uns den Weg zurück. Sirius im Sternbild Großer Hund. Einer von ganz, ganz vielen heute Nacht. SO viel Sternlein stehen, weißt Du!

Der Trischen-Damm

Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts wurde Friedrichskoog endgültig eingedeicht. Der Trischen-Damm wurde 1935/6 angelegt, um einen sich verlagernden Priel vom Deich fernzuhalten – der Altfelder-Priel wurde immer tiefer und kräftiger und er rückte gefährlich nahe an den Deich. Dem Land vorgelagert liegt die Insel Trischen. In der damaligen Zeit, den 1930er Jahren, sollte auch diese eingedeicht werden – und bei der Gelegenheit mittels eines Dammes mit dem Land verbunden werden. Auch, um den Altfelder Priel zu durchdämmen und ihm damit seine Kraft zu nehmen. Daraus wurde nichts. Heute führt der Damm nahe Friedrichskoog Spitze vom Deich zunächst geradeaus ins Watt, um dann nach rechts abzubiegen. Vom Land aus links gesehen, hat sich inzwischen eine Salzwiese gebildet. Die Krone ist mit nicht mal einem Meter Breite schmal. Zuletzt liegt der Damm im offenen Wattenmeer und stellt damit die einzige Möglichkeit dar, auch nachts weitestgehend sicher „ins Watt“ zu gehen. Der Zugang ist kostenfrei und nicht reglementiert. Gutes Schuhwerk und der Blick auf den Weg sorgen für einen sicheren Ausflug.

Die nächsten „Sterne über dem Wattenmeer“ –Termine mit Michael Beverungen finden statt am:

13.4.17, 21.30 Uhr

25.8.17, 21.30 Uhr

20.9.17, 20.30 Uhr

19.10.17, 19.00 Uhr

27.12.17, 17.00 Uhr

Weitere Informationen

Tourismus-Service Friedrichskoog

Koogstraße 141

25718 Nordseeheilbad Friedrichskoog-Spitze

Tel: +49 (4854) 904940

urlaub@friedrichskoog.de

www.friedrichskoog.de

Russisches Segelschulschiff zu Gast in Wilhelmshaven

In diesem Jahr können sich Wilhelmshavener und Gäste, neben den maritimen Großveranstaltungen Wochenende an der Jade und dem Wilhelmshaven Sailing-CUP, auf einen weiteren Schiffsbesuch am Bontekai freuen. Über den 1. Mai legt das russische Segelschulschiff „Mir“ am Bontekai an und lädt Besucher zum Mitsegeln ein. Es gilt als der schnellste Rahsegler der Welt und bietet Segelinteressierten die Gelegenheit, dies bei einem Tagestörn am 29. April zu testen. Beim Open-Ship wird es auch Gelegenheit geben, die „Mir“ während der Liegezeit am Bontekai zu besichtigen.

Die „Mir“ lief 1987 auf der Danziger Leninwerft vom Stapel und dient der Admiral Makarov State Maritime University als Ausbildungsschiff für zukünftige Nautiker und Schiffsingenieure. Seit Juli 1999 besteht zwischen der „MIR“ und der Stadt Wilhelmshaven eine offizielle Patenschaft Interessierte können unter www.wilhelmshaven-touristik.de oder in der Tourist-Information in der Ebertstraße 110 weitere Informationen sowie die Bordkarten erhalten.