Archiv der Kategorie: Bremerhaven

Deutscher Tourismustag in Bremerhaven

Der Deutschlandtourismus steuert auf das sechste Rekordjahr in Folge zu. „Wir haben vor drei Jahren erstmals die 400-Millionen-Marke bei den Übernachtungen geknackt. 2015 könnten es nach unseren Schätzungen insgesamt bis zu 435 Millionen Übernachtungen sein. Das entspräche einem Anstieg von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) beim Deutschen Tourismustag 2015 in Bremerhaven. Allein für die ersten acht Monate des laufenden Jahres verzeichnete das Statistische Bundesamt einen deutlichen Anstieg von +3,4 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Das sind 298,4 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen, auf Campingplätzen und in sonstigen Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten bzw. Stellplätzen.

„Die Rekordzahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Branche vielerorts um die finanziellen Mittel für die Bereitstellung und Instandhaltung touristischer Infrastruktur kämpfen muss“, mahnte der Verbandspräsident. Die Finanzierung von Uferpromenaden, Wander-, Radwegen und Freizeitbädern hängt zu einem Großteil von den kommunalen Haushalten ab. „Die Spielräume für freiwillige Aufgaben wie touristische Infrastruktur- und Marketingaktivitäten sind häufig eng“, so Reinhard Meyer. Nicht zuletzt hängt jedoch das wirtschaftliche Wohl einer Gemeinde von Investitionen in freiwillige Aufgaben wie Verkehrs- und Erholungseinrichtungen, Sportanlagen oder kulturellen Angeboten ab. Solche Investitionen bilden auch die Grundlage für erfolgreichen Tourismus.

„Investitionen der Kommunen sind nur ein Pfeiler, auf den sich der Tourismus stützen kann“, sagte Reinhard Meyer. „Darüber hinaus brauchen wir zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten wie die Tourismusabgabe. Sie ist zweckgebunden, solidarisch und rechtssicher.“ Voraussetzung für die Einführung einer gemeindlich erhobenen Tourismusabgabe ist die Regelung in den Kommunalabgabengesetzen der Länder. Der Ansatz: Alle Unternehmen, die vom Erfolgsfaktor Tourismus vor Ort profitieren – beispielsweise auch der Einzelhandel oder Handwerksbetriebe – beteiligen sich an der Finanzierung des touristischen Aufwandes. Je nach Umsatz, Lage und Branche zahlen sie einen individuellen Beitrag an die Stadt oder Gemeinde. Die Einnahmen müssen dem Tourismus zu gute kommen und dürfen nicht, wie bei der Bettensteuer, im kommunalen Haushalt verschwinden. „Unser Appell richtet sich an die Länder, die Kommunalabgabengesetze so anzupassen, dass alle Gemeinden dieses Instrument einsetzen können“, sagte der DTV-Präsident. Ohne die öffentliche Hand gehe es im Tourismus jedoch nicht, betonte er. „Kommunale Investitionen in die touristische Infrastruktur eines Ortes haben eine motivierende Wirkung auf das Investitionsklima“, sagte Reinhard Meyer. Und weiter: „Neben der Bereitstellung von Wegeinfrastruktur oder Kulturangeboten ist kommunales oder interkommunales Engagement insbesondere bei der Ansiedlung von Leuchtturm-Projekten gefragt. Sie fördern die Investitionsdynamik der Privatwirtschaft.“ Solche Leuchtturm-Projekte könnten beispielsweise regionale Allianzen zur Barrierefreiheit sein oder ein Erlebnismuseum, das als Besuchermagnet wirke. Nur so könnte das Reiseland Deutschland dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben.

Klimahaus Bremerhaven

Gesunde, salzhaltige Seeluft, endlose Strände und die Inseln mit ihrer fantastischen Dünenlandschaft: Die von den Gezeiten geprägte Natur der Nordsee mit dem zum Unesco-Weltnaturerbe zählenden Wattenmeer zieht in jedem Sommer unzählige Gäste in ihren Bann. Das Nordseeklima kann gelegentlich schon ganz schön spektakulär sein – wer aber die einmalige Faszination weltweiter Klimaphänomene hautnah erleben möchte, sollte während seines Urlaubs einen Abstecher ins Klimahaus Bremerhaven 8° Ost machen. Hier kann man auf dem achten östlichen Längengrad einmal um die Welt reisen und dabei fünf verschiedene Klimazonen kennen lernen. Steile Felsen und tiefe Gletscherspalten, heißer Wüstensand und schwüler Regenwald sowie spektakuläre Unterwasserlandschaften: Besonders für Familien ist die Bremerhavener Wissens- und Erlebniswelt ein ideales Ausflugsziel. Alle Informationen stehen unter www.klimahaus-bremerhaven.de.

