Archiv der Kategorie: Cuxhaven – Cuxland

Industriekultur am Wasser in Cuxhaven und Umgebung

In Cuxhaven werden wieder die beliebten geführten Touren zu Fuß und auf dem Fahrrad entlang der Fi-schereihäfen, dem Amerika-Hafen, dem Schleusenpriel mit Werften und Yachthafen sowie dem Arbeitsha-fen angeboten. Zur Stärkung können Krabben gepuhlt werden. Die Touren beginnen jeweils um 13.00 Uhr. Anmeldungen unter galerie-ae@gmx.de.

Das Wrack- und Fischereimuseum „Windstärke 10“ erzählt von dramatischen Unglücken auf See und der harten Arbeit der Hochseefischer. Spannende Führungen durch das Museum finden statt und für Kinder gibt es mit „Seestern & Co“ Bastelaktionen zu maritimen Themen.

Die Hapag-Hallen sind ein historischer Bahnhof für Schiffspassagiere. Jeweils um 10:30 Uhr dreht sich bei den Führungen durch die Hallen alles um Auswanderung und Passagierverkehr von Cuxhaven nach New York.

Das Semaphor an der Alten Liebe ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem Funkverkehr: Wetterdaten wer-den damit optisch übermittelt. Tafeln an dem Windanzeiger informieren über den Gebrauch.
Gleich nebenan liegt das Feuerschiff „Elbe 1“. Feuerschiffe dienen als schwimmende Leuchttürme der Navi-gation. Ein auffälliges Äußeres gehört ebenso dazu wie ein Leuchtfeuer. An den Tagen der Industriekultur lädt die Crew der „Elbe 1“ zum Open Ship und zu Führungen über das Schiff ein.

Mit dem gewachsenen Schiffsverkehr nach Hamburg wurden um 1900 Dutzende von Leuchttürmen an der Unterelbe gebaut, so auch die „Dicke Berta“. Der Leuchtturm der von 1897 bis 1983 in Dienst war, kann bestiegen werden, Führungen werden angeboten. Der Leuchtturm Obereversand, an der Wurster Nordsee-küste zählt mit seiner Form sicher zu den skurrilsten Leuchttürmen in Deutschland. Die Ausstellung im ehe-maligen Oberfeuer gewährt einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt der Leuchtfeuerwärter im ausge-henden 19. Jahrhundert. Führungen durch den Turm finden statt. Der ewige Kampf mit den Naturgewalten des Meeres ist auch Thema des Deichmuseums Land Wursten, das die mehr als 1000jährige Geschichte des norddeutschen Deichbaus anschaulich präsentiert. Am 17. Juni um 14:00 Uhr gibt es eine ausführliche Füh-rung zu dem Thema.

In Otterndorf besticht das 1929 gebaute Schöpfwerk durch seine Industrieästhetik. Die Pumpe zählt bis heute zu den größten Europas. Damit sorgt sie in dem niedrigen Marschland, das häufig unter Wasser stehen kann, für nutzbares Land. Pro Sekunde können 24 Kubikmeter Wasser um 1,60 Meter in die Höhe gefördert wer-den. Angetrieben wird die Anlage von Elektromotoren, die 1996 veraltete Dieselmotoren ersetzten. Das Werk kann besichtigt werden und mehrmals täglich finden Erläuterungen zum Thema Entwässerung statt.

Ein Stück weiter elbaufwärts liegt Freiburg an der Elbe. Ein Neuling bei den Tagen der Industriekultur. Merken Sie sich den 17. Juni um 17.00 Uhr vor. Nach einem geführten Rundgang durch den Freiburger Hafen, gibt es eine Ausfahrt auf einem historischen Pfahlewer und der abschließende Besuch der traditionellen Bootwerft Hatecke zeigt, dass für den Betrieb in 5. Generation, vieles im Arbeitsalltag gleich geblieben ist. Holz und Gezeiten prägen seit mehr als 155 Jahren das Werftleben.

