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Die Halligen im Wattenmeer

Hinter dem Deich ist noch nicht Schluss, hinter dem Deich liegen das Wattenmeer und die wundersame Welt der Halligen – weltweit einzigartig. Diese Halligen sind kleine Flecken Land in der Nordsee im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (gehören allerdings nicht zum eigentlichen Schutzgebiet). Weit weg vom Rest der Welt und drum herum Naturschönheiten, die ihresgleichen suchen. Und das Watt selbst ist ein Raum des Wandels und des Übergangs; amphibisch – nicht mehr Land, noch nicht Meer. Vielfältig, faszinierend und ein Freiraum, um Neues und Spannendes zu entdecken und zu genießen. Mit allen Sinnen Natur erleben. Nicht nur mittendrin sein, sondern auch mit ihrem Rhythmus leben: Das bieten Halligen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – und die Nationalpark-Partner dort heißen Sie herzlich willkommen!

Die Reise kann gut in Breklum nahe Bredstedt beginnen. Vor den Halligen und schon abseits vom alltäglichen Getöse liegt das Christian Jensen Kolleg, ein ökumenisches Tagungszentrum. In den schönen Zimmern, modern und in nordischer Klarheit eingerichtet, kann jeder Gast übernachten, auch ohne Kolleg-Programm. Es ist ein schöner Ort, um in Richtung UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und auf die Halligen zu starten. Es gibt – und das ist eine angenehme Ausnahme – keine Fernsehgeräte auf den Zimmern, dafür einen Park zum Spazierengehen. Das Kolleg ist auch ein Ort zum „Runterkommen“, ein Platz, so Geschäftsführer Stefan Schütt, um „…für die Seele Sorge zu tragen“.

Das Christian Jensen Kolleg ist Nationalpark-Partner und in bester Gesellschaft. Von hier aus kann es also losgehen. Zum Beispiel mit der Nationalpark-Watt- und Gästeführerin Christine Dethleffsen zur Hallig Südfall. Oder zur Hamburger Hallig radeln und dort hervorragend essen. Oder von Schlüttsiel aus mit Kapitän Petersen ins Wattenmeer und zu den Halligen fahren. Nach einer Nacht im Kolleg ist man entschleunigt, frei vom Getöse und bereit für diese Reise. (www.christianjensenkolleg.de)

Nationalpark-Watt- und Gästeführerin Christine Dethleffsen sammelt die Gruppe auf dem Deich von Fuhlehörn / Nordstrand. Sieben Kilometer weiter westlich schimmert die Hallig Südfall im Wattenmeer, das Ziel der heutigen Tour. Die Menschen marschieren dem ablaufenden Wasser hinterher. Links ist im Dunst die Halbinsel Eiderstedt zu erkennen. Zweieinhalb Stunden dauert der Gang über den Meeresboden – und führt entlang einer sagenhaften Siedlung, einst Rungholt genannt. Untergegangen in einer mörderischen Orkanflut vor sieben Jahrhunderten und noch heute seltsam lebendig, wenn man den Geschichten von Nationalpark-Partnerin Christine Dethleffsen lauscht und auf die Zeugnisse dieses untergangenen Landes achtet.

Noch immer eilt das Wasser in den Prielen des Wattenmeeres der Nordsee mit seltsam starkem Zug hinterher, „…bei Flut steht das Wasser hier zwei Meter hoch.“ Es ist ein schaurig-schönes Gefühl, dort unterwegs zu sein, wo der Mensch eigentlich nicht hingehört. Eine Ödnis auf den ersten Blick, tatsächlich jedoch einer der produktivsten Lebensräume der Erde. Christine Dethleffsen möchte auch das Kleine zeigen auf dieser Tour. Keine Frage, Robben und Seehunde sind schön und spektakulär, sind Sympathieträger, auch deshalb kommen Besucher in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Und der Wattwurm, der Krebs? „…sind genauso wichtig. Und sicher nicht weniger interessant. Ich möchte euch auf dieser Tour auch die so genannten Small Five zeigen, wir nennen sie so nach dem Vorbild der berühmten Big Five der Safaris.“

Sagt es und hebt was auf. Als da wären: die Kleinen auf der großen Bühne – Krabbe und Krebs, Wattwurm und Wattschnecke, die Herzmuschel. Christine Dethleffsen erklärt und das macht neugierig. „Ich möchte meine Gäste sensibilisieren für das vermeintlich Unspektakuläre. Alles ist interessant!“ Ganz sicher ist es das, wenn Experten wie die Nationalpark-Partner hinführen. Sie sammelt die Gruppe kurz vor der Hallig eng zusammen. „So, und jetzt gehen wir hier schnell durch und trödeln nicht ´rum. In der Wiese leben Regenpfeifer und Seeschwalben – da müssen wir nicht unnötig stören.“ Und schließlich warten Gunda und Gonne Erichsen, die beiden Halligwarte und einzigen Bewohner, schon mit Kaffee und Kuchen.