Neue Attraktion: Norddeutschlands einziger Hubschrauber-Simulator

Die originalgetreue Nachbildung des zweimotorigen Hubschraubers „Bell 212“ zählt zu den neuen Highlights im Klimahaus, die meisten Besucher wollen sich den virtuellen Flug mit dem Helikopter nicht entgehen lassen. „Man kann in einer fünfminütigen Flugshow zu einem Nordsee-Windpark fliegen“, erläutert Arne Dunker, Geschäftsführer der Wissens- und Erlebniswelt. Der dreizehneinhalb Meter lange Hubschrauber ist der erste Simulator seiner Art in Norddeutschland – und zugleich die Hauptattraktion der neuen Windkraft-Ausstellung. Das sogenannte Offshore Center präsentiert zudem Werkzeuge und Materialien, die beim Bau der bis zu 160 Meter hohen Windkraft-Anlagen verwendet werden.

Einzigartige Tour rund um den Globus

Im 5.000 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich „Reise“ führt die Klimatour rund um den Globus durch das Hochgebirge in den Schweizer Alpen und die Wüste in der Sahelzone, in das Packeis der Antarktis und in das Südsee-Paradies Samoa. Die Kulissen der Ausstellung basieren auf einer tatsächlichen Reise zu neun Orten in fünf Klimazonen – immer entlang des achten Längengrades Ost. Nicht nur die Temperaturen entsprechen dem jeweiligen Original, sondern auch Luftfeuchtigkeit und Gerüche. Das polare Klima der Antarktis bedeutet Eiseskälte – in den Ausstellungsräumen ist es trocken und etwa minus sechs Grad Celsius. In der Reisestation Niger herrscht dagegen ein trockenes Wüstenklima mit 35 Grad Celsius. Mit Kamerun und Samoa sind gleich zwei tropische Regionen vertreten, die sich durch hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 30 Grad Celsius auszeichnen. In Kamerun durchstreifen die Besucher den Regenwald bei Nacht, während sie in Samoa die bunte Unterwasserwelt des Südpazifiks beobachten können. Bevor die Reise wieder an den Startpunkt Bremerhaven zurückführt, geht es noch zur Hallig Langeneß, die direkt vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins liegt. „In echt“ ist sie nur per Schiff oder bei Niedrigwasser über eine sogenannte Lorenbahn zu erreichen.

ExtraTourPlus im Historischen Museum Bremerhaven

Die Veranstaltungsreihe ExtraTourPlus für Senioren im Rahmen der Sonderausstellung „AngeZogen – Geheime Botschaften. Eine Enzyklopädie norddeutscher Kleidung“ im Historischen Museum Bremerhaven geht zu Ende. Beim vorläufig letzten Termin am 9. Oktober 2013 um 15 Uhr lautet das Motto „Langes Fädchen – faules Mädchen“. Diese Redewendung ist vielen aus dem Handarbeitsunterricht geläufig und zeigt, dass Handarbeiten in erster Linie eine Tätigkeit war, die von Frauen ausgeführt wurde.

Kulturwissenschaftlerin Andrea Müller führt die Besucherinnen und Besucher zu den Themen Handarbeit und Herstellung von Bekleidung durch die Sonderausstellung. Dabei werden die verschiedenen Handwerkstechniken wie Häkeln, Stricken, Sticken, Klöppeln und Nähen an ausgestellten Objekten gezeigt. Darüber hinaus werden Utensilien und Werkzeuge erläutert, die zur Herstellung von Bekleidung oder Wäsche dienten. Insbesondere die Erfindung der Nähmaschine revolutionierte die Herstellung von Bekleidung, denn statt 30 Stichen pro Minute, die eine geübte Person per Hand mit Nadel und Faden durchschnittlich schaffte, brachten es die ersten Doppelsteppstichnähmaschinen auf 300 Stiche pro Minute. Damit war die Grundlage zur industriellen Fertigung von Bekleidung gelegt.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Handarbeitserziehung in früheren Zeiten war das Erlernen von Reparaturtechniken. Kleidung und Wäsche war bis in die 1970er Jahre ein wertvolles Produkt, das geschont und an schadhaften Stellen ausgebessert wurde. Die zahlreichen überlieferten Flick-Mustertücher offenbaren ein hohes Maß an handwerklichem Geschick, denn die gestopften Stellen sind mit dem bloßen Auge häufig kaum erkennbar.