Neu dabei ist auch die Elbfähre Glückstadt/Wischhafen. Die Fährfahrt zwischen Wischhafen und Glückstadt ist die leistungsfähigste innerdeutsche Fährverbindung. Bis zu vier Schiffe pendeln hier über den Fluss. Neben dem üblichen Fährbetrieb wird am 18. Juni, jeweils um 14.00 und um 16:30 Uhr, die „Kehdinger Fährfahrt“ angeboten. Während der Kapitän die großen und kleinen Pötte und die Seezeichen erklärt, genießen Sie die Fährfahrt auf dem Weltschifffahrtsweg Elbe. In Wischhafen lohnt auch ein Besuch im Kehdinger Küstenschiffahrtsmuseum, das die fast 175jährige Hafengeschichte Wischhafens veranschaulicht und aktuell in seinen Sonderausstellungen an die Weihnachtsflut vor 300 Jahren erinnert und das allgemeine Wörterbuch der Marine von 1798 erklärt. Im Hafen liegt das Küstenmotorschiff „Iris-Jörg“. Die ehrenamtliche Mann-schaft lädt zur Besichtigung des Schiffes ein.

Die 1909 in Betrieb genommene Schwebefähre Osten-Hemmoor ist, mit ihrem 38 Meter hohen Portal aus Stahlfachwerk, das markanteste Bauwerk im Elbe-Weser-Dreieck. Während Sie „wie zu Kaisers Zeiten“ schweben, wird die Geschichte der Schwebefähre erläutert. Ganz in der Nähe lädt das Deutsche Zementmu-seum Hemmoor zu einem Besuch ein. Das Zementwerk in Hemmoor war lange Zeit die größte Fabrik im Elbe-Weser-Dreieck. 1905 waren hier 2.000 Menschen beschäftigt. Die angebotenen Führungen beschäftigen sich mit Entstehung, Blütezeit und Ende des Zementwerks sowie dem Außengelände der Fabrik. Darüber hinaus gibt es jeweils um 15:00 Uhr Führungen zu Fossilien der Kreide- und Steinzeit.

Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel

„Das sind gute Nachrichten für die Region und das Land“, mit diesen Worten hat heute Verkehrsstaatssekretärin Daniela Behrens des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die geplante Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel gewürdigt. Daniela Behrens stellte das Projekt heute gemeinsam mit Vertretern der Reederei, der Städte Cuxhaven und Brunsbüttel sowie Niedersachsen Ports (NPorts) in Cuxhaven vor. Demnach wird die Firma ELB-LINK Reederei GmbH mit Sitz in Cuxhaven bereits im zweiten Halbjahr 2015 die Fährverbindung zwischen den beiden Elbhäfen aufnehmen.

Staatsekretärin Behrens zeigte sich sehr erfreut über die Wiederaufnahme der Fährverbindung. „Ziel dieser Landesregierung ist es, möglichst viel Güterverkehr von der Straße auf andere Verkehrsträger zu bringen. Die Wiederbelebung der Fährverbindung Cuxhaven – Brunsbüttel stand ganz weit oben auf unserer politischen Agenda und war fest im Koalitionsvertrag verankert. Ich freue mich deshalb sehr, dass es uns gelungen ist, einen Betreiber zu finden, der mit modernen Fährschiffen den Betrieb zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein aufnehmen möchte. Die Verbindung der beiden Städte Cuxhaven und Brunsbüttel über die Elbe weist eine lange Tradition auf, jetzt wird diese Tradition fortgesetzt. Die Schiffsverbindung wird zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Hamburg beitragen, die bereits bestehende Fährverbindung zwischen Glückstadt und Wischhafen deutlich entlasten und den Tourismus an der Nordseeküste bereichern.“

Verkehrsstaatssekretärin Behrens dankte der Landesregierung in Schleswig-Holstein, den Städten Cuxhaven und Brunsbüttel sowie NPorts und der Cuxport GmbH für die Kooperation und Unterstützung des Projekts. Dem neuen Fährbetreiber wünschte sie einen guten Start und einen sicheren Fährbetrieb.

„Mit der Fährverbindung wird eine moderne und umweltfreundliche Verkehrstrasse geschaffen, die den Güter- und Personenverkehr entlastet, die regionale Wirtschaft auf beiden Seiten der Elbmündung fördert und zwei der schönsten Urlaubsregionen an der deutschen Nordseeküste in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verbindet. Wir sind sehr zufrieden, dass es uns mit gemeinsamer Kraft und Anstrengung gelungen ist, das Projekt zu realisieren“, so das Fazit von Staatssekretärin Behrens im Rahmen der Vorstellung des Projekts in Cuxhaven.

Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele werde die neue Fährlinie in den nächsten Jahren insbesondere einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der A 7 während der umfangreichen Ausbauarbeiten leisten. Und mit Blick auf den geplanten Elbtunnel zwischen beiden Ländern im Verlauf der A 20 sagte Nägele: „Zwar kann eine Fähre niemals diesen großen Autobahn-Brückenschlag ersetzen, aber sie ist immerhin schon mal ein willkommener Vorbote, der Schleswig-Holstein und Niedersachsen schon ab heute ein erhebliches Stück enger zusammen wachsen lässt.“

Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat die Wiederaufnahme der Fährverbindung maßgeblich vorangetrieben. Zuvor hatten zwei Studien den Bedarf und die Rentabilität einer Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel gezeigt. So ergab eine im Jahr 2013 veröffentlichte Verkehrsuntersuchung ein Transportpotenzial von 265.000 Pkw, 48.000 Lkw und 625.000 Passagieren pro Jahr, Tendenz steigend. Es folgte 2014 ein vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten, das die Marktanforderungen an das Fährkonzept analysierte. Ergebnis: Bei einer hohen Auslastung und einer guten Taktung ist ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Das Land führte danach zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaftsfördergesellschaften sowie möglichen Anbietern. Darüber hinaus hat sich das Wirtschaftsministerium bereit erklärt, den vorhandenen Fähranleger für das Handling der Fährschiffe zu ertüchtigen.

Daniela Behrens: „Wir sprechen hier von einem anspruchsvollen Fährkonzept, das wir aber gerne unterstützen. Die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts wird in den nächsten Wochen die Verkehrsflächen am Steubenhöft herrichten, um eine problemlose Abfertigung des Verkehrs zu gewährleisten. Darüber hinaus werden fünf Dalben gerammt, um ein sicheres Anlegen der Fährschiffe sicherzustellen. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund zwei Mio. Euro.“

Abfahrtstelle auf niedersächsischer Seite wird das Steubenhöft in Cuxhaven sein. NPorts überlässt der ELB-LINK Reederei die erforderlichen Flächen am Steubenhöft zur Nutzung und wird die notwendigen Umbaumaßnahmen am Liegeplatz vornehmen. Die Reederei plant derzeit, zwei moderne Doppelendfähren mit 1,5stündigen Abfahrten 12mal täglich von jedem Hafen einzusetzen. Die Fähren sind für eine maximale Auslastung von jeweils 160 PKW (oder 16 Lastzüge und 60 PKW) und 600 Personen konzipiert. Die reine Fahrzeit wird etwa 70 Minuten betragen. Im Jahr 2016 soll ein weiteres Schiff eingesetzt werden, um die Anzahl der Abfahrten zu erhöhen.

Bereits im 18. Jahrhundert soll es zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel einen Fährbetrieb gegeben haben. Der letzte regelmäßig stattfindende Fährverkehr zwischen den beiden Städten endete 2001.

Museumserlebnis „Windstärke 10“ in Cuxhaven

Auf Tauchgang gehen, ohne nass zu werden, ist nur eines der Highlights im neuen Cuxhavener Museum „Windstärke 10“. Am 5. Dezember 2013 wird das Wrack- und Fischereimuseum im Hafengebiet der Stadt an der Elbmündung eröffnet. Zwei historische Fischpackhallen bilden zusammen mit einer modernen Halle den authentischen Rahmen für die Ausstellung rund um die Extreme der Seefahrt.

Kochende Seen und haushohe Wellen: Bei zehn Windstärken wird die Nordsee zum Hexenkessel mit vielen Gefahren für Schiff und Besatzung. Über die Risiken auf See, Schiffbruch, Wracks und den Kampf ums Überleben, aber auch über die Arbeit in der Hochseefischerei informiert das neue Museum auf knapp 4.000 Quadratmetern Fläche. Dabei können die Besucher die harten Bedingungen der Seefahrt hautnah erleben. Zum Beispiel beim Anheuern auf einem Fischtrawler, auf einer Fangfahrt nach Island oder beim Tauchen auf den Grund der Nordsee, wobei mithilfe einer Lichtinstallation das Gefühl vermittelt wird, tatsächlich unter Wasser zu sein.

