Auf den Spuren der geschichtsträchtigen Elbschifffahrt

Von Traumschiff-Flair und Kapitänsdinner keine Spur: Der Alltag auf den Elbfrachtschiffen des 18. und 19. Jahrhunderts war hart und arbeitsreich. Ob Lebensmittel, Salz oder auch Bauteile – so gut wie alles wurde auf dem Wasserweg über weite Distanzen transportiert. Von und mit der Elbe lebte schon damals die Bevölkerung der Stadt Lauenburg im Süden Schleswig-Holsteins. Bis heute prägt diese Historie das Bild des Ortes. Von Streifzügen durch die Natur über einen Bummel durch die gemütliche Altstadt bis zu sehenswerten Museen: Lauenburg ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Der „Rufer“ begrüßt Schiffe und Besucher

Die Geschichte der Elbschifffahrt ist in Lauenburg allgegenwärtig. Dies beginnt bereits mit der Begrüßung durch den „Rufer“, dem gleichnamigen Denkmal, das allen vorbeifahrenden Schiffen und Besuchern gewidmet ist. Beim Spaziergang durch die Altstadt mit ihren schmalen Gassen und den charakteristischen Fachwerkshäusern fühlt man sich in vergangene Epochen versetzt. Sehenswert ist etwa die Elbstraße im Zentrum mit Gebäuden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die vom damals blühenden Geschäftsleben berichten. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann ganzjährig im liebevoll eingerichteten Elbschifffahrtmuseum eine spielerische Zeitreise unternehmen. Mit Mitmachstationen, Filmeinblendungen und historischen Ausstellungsstücken ist an Besucher jeden Alters gedacht. Unter www.elbschifffahrtsmuseum.de und www.lauenburg-tourismus.de gibt es alle Informationen.

Ausflüge ins Naturschutzgebiet

Historie buchstäblich zum Anfassen präsentiert auch das E-Werk Lauenburg. Das mit Wasserkraft betriebene Elektrizitätswerk aus dem Jahre 1921 wird bis heute gepflegt und zeigt faszinierende Technik. Nicht minder fesselnd ist ein Blick auf die weite Natur rund um den Ort. Von Lauenburg aus gelangt man auf einer kleinen Wanderung direkt in das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und das Naturschutzgebiet Hohes Elbufer. Geführte Wanderungen zeigen regelmäßig die gesamten Schätze, welche die Natur hier zu bieten hat. Und wer diese Eindrücke von der Wasserseite aus abrunden möchte, kann historische Planken betreten: Der kohlebefeuerte Schaufelraddampfer „Kaiser Wilhelm“, gebaut im Jahr 1900 und größtenteils original erhalten, bricht als schwimmendes Museumsexponat regelmäßig zu Ausflugstouren auf. Spätestens dann fühlt sich der Besucher den Elbschifffahrern von einst ganz nah.