Im Anschluss an den Rundgang ist im Museumscafé bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit, gemeinsam mit der Referentin das Thema Revue passieren zu lassen und eigene Erlebnisse zu erzählen. Für die Veranstaltung sind noch einige Plätze frei. Um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0471-308160 wird gebeten. Die Kosten für den Eintritt inklusive Kaffee und Kuchen betragen 6 Euro pro Person. Die Veranstaltung dauert 1,5 – 2 Stunden.

Buntes Bilderbuchkino und spannender Spiel-/Leseabend

Am Freitag, 27. September, zeigt die Stadtbibliothek um 15.30 Uhr das Bilderbuchkino „Los geht’s Marlon!“ von JJ Rieck und Wolfgang Slawski.

Mäuserich Marlon ist anspruchsvoll, denn anders als seine Freunde sucht er ständig nach neuen Herausforderungen. Als ihn dann aber eine Katze zum Armdrücken herausfordert, wird ihm klar, dass er hier nur verlieren kann…

Eingeladen sind alle Kinder ab vier Jahren. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung in der Kinderbibliothek oder telefonisch unter 0471/590-2562 wird gebeten.

Am Mittwoch, 2. Oktober, um 18.30 Uhr heißt es dann „Sternenkrieger laden ein“. Jungen zwischen zehn und zwölf Jahren können an diesem Abend in eine weit, weit entfernte Galaxie eintauchen.

Herzlich willkommen sind aber auch Väter und/oder ältere Brüder, um sich zum Beispiel im Asteroiden-Schießen zu messen oder ihr Wissen in einem Quiz zu überprüfen. Wer dringend neuen Science-Fiction-Lesestoff benötigt, bekommt aktuelle Lektüre von Buchhändlerin Kerstin Grade-Polischuk empfohlen. Außerdem wird gebastelt, was Sternenkrieger so alles brauchen können. Im Laufe des Abends wird für hungrige Hüter der Galaxis auch ein intergalaktisches Büffet bereitstehen.

Wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung in der Kinderbibliothek oder telefonisch unter 0471-590-2562 erforderlich. Die Veranstaltung endet gegen 20.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Die Zukunft des Hafens ist nachhaltig

Der Welthafen an der Weser und sein zentraler Dienstleister bremenports sollen nachhaltig arbeiten und dabei hohe Standards entwickeln – das ist seit Jahren Bestandteil der Hafenpolitik im Land Bremen. 2009 hat das öffentliche Unternehmen deshalb die „greenports“-Initiative gestartet. „Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit wurden jetzt weitere Pflöcke eingeschlagen“, berichtet bremenports-Geschäftsführer Holger Banik: „Vor wenigen Tagen wurde unsere Nachhaltigkeitsstrategie – zum ersten Mal für einen deutschen Hafen – nach den internationalen Kriterien der Stiftung GRI zertifiziert.“ GRI steht für „Global Reporting Initiative“. Zu den Gründern der Stiftung gehört das Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

Nachhaltigkeit sei ein Zukunftsthema mit zahlreichen Facetten, meint Banik. Die Spannweite reiche vom umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen über den professionellen Naturausgleich von Eingriffen durch Hafenbauprojekte bis zur Pflege eines fairen Umgangs mit den Beschäftigten und Kunden der Gesellschaft bremenports.

„Nachhaltigkeit ist für uns tägliche Praxis“, sagt Banik. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Häfensenator hat bremenports seit 2009 zahlreiche ökologisch orientierte Vorhaben umgesetzt. Hier einige Beispiele:

Das Umweltmanagement in den bremischen Häfen wurde nach dem europäischen Hafenstandard PERS (Port Environmental Review System) zertifiziert. Davon wollen auch andere Standorte profitieren: Die Hafengesellschaft Brunsbüttel Ports hat bremenports bereits beauftragt, sie bei der PERS-Zertifizierung des eigenen Standorts zu beraten.
In den bremischen Häfen wurde der Umweltindex ESI (Environmental Ship Index) eingeführt. Damit können Schiffsemissionen berechnet und bewertet werden. Schiffe mit geringerem Schadstoffausstoß zahlen in Bremen und Bremerhaven geringere Hafengebühren – ein Anreizsystem für mehr maritimen Umweltschutz.
Auf der Luneplate ist in den vergangenen Jahren eines der größten Ausgleichsgebiete für Hafenbaumaßnahmen in Europa entstanden.
Die bremenports GmbH & Co. KG engagiert sich im Projekt „Klimastadt Bremerhaven“ und unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte wie „Nordwest 2050“. Dabei geht es um Anpassungsstrategien, mit denen die Wirtschaft in der Region auf den Klimawandel reagieren kann.
Die Metropolregion Bremen-Oldenburg hat Fördermittel für eine Vorstudie zur Klimaanpassung bewilligt, an der bremenports beteiligt ist. Hier wird untersucht, ob es sinnvoll ist, am Unterlauf der Drepte ein Überflutungsgebiet für die Weser zu schaffen (Tidepolder).
2014/2015 soll in Bremerhaven eine neue LNG-Tankstelle in Betrieb genommen werden. Um den umweltfreundlichen Energieträger Flüssiggas zu fördern, will bremenports die Flotte seiner Arbeitsschiffe Zug um Zug auf diese Treibstoffalternative umstellen. Der erste mit LNG angetriebene Neubau, eine Schute, soll bis 2015 in Fahrt gehen.

„Die im Rahmen von GRI zertifizierten Standards gehen aber weit über den Umweltbereich hinaus“, sagt Banik. „Auch ökonomische und soziale Leistungen werden beschrieben und bewertet“, berichtet der bremenports-Chef und nennt Beispiele: die faire Entlohnung der Beschäftigten, die Schaffung zeitgemäßer Arbeitsbedingungen, die qualifizierte Betreuung der Auszubildenden und die gezielte Förderung von Frauen bei bremenports.

„Für die Zertifizierung“, sagt Banik, „mussten wir umfangreiches Material erarbeiten – von der Höhe der Treibhausgasemissionen der Hafenanlagen bis zum Schutz sensibler Kundendaten im Unternehmen. Unsere Mitarbeiter haben für die Recherche fast ein Jahr benötigt. Was wir für die Nachhaltigkeit tun, lässt sich jetzt mit vielen Daten belegen und vergleichbar darstellen. Und das hilft uns, in Zukunft noch besser zu werden.“

Radwanderweg „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“

Vor genau 10 Jahren wurde durch die Initiative und Federführung des Naturschutzbundes NABU und mit Projektfördermitteln der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung der Radwanderweg „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ in Bremervörde eingeweiht. Zahlreiche Radler haben seither den 450 Kilometer langen und mittlerweile überregional bekannten Radrundweg entdeckt. Auch die Internetseite www.teufelsmoor-wattenmeer.de, die zugehörige Broschüre und die gleichnamige Karte finden viel Anklang.

Im Rückblick hat dieses „grenzüberschreitende“ Radprojekt auch eine Wirkung entfaltet, die weit über den naturverträglichen Radtourismus hinausgeht. Denn dieser Radrundkurs hat auch die touristischen Organisationen der Landkreise Rotenburg (Wümme), Stade, Cuxhaven und Osterholz sowie die der Städte Bremen und Bremerhaven einander näher gebracht.

„Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ ist das Leitmotiv für die inzwischen enge Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen und touristischen Leistungsträger in der Region Nordsee-Elbe-Weser und einer gemeinsamen Regionspräsenz bei der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH.

Wir möchten Sie gerne einladen, das 10-jährige Bestehen des Radwanderweges im Rahmen des Vörder Seefestes, das am 25. August 2013 in Bremervörde stattfindet, mitzuerleben. Die zum Jubiläum geplanten Sternfahrten werden Radfahrer aus dem Nordsee-Elbe-Weser-Raum um 14.00 Uhr zur Bühne „Vörder Markt“ zusammenführen. Dort werden diese u.a. von den Tourismusverbänden und dem NABU, die zusammen die Arbeitsgemeinschaft „Radwanderweg Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ bilden, begrüßt.

Die Arbeitsgemeinschaft wird auch mit einem Kooperationsstand vertreten sein und Werbung für diesen besonderen Radwanderweg machen.

Anmeldungen für die Sternfahrt von Bremerhaven nach Bremervörde bitte unter:

Tourist-Info Schaufenster Fischereihafen
Am Schaufenster 6
27572 Bremerhaven
Tel: 0471 – 9 46 46 127
Fax: 0471 – 9 46 46 128
Tourist-Info-SF@bis-bremerhaven.de

Aktionswochenende auf dem Museumsschiff FMS „GERA“ zur FischParty

Der Freundeskreis des Museumsschiffes FMS „GERA“ lädt im Rahmen der FischParty im Schaufenster Fischereihafen am 27./28. April 2013 von 10 bis 18 Uhr zu einem bunten Aktionswochenende auf dem Seitentrawler bei freiem Eintritt ein. Am Samstag ist im Maschinenraum die „Vater-und-Sohn-Anlage“ um 11, 13 und 15 Uhr in Betrieb und der Maschinist erläutert fachkundig die Funktionsweise der beiden Dieselmotoren. Außerdem erklären Hochseefischer im Rahmen von Kurzführungen um 12, 14, 16 und 17 Uhr die Arbeit auf der Brücke und auf dem Fangdeck.

Am Sonntag erwartet die Mannschaft der „GERA“ die Besucherinnen und Besucher auf dem Fangdeck, im Fischladeraum und auf der Brücke. Ehemalige Kapitäne, Hochseefischer und Netzmacher erzählen von ihrer Arbeit an Bord und zeigen, wie man Fischschwärme ortet, wie der Fisch gefangen und an Bord weiterverarbeitet wurde. Auf dem Fangdeck wird das Knüpfen von Netzen und Seemannsknoten vorgeführt.

An diesem Wochenende ist auch die „Phänomenta“ zu Gast an Bord an „GERA“ und präsentiert am 27. April von 15 bis 17 Uhr und am 28. April von 12 bis 17 Uhr Mitmachaktionen und Experimente für Kinder und Jugendliche zu dem Thema „Wasser und Mee(h)r“. An beiden Tagen gibt es für Kinder außerdem eine Rallye über das gesamte Schiff, bei der es viel Spannendes zu entdecken gibt. Wer alle theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden hat, wird mit einem Heuervertrag in die Mannschaft der „GERA“ aufgenommen.

Bei dem Fischereimotorschiff „GERA“ handelt es sich um den letzten erhaltenen Seitentrawler in Deutschland. Die Besucherinnen und Besucher können sich bei einem Gang über und unter Deck einen Eindruck über die Wohn- und Arbeitssituation der Mannschaft an Bord verschaffen. Die Schlafräume, der Sanitätsraum, die Kombüse und die Messe erzählen vom Alltag an Bord eines Hochseefischereifahrzeuges.

Bremerhaven muss Urlauber als Gesamtkunstwerk anlocken

Sein Wunschtraum dürfte während seiner Amtszeit kaum in Erfüllung gehen. Dass er die Zahl der Übernachtungen von Bremerhaven-Besuchern gleich in einer dreistelligen Quote steigern kann, also um mehr als 100 Prozent – daran glaubt der neue Tourismuschef Raymond Kiesbye selbst nicht. „Aber träumen wird man ja dürfen“, sinnierte er beim „Talk maritim“ des Presseklubs Bremerhaven-Unterweser bei Radio Weser.TV im „Capitol“. Dennoch hat er sich viel vorgenommen, um das touristische „Gesamtkunstwerk Bremerhaven“ (Kiesbye) erfolgreich zu vermarkten. An Details wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet.

Seit Anfang März amtiert der neue „Kapitän der Bremerhaven-Touristik“, wie ihn die Presseklub-Moderatorin Anke Breitlauch beim Interview vorstellte. Wenn die unternehmensrechtliche Struktur steht, will die Stadt Tourismus, Stadtmarketing und das Veranstaltungsgeschäft der Stadthalle in einer neuen Gesellschaft mit Kiesbye an der Spitze zusammenführen. Vordringliche Aufgabe wird es dann sein, ein umfassendes Tourismus- und Marketingkonzept zu präsentieren.

Der Neu-Bremerhavener, zuvor fünf Jahre lang in gleicher Funktion in Wilhelmshaven tätig, sieht in der Seestadt große Möglichkeiten für einen touristischen Aufschwung. Mit seinen zahlreichen Attraktionen spiele Bremerhaven in einer Liga, zu der in der Region nur noch Bremen gehöre. Mit ihrem maritimen Flair habe die Seestadt eine Alleinstellung. „Wir bieten alles, was mit Wasser zu tun hat“, so der Tourismuschef. „Und das müssen wir den Süßwassermatrosen im Binnenland immer wieder vor Augen führen.“

In der Vermarktungsstrategie würden zwar die Havenwelten in der Stadtmitte die wichtigste Rolle spielen. Dennoch müssten auch die anderen Stadtteile und das Schaufenster Fischereihafen eingebunden und mit den Havenwelten stärker verknüpft werden. Kiesbye: „Bremerhaven ist als Ganzes zu sehen, in dem es viel zu entdecken gibt.“ Dabei setzt er besonders auf die Tagesgäste („Wer aus Hannover anreist, bleibt in der Regel nicht über Nacht“), die 2012 in der Besucherstatistik den vierprozentigen Rückgang an Übernachtungen ausgeglichen hätten.

Angebotspakete sollen auch für die Kreuzfahrt-Passagiere an der Columbuskaje geschnürt werden, die von Bremerhaven an- und abreisen oder die Stadt beim Tagesausflug kennenlernen wollen. Auch völlig neue Zielgruppen peilt der Tourismuschef an: „Der neueste Trend bei der weltgrößten Branchenmesse ITB in Berlin ging beispielsweise zu speziellen Angeboten für Großeltern mit Enkelkindern oder zu Gruppenreisen für alleinstehende Frauen.“

Da viele Touristen Bremerhaven während ihres Urlaubs im Cuxland und der Wesermarsch als attraktives Ziel ansteuern, will Kiesbye die ohnehin bereits erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Umland weiter vertiefen. So könne die gemeinsame Küstenkarte mit Vergünstigungen in den Partnerorten ausgebaut werden. Eine Idee, die bei der Kurdirektorin des Landes Wursten, Sandra Langheim, auf ungeteilte Zustimmung stieß. „Für Urlauber sind Landes- und Gemeindegrenzen völlig egal, deshalb müssen wir ihnen gemeinsam Attraktives bieten“, betonte sie im Gespräch mit Co-Moderator Herbert Klonus vom Presseklub.

Auch der langjährige Bereichsleiter der Bremerhaven-Touristik in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS, Jochem Schöttler, bestätigte auf dem Podium, dass Bremerhaven als Oberzentrum „völlig reibungslos“ mit den Urlaubsorten auf beiden Seiten der Weser zusammenarbeite. „Das gilt jedenfalls auf Gemeindeebene“, schränkte er ein. „Auf Verwaltungsebene ist allerdings noch deutlich mehr zu machen.“

Schon jetzt hätten die Tourismusexperten aus Stadt und Land das gemeinsame Ziel der Sail 2015 im Auge, bei dem sich die Kooperation wieder bewähren werde. Die Besucher erwarteten beim Windjammerfestival „100 Programmpunkte zu Lande, zu Wasser und in der Luft“, kündigte Organisator Heino Tietjen an. Die Einlaufparade am ersten Sail-Tag werde 2015 wesentlich größer als 2010 ausfallen, da mehr Segelschiffe aus Mittel- und Südamerika vertreten seien.

Tietjen, Bereichsleiter Bremerhaven-Werbung der BIS, verhehlte im Gespräch mit den beiden Moderatoren nicht seine Freude, dass die endlose Hängepartie bei der Besetzung des Tourismus-Chefpostens zu Ende sei. Und sein Kollege Schöttler ergänzte: „Das war eine vierjährige Durststrecke, nachdem Hennig Goes nach jahrzehntelanger Arbeit in den Ruhestand gegangen war.“

Drei Tage lang zu Pfingsten Musik, Maritimes, Sportliches & Co.

Das „Deichspektakel“ präsentiert vom 18. – 20. Mai neue Höhepunkte der „Havenwelten“ – „Klassik an der Kaje“ mit dem Johann-Strauss-Orchester aus Hannover

Bremerhavens Schokoladenseite bekommt zu Pfingsten ihr Sahnehäubchen. 800 Meter neue Deichpromenade, ein neuer Willy-Brandt-Platz mit Seebäderkaje und ein schickes Weser-Strandbad feiern vom 18. – 20. Mai 2013 glanzvolle Premiere. „Deichspektakel“ nennt das BIS Büro Bremerhaven-Werbung die Superparty für die ganze Familie und liefert ein Programm, das zu Pfingsten nur eine Antwort kennen kann: Auf nach Bremerhaven in die „Havenwelten“!

Es gehört zu den Herausforderungen der Bremerhaven-Werbung, dass sie Altbewährtes immer wieder neu erfindet. Bekanntes erscheint ganz neu. Maritimes hat immer wieder Saison. Und Unterhaltung mit Musik, Spiel, Information, Faszination und Spaß präsentiert sich mit immer neuen Facetten. „Das große Deichspektakel“ kann auf den Zusatz groß verzichten. Es überzeugt allein durch Vielfalt und die Aufzählung von kreativen, phantasievollen Einzelaktionen an allen drei Pfingst-Tagen von Samstag bis Montag. Die Havenwelten Bremerhaven haben endgültig ihr Profil gefunden und stellen sich als neuer maritimer Stadtteil jetzt auch mit Deich, Strandbad und neuem Platz an der Seebäderkaje vor, die dem Tourismusareal ein weiteres sommerliches Zentrum geben.