Die Sommerabende an der Nordsee sind lang und die Gruppe macht sich auf den Heimweg. „Das ist meine liebste Zeit“, sagt Christine Dethleffsen, „alles wird ruhig im Watt und die Sonne zaubert ein sanftes, warmes Licht. Am schönsten sind die Wattführungen mit Sonnenuntergang – dann sind wir auch ganz allein im Watt.“ Ein tiefer Frieden, eine umarmende Stille. „Seid mal still und macht die Augen zu. Was hört ihr? Was riecht ihr?“ Es gibt nur eine Möglichkeit, dies herauszufinden: man muss hin in diesen großen, weiten Raum, sich öffnen und entdecken. (www.watt-wandern.de)

Entdecken lässt sich diese Nationalparkregion auch kulinarisch – also mit allen Sinnen erleben. Mit dem Fahrrad kann man von Nordstrand prima nach Norden radeln, vom Deich reicht der Blick weit hinaus auf das Wattenmeer, über die See. Der Wind weht den Geruch von Schafen, Wiese und Nordsee vorüber. Dann ist der Abzweig zur Hamburger Hallig erreicht. Der Weg führt hinunter in die Salzwiese und vier Kilometer weit in die scheinbare Unendlichkeit. Am Ende des Weges erhebt sich ein reetgedecktes Haus, strahlt mit weißgekalkten Wänden vor dem Sommerhimmel. Eine Parade Fahrräder lehnt am Geländer, Besteck klappert, verhaltenes Stimmengewirr. Willkommen auf der Hamburger Hallig, willkommen im „Hallig-Krog“.

Die Anfahrt hierher lohnt sich nicht nur wegen der Natur oder der einzigartigen Lage im Weltnaturerbe Wattenmeer, der „Hallig-Krog“ selbst ist einen Ausflug wert. Erik Brack, im wahren Wortsinn ausgezeichneter Koch und neugierig dazu, arbeitet handwerklich auf höchstem Niveau – und am liebsten mit dem, was die Region anbietet; das ist Garant für guten Genuss. „Der Gast erwartet hier eher Brathering als Dorade. Er erwartet regionale Zutaten und nicht solche aus der ganzen Welt. Ich mache mir Gedanken, was ich mit dem anfangen kann, was hier vor Ort wächst“, sagt der Nationalpark-Partner. Und das ist eine Menge mehr, als man denkt.

Ein kreativer Koch und eine vielfältige Natur – mehr braucht es nicht, um auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. Knackiger Tang etwa, bezogen aus entsprechenden Zuchtbetrieben, ist ein wohldosierter Bestandteil neben Blattsalaten, Krabben und Dinkelbaguette. Er schmeckt leicht nach Jod und nach Meer (aber nicht nach Fisch); er schmeckt so, wie eine kräftige Brandung riecht. Mal etwas anderes, sehr authentisch.

Wer den Hallig-Krog schon lange kennt, freut sich, dass es den Klassiker Lammfrikadellen noch immer gibt. Apropos Lamm: „Wir räuchern Fleisch vom hiesigen Lamm über Heuschnitt vom Deich, damit wird es quasi parfümiert.“ Die Gerichte sind stimmig und spiegeln die Region wieder, das Ambiente im Krog ohnehin. „Stimmig ist auch die Nationalpark-Partnerschaft“, sagt Erik Brack, „das ganze Gefüge passt – ein schöner Ausflug, und vorher oder danach ein passendes Essen dazu!“ (www.hallig-krog.de)

Das Essen und dieser Ort mit dem Blick auf das „Halligmeer“ sind anregend und wecken die Lust auf weitere Entdeckungen im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Zum nächsten Nationalpark-Partner ist es nicht weit. Kapitän Uwe Petersen steuert die „MS Rungholt“ von Schlüttsiel ins Wattenmeer, die beiden Halligen Gröde und Oland sind das Ziel. Immer deutlicher tauchen die Warften der Halligen auf – Hallig Habel links, Nordstrandischmoor und Hooge voraus, Langeneß steuerbords. Wind wühlt die See auf, es riecht nach Meer. Wer mag, kann sich ein Fernglas ausborgen und in dieses Vogelparadies blicken. Die Halligen, Watten und Sandbänke sind Rast-, Nahrungs- und Ruheplatz für Vögel. Zu sehen gibt es immer etwas und im Herbst und Frühling machen hier riesige Schwärme Station. Gucken und Staunen von der Reling aus. Dann entlässt Kapitän Uwe seine Gäste für eine Stunde auf die Hallig Gröde.