Großformatige Fotos, Filme und Hörstationen, aber auch zahlreiche interaktive Bereiche und naturgetreue Inszenierungen sollen realitätsnahe Bilder und umfassende Informationen vermitteln. Für kleine Besucher gibt es einen Spielbereich mit einem „Forscher-U-Boot“.

Das Museum ist ebenerdig und kann auch von Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten in Form von Schiffsbänken bieten Gelegenheit für Pausen.

Weitere Informationen:
„Windstärke 10“, Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven, Ohlroggestraße 1, 27472 Cuxhaven, www.windstaerke10.net
Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10–18 Uhr; November bis März Di–So 10–17 Uhr; 24.–26.12, 31.12.–01.01. geschlossen
Eintritt: Erwachsene zahlen 9,50 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 19 Euro. Führungen finden nach Anmeldung statt.

Schauplatz Wattenmeer: Duhner Wattrennen 2013

Am 18. August 2013 findet in Cuxhaven das weltweit einzige Pferderennen auf dem Meeresgrund statt.

Egal ob es regnet oder die Sonne scheint: Eine Schlammschlacht ist das Duhner Wattrennen auf jeden Fall. Denn das außergewöhnliche Pferderennen wird auf dem trocken gefallenen Meeresgrund abgehalten.

Sobald Meeresgott Neptun und sein Gefolge in ihrer feierlichen Zeremonie den Wattboden freigegeben haben, starten die Rennen, deren Zeitplan sich einzig nach der Tide richtet. In diesem Jahr findet das Duhner Wattrennen am Sonntag, den 18. August statt. Bei der seit 1902 im Wattenmeer vor Cuxhaven-Duhnen ausgetragenen skurrilen Veranstaltung kämpfen in insgesamt zwölf Trab- und Galopprennen mehr als 150 Reiter um Sieg, Ehre und Geld. Zuschauer können vom Deich aus oder direkt am Strand das feuchte Rennspektakel hautnah miterleben und dabei auch Wetten abschließen. Dafür stehen die mobilen Totalisatoren am Duhner Strand bereit. Nach jedem Rennen werden die Sieger geehrt. In den Rennpausen gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Fallschirmsprüngen, Flugvorführungen und viel Musik.

Per Park-and-Ride-System werden die Zuschauer mit Bussen zur Veranstaltung transportiert.

Nordseeheilbad Cuxhaven: Gesund mit Meerwasser, Salz, Algen

Direkt am Weltnaturerbe Wattenmeer liegt das Thalassozentrum ahoi! im Kurteil Duhnen von
Cuxhaven. Hier gibt es vielfältige Thalasso- und Wellnessangebote auf Meerwasserbasis wie
Meeresschlick- und Algenpackungen, Meerwasser-Inhalationen und Salzwassermilchbäder.
Abwechslungsreiche Wohlfühlpakete wie „Entspannen und Genießen“, „Nehmen Sie Meer!“,
das „Cleopatra-Bad“, der „Ladies Tag“ und der „Wellnesstag für Ihn“ sowie „Hot Chocolate“
und „Hot Stone“ oder das „Vital-Bad“ bieten Ruhe und Entspannung. Mit einem weiten Blick
auf das Wattenmeer und den Strand genießen die Gäste hier die abwechslungseiche Badeund
Saunalandschaft oder das Dampfbad. Vom Wellenspaß über den Hot-Whirlpool bis hin
zur Riesenrutsche kann man sich dort tummeln, ob allein, zu zweit oder mit der ganzen
Familie. Weitere Informationen Thalassozentrum ahoi! gibt es unter
www.genießen-sie-sich.de.

Duhner Wattrennen

Eine ganz außergewöhnliche Pferdesportveranstaltung ist das Duhner Wattrennen, das am 15. Juli 2012 auf dem Meeresgrund vor dem Nordseebad Duhnen bei Cuxhaven ausgetragen wird. Bereits seit 1902 starten Traber und Galopper bei dem Pferderennen im Wattenmeer, das einmalig auf der Welt ist. Das Wasser spritzt, der Boden fliegt durch die Luft und Reiter und Pferd sehen selten am Ziel noch so aus wie am Start. Besucher können auf Sieg oder Platzierung seines persönlichen Favoriten setzen, um ihre Urlaubskasse aufzubessern. Zahlreiche Musikgruppen und viel Abwechslung auf dem Festgelände garnieren den traditionellen Saisonhöhepunkt im Kurteil Duhnen.