Diesmal steht die Weser im Mittelpunkt. Und natürlich gehören dazu auch wieder Schiffe. Nicht im Hafen, sondern an der Seebäderkaje: Das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ liegt dort, Bremerhavens Bark „Alexander von Humboldt II“ an der Pontonanlage außen und die beiden Hansekoggen aus Bremerhaven und Bremen innen. Ein Schlepper-Ballett auf der Weser, Sportboote auch und jede Menge maritimer Pfingstverkehr.

Ansonsten aber hat sich das BIS Büro Bremerhaven-Werbung darauf konzentriert, zu beweisen, dass es sich auch an Land gut auskennt und hat seinen 1000er-Club wieder aktiviert, mit dem 43 Unternehmen (sie haben jeweils 1.000 Euro in bar oder als Sachleistung gespendet) zum dritten Mal die Seestadt musikalisch erklingen lassen: Auf der Seebäderkaje gibt es am Samstag, den 18. Mai um 20 Uhr, ein Konzert mit dem Johann-Strauss-Orchester aus Hannover unter der Leitung von Istvan Szentpali – Walzer, Operette, Arien. Es ist Musik, die gute Laune macht und zum Träumen und Tanzen einlädt. Eine riesige 14 x 10 Meter große Konzertbühne ist der Platz für 45 Musiker und Gesangssolisten. Und davor ist Platz für 1.000 Besucher, die auf bequemen Konzertstühlen Musik und Stimmung genießen können.

Zuvor aber geht es schon um 9.30 Uhr auf der Seebäderkaje mit dem Programm los: „Bürgerfrühstück“ steht auf dem Programm – eine Einladung der Bäckerei „Die Havenbecker“ für 1.200 Mit-Frühstücker. Mittags um 11 Uhr haben dann Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ihren offiziellen Auftritt. Sie eröffnen das „Deichspektakel“ und mit den Durchtrennen eines rot-weißen Bandes auch gleichzeitig die 800 Meter lange Deichpromenade. Die Seestadt profitiert hier vom Klimawandel, der eine deutliche Erhöhung des Weserdeichs notwendig machte und der Seestadt endlich eine komfortable Doppel-Promenade oben und unten beschert, die künftig noch mehr Besucher an die Schokoladenseite der Havenwelten Bremerhaven locken wird.

Dazu gibt es dann die zum Anlass passende kräftige und mitreißende Musik von „Onkel Wilhelms Jazzkapelle“ aus Herford, während fast gleichzeitig am Südende der Promenade sich das Weser-Strandbad im neuen Outfit vorstellt – zu Pfingsten vor allem als Mekka der Kinder. Sandburgen bauen, Pirat sein, auf Schatzsuche gehen oder einfach nur genießen und spielen. Und natürlich gibt es für die Kinder – zum Beispiel für die schönste Strandburg – auch etwas zu gewinnen.

Am Pfingst-Samstagabend um 19 Uhr gibt es dann für Wirtschaftssenator Martin Günthner und Oberbürgermeister Melf Grantz noch einmal etwas zu eröffnen. Mit einer „Beachparty“ feiert das neue Weser-Strandbad Premiere, und das Publikum kann samt Prominenz mit dem Schlagerstar Tim Toupet seinen Hit singen „Du hast die Haare schön…“.

Der Pfingstsonntag beginnt, wie der Samstag geendet hat: Mit Musik um 11 Uhr zum Frühschoppen und der holländischen Marching-Band „N Moal Wat Aans“. Selbstverständlich gehören (von 14 – 16 Uhr) an der Küste auch die „Melodien der Meere“ mit vier Shanty- und Seemannschören aus Kampen, Herford, Mahndorf und Bremerhaven dazu. Und, um bei der Musik zu bleiben: Um 20 Uhr steht die Schweizer Pop- und Soulsängerin Stefanie Heinzmann auf der Bühne – ein Konzert, das gemeinsam mit der Stadthalle Bremerhaven organisiert wird.

Etwas Besonderes hat sich die Bremerhaven-Werbung mit ihren Partnern Nordsee-Zeitung, Radio Bremen, Sonntagsjournal und bremerhaven.de ausgedacht: „Picknick + Comedy“ ab 11 Uhr auf der Deichpromenade. Stelzenläufer, Zauberer, Jongleure, Feuerspucker oder Brass Bands.

Und dazu gibt es ein Picknick-Gewinnspiel: 80 prall gefüllte Picknick-Rucksäcke mit Geschirr, Besteck, Wolldecke und leckerem Inhalt. Und wer nicht zu den glücklichen Gewinnern gehört, kann (auch schon vorher) für 39,90 Euro einen dieser besonderen Rucksäcke, die es in sich haben, bei der Bremerhaven-Werbung vorbestellen.

Und nicht zu vergessen: Den ganzen Tag über ab 11 Uhr gehört das neue Weser-Strandbad vor allem wieder den Kindern mit vielen Spiel-Überraschungen. Außerdem geht es sportlich zu mit den „Deichspektakel“-Partnern Decathlon, Kreisfußballverband und den Tuspo Surheide bei einem Beach-Fußballturnier.

Die Highlights am Pfingstsonntag, den 19. Mai, aber kommen noch: Bis zu 800 Radfahrer erwartet „Deichspektakel“-Organisator Heino Tietjen gegen 14 Uhr beim Deutschen Schiffahrtsmuseum. Es sind die Teilnehmer einer Sternfahrt, die aus Richtung Cuxhaven, Bremervörde, Gnarrenburg, Ritterhude, Wilhelmshaven und Elsfleth in Bremerhaven zusammenkommen. Zur Belohnung ihrer sportlichen Leistung bekommen sie von Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz eine „Havenwelten“-Klingel, die alle bei einer gemeinsamen Fahrt über die neue Strandpromenade gleich bei einem Klingelkonzert ausprobieren können mit musikalischer Unterstützung der Band aus den Radfahrerland Holland: „N Moal Wat Aans“.

Wem Radfahren nicht liegt: Um 14 Uhr gibt es zudem ein besonderes Oldtimer-Treffen mit Fahrrädern, Caravans und Autos, das der Porsche Club Bremerhaven mit Volker Mittag organisiert.

Aber keine Großveranstaltung ohne Höhenfeuerwerk. Das wird fast den ganzen Tag zum Zuschauen schon im Weser-Strandbad von Feuerwerks-Profis aufgebaut und um 22 Uhr -praktisch zum Abschluss des Konzerts von Stefanie Heinzmann – gezündet.

Der Pfingst-Montag ist das Finale für das „Deichspektakel“, aber auch gleichzeitig der Abschluss des 30. Frühlingsfestes, das traditionell über Pfingsten im Bereich Deutsches Schiffahrtsmuseum und Mediterraneo stattfindet. So auch in diesem Jahr vom 18.- 20. Mai.

Aber auch am Pfingst-Montag gibt es Programm an allen Bereichen vor und hinter dem Deich, vom Weser-Strandbad ab 11 Uhr vor allem für die Kinder, auf der Promenade und auf dem Willy-Brandt-Platz zum Beispiel um 13 Uhr mit dem „Blancke Trio“ aus Bremerhaven, „De Beekscheepers“ aus Scheeßel, den „Heidjer Dörpsmuskanten“, Daniel Blancke & Tobias Döll, sowie „Bremerhavens Segelmacher“. „Für jeden wat – Hoch und Platt“ heißt das Programm für einen stimmungsvollen Nachmittag mit Musik, Folklore und Tanz aus dem Norden.

ExtraTour durch das Historische Museum Bremerhaven am Ostersonntag

Am Sonntag, den 31. März 2013 um 15.00 Uhr bietet das Historische Museum Bremerhaven eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung an. Dazu sind große und kleine Besucher herzlich eingeladen.

Der Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen gibt einen unterhaltsamen Einblick in die spannende Bremerhavener Stadtgeschichte. Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren gibt es vieles zu entdecken: Warum wurde Bremerhaven 1827 an der Geestemündung gegründet? Wie sah das historische „Laptop“ von Bürgermeister Smidt aus, das er auf seinen Reisen mit sich führte? Warum brauchte der holländische Hafenbaudirektor Jacobus Johannes van Ronzelen einen riesengroßen Schrank?

In den Schwerpunktabteilungen werden die für die Seestadt typischen Arbeitsbereiche Hochseefischerei und Fischwirtschaft, Hafenarbeit sowie Werften und Schiffbau anschaulich erläutert. Anschauliche Rekonstruktionen wie etwa eine historische Werft, ein Werftarbeiterhaus, eine Hafenkneipe, ein Luftschutzkeller und eine Notunterkunft lassen die Vergangenheit während des Rundgangs lebendig werden. Einzelne Exponate werden dabei im Betrieb vorgeführt, z. B. die Dampf- und die Kältemaschine sowie ein Polyphon. So wird die Reise in die Bremerhavener Vergangenheit auch für Kinder und Jugendliche zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Hedi Sonnenberg ist freie Mitarbeiterin am Historischen Museum Bremerhaven. Die Teilnahme an der ExtraTour ist im Museumseintritt enthalten. An allen Osterfeiertagen hat das Historische Museum Bremerhaven von 10 bis 18 Uhr geöffnet.