Später, alle sind nach dem Ausflug wieder an Bord, erklärt er, warum die Halligen, vom Umwelt- und Naturschutzgedanken einmal abgesehen, so wichtig sind: „Halligen sind Küstenschutz! Sie brechen die Wellen, nehmen der Nordsee bei Sturmfluten ihre zerstörerische Kraft.“ Der Seegang hat zugenommen, schnelle, kurze Wellen klatschen an den Rumpf. „Hier treffen sich zwei Strömungen, da wird die See schon mal rauer“, erklärt Petersen.

Zwei Strömungen trafen sich hier auch in den 1980er Jahren. „Als es damals um die Zusammenarbeit mit dem entstehenden Nationalpark ging, stellte sich doch für jeden Beteiligten die Frage: Was kann man machen und wie? Ich stehe hinter dem Naturschutzgedanken“, sagt der Kapitän, und ein wenig Stolz auf „seinen“ Nationalpark merkt man ihm an, wenn er von den Halligen und ihrer einzigartigen Natur erzählt. Oder von den Seehunden, zu denen er mit Gästen ebenfalls fährt, „Eine intakte Natur ist natürlich auch in meinem Interesse, deswegen achte ich darauf – das ist schließlich meine Heimat!“ Und deswegen ist auch Kapitän Uwe Petersen mit seiner kleinen „MS Rungholt“ Nationalpark-Partner.

Er steuert das Schiff in das enge Fahrwasser Richtung Hallig Oland, dort ist er geboren und aufgewachsen. Auch für diesen Besuch gibt Käpt´n Petersen Tipps, wieder gehen die Gäste auf eine kleine Entdeckerreise in die geheimnisvolle Halligwelt. „Eine Partnerschaft ist auch ein ständiger Prozess des Austauschens“, sagt Uwe Petersen, „wir können mitreden und mitgestalten.“ Und morgen geht es zu den Sandbänken vor Langeneß. Nur nicht zu nahe – denn da liegen die Seehunde und ruhen sich aus. Und wer wüsste besser wo, wie und wann als der erfahrene Kapitän; als der, der hier zuhause ist. Nationalparkpartner – eine Partnerschaft für Mensch und Natur. (www.halligmeerfahrten.de)

Ein solcher Ausflug in das einzigartige Naturwunder Wattenmeer ist faszinierend. Zu sehen und zu erleben, das dürfte jetzt klar sein, gibt es genug – und gute Gründe, zur Hallig Hooge zu fahren. Das Wattenmeer ist auch deshalb zum Nationalpark erklärt worden, weil es für den Vogelzug von zentraler Bedeutung ist. „Jeden Frühling und Herbst rasten im gesamten Weltnaturerbe Wattenmeer zehn bis zwölf Millionen Zugvögel. Das Wattenmeer produziert eine enorme Menge an Biomasse, für die Vögel eine unersetzliche Nahrungsgrundlage während ihres Zuges. Das Wattenmeer mit seinen ungestörten Räumen ist gewiss ein Rast- und Ruheplatz; es ist aber vor allem ein Ort, um sich satt zu fressen“, erklärt Michael Klisch. Er leitet den Standort Hooge der Schutzstation Wattenmeer: ein Ort zum Erfahren und zum Erleben. Jedes Jahr verbringen dort mindestens fünf junge Leute ein freiwilliges Jahr. Motiviert und leidenschaftlich führen sie Besucher ins Watt, in den Nationalpark hinaus und, zum Beispiel beim Blick durch das Mikroskop, in die Welt des Wissens hinein. Wattwurm & Co. werden schnell übersehen, ohne sie gäbe es jedoch kein Watt und keinen Stopover beim Vogelzug an der Nordseeküste.

Der Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein ist aus jeder Perspektive pure Faszination. Wer das Watt im Großen wie im Kleinen entdecken möchte, ist bei erfahrenen Nationalpark-Partnern wie der Schutzstation Wattenmeer bestens aufgehoben. Und warum? Abseits vom Fachwissen hat Michael Klisch einen ganz einfachen, ehrlichen Grund: „Wir sind von der Natur reich beschenkt, das möchten wir gern teilen!“ Und es lohnt sich, dieses Angebot anzunehmen: „Wir wollen heute zwei Stunden in das Wattenmeer hinausgehen“, sagt Niclas Niederdrenk. Der junge Mann verbringt seinen Bundesfreiwilligendienst bei der Schutzstation Wattenmeer auf Hooge und möchte heute die Gäste mit der Vogelwelt bekannt machen. „Wir haben im Wattenmeer das ganze Jahr eine große Zahl an Vögeln und Arten, hier gibt es immer etwas zu sehen“, weiß Niclas und es geht los. Über den Sommer kann man zum Beispiel Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer beobachten – die sind jetzt als Brutvögel hier. „Und im Frühjahr und Herbst sieht man große Schwärme an Knutts und Alpenstrandläufern, wie sie gemeinsam ihre Formationen fliegen.“

Auf einer Sandbank trippeln gesellige Vögel hin und her; schwarz-weißes Gefieder, orangeroter Schnabel, rote Beine. „Das sind Austernfischer“, erklärt Niclas. Vogelfaszination zu jeder Zeit. Niclas hat noch etwas: „Mit Glück können wir hier im Nationalpark ein tolles Naturschauspiel sehen: wenn ein Schwarm Goldregenpfeifer bei tiefstehender Sonne sein Himmelsballett aufführt und in das passende Licht gerät, dann schimmert der ganze Schwarm wie Gold!“ Und die Gäste geraten bei tiefstehender Sonne ebenfalls ins Schwärmen, weit draußen im UNSECO-Weltnaturerbe Wattenmeer. www.schutzstation-wattenmeer.de/unsere-stationen/hooge

Weitere Informationen:

Vögel kann man im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer das ganze Jahr über beobachten – die „Hoch“-Zeit allerdings ist die des Vogelzuges. Mit der Veranstaltungsreihe „Westküsten-Vogelkiek“ feiert die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit verschiedenen Partnern dieses herbstliche Ereignis mit einer Vielzahl an Veranstaltungen. Vom 30. September bis 8. Oktober können Interessierte bei Führungen und Vorträgen, Ausflügen und Aktionen an der Festlandsküste und auf den Halligen die Geheimisse der Vogelwelt erkunden. www.westkuesten-vogelkiek.de

Urlaub bei den Nationalpark-Partnern: Seit 2003 werden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Partnerschaften vergeben. Ein Programm, das für die Zusammenarbeit zwischen der Nationalparkverwaltung, Gemeinden, Naturschutzverbänden und touristischen Betrieben der Region steht, die sich für den Nationalpark einsetzen. Die Küstenlandschaft und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu erhalten und sie den Gästen der Westküste erlebbar zu machen ist das Hauptziel der Partnerschaft. Mehr als 160 Partner – Hotels, Restaurants, Reedereien, Gästeführer und Co. – sind mittlerweile als Botschafter der Nationalpark-Idee unterwegs. Jeder Aufenthalt bei einem Nationalpark-Partner unterstützt daher den Schutz dieser einzigartigen Naturlandschaft. Denn: Sie l(i)eben das Wattenmeer. www.nationalpark-partner-sh.de

Geführte Wattwanderungen von Hallig Hooge nach Pellworm

Da drüben, das ist Pellworm. Der frühe Morgen ist frisch, klar strömt das Licht über das Watt draußen in den Uthlanden. Eine Welt für sich; außendeichs, eine Handvoll Halligen und ein paar Inseln in der Nordsee. Gelegen im Wattenmeer, das zwei Mal am Tag untergeht und ebenso oft wieder auftaucht. Durchschnitten von den „Flüssen des Meeresbodens“; den Prielen, reißenden Strömen. Ein Limit zum Laufen und einziger Verkehrsweg für die Leute da draußen. Sie nehmen das Schiff. Und ja, man kann auch rüber laufen. An manchen Stellen, auf manchen Wegen. Durch das Watt. Einer fremden, faszinierenden Welt.

Von Hallig Hooge rüber nach Pellworm also, das ist der Plan für diesen Sommermorgen. Die Direkte ist nicht weit, deutlich ist der alte Kirchturm im Westen Pellworms und die Windmühle an der Nordküste zu erkennen. Nur die Direkte, die geht nicht. „Das Wasser, das zwischen Hallig Hooge, Pellworm und dem Festland hin und her strömt, fließt vor allem durch das Rummelloch – das ist einer der großen Priele hier bei uns im Wattenmeer“, sagt Michael Klisch, der die Gruppe Auserwählter heute hinüber führt. Die Priele verändern sich ständig, nie ist das Watt so, wie es eben, vor einer Woche oder vor einem Jahr gewesen ist. Die Priele und die Sandbänke – heute hier und morgen fort.

Die Strecke von Hallig Hooge nach Pellworm wurde vor einigen Jahren gegangen; ein gutes Stück Strecke zwar, aber nicht sonderlich schwer zu gehen. Nur, und das ist und war die alles entscheidende Frage – wo ist das Rummelloch und wie tief ist dieser Priel? Kommt man da durch? Wo kann es überhaupt lang gehen? Natürlich ist Michael Klisch, er leitet die Schutzstation Wattenmeer auf Hallig Hooge, die Strecke abgelaufen, bevor er Leute mit hinaus nimmt, er hat den langen, fast vergessenen, Wattenweg neu gelegt. Zu begehen ausschließlich mit ortskundiger Führung und niemals (!) allein – denn allein zu laufen, kann lebensgefährlich sein. Diese Strecke also ist wiederbelebt, denn diese Tour ist toll:

Es gibt viele und verschiedene Wattwanderungen an der Westküste und jede für sich genommen ist ein einzigartiges Erlebnis und ein Muss bei einem Besuch an der Nordsee. Es gibt kurze Touren für Familien und Jedermann, auf denen das Leben in dieser außergewöhnlichen Welt erklärt wird. Es gibt Touren von Insel zu Insel, Föhr – Amrum, die zu den großartigsten Urlaubserlebnissen an der Nordsee zählen. Und es gibt Sondertouren, die nur ein paar Mal pro Jahr angeboten werden – exklusive Erlebnisse weit weg vom Rest der Welt. Von Hooge nach Pellworm, das ist wieder eine solche Tour. Zwar windet sich das Rummelloch wohin die Naturgewalten es treiben – doch hinüber zu laufen, es zu umrunden; das geht im wahren Wortsinn.

Was macht diese Tour so außergewöhnlich? Es geht von Hallig zur Insel, das ist eine erste Besonderheit. Sie hat ein Ziel, das ist bei Wanderungen immer eine schöne Sache – man geht „wohin“, hat etwas vor Augen, das manche Mühe lohnt, man „kommt an“. Weiterhin: Es ist auch eine Reise in die Zeit zurück – in eine untergegangene Welt. Vernichtet und ertränkt in einer mörderischen Orkanflut vor ein paar Jahrhunderten – altes Kulturland; die Spuren und Erinnerungen sind oft zu sehen. Und natürlich: die kleine Schiffsreise zurück nach Hooge mit den Gebrüdern Hellmann und ihrem kleinen Schiff. Zwischendrin: viele Vögel und mit etwas Glück ein Seehund. Nur: das muss alles mit den Tiden zusammenpassen und deshalb ist dieses ein exklusives Vergnügen und seinen Preis wert. Wenn das Wetter auch noch mitspielt.

Heute Morgen passt alles, ein klarer Himmel spannt sich über Hallig und Wattenmeer, „…und der Wasserstand ist mit 30 Zentimetern weniger gemeldet. Das ist perfekt!“, sagt Michael Klisch, als er die Gruppe über die Steinbuhne an der Südküste in das Watt führt. Pellworm liegt zum Greifen nah, drei Kilometer direkt rüber, und Klisch führt der aufgehenden Sonne entgegen – und weg vom Ziel. Zuerst versinken die Schritte im Schlick, das ist vor dem festen Land oft so, da hier die Kraft des Wassers nachlässt und sich die feinen Sedimente ablagern können. „…aber keine Sorge, ein paar Schritte noch und wir laufen auf festem Sandwatt“, verspricht er und bald marschiert die Gruppe mit leichten, flotten Schritten auf dem Meeresboden. In einem großen Bogen auf das Ziel Pellworm zu, denn anders kommt man nicht rüber. Letzte Wasserflächen glitzern in der Sonne wie geschmolzenes Silber und vor der Küste von Pellworm strömt das Rummelloch der Nordsee hinterher. Es ist, wie auf jeder Wattwanderung, eine lange, sichere Zeitreserve vor Niedrigwasser, damit der kritische Punkt – der Priel – bei tiefstmöglichem Wasserstand passiert werden kann. Und die Gruppe mit einem sicheren Zeitpuffer unterwegs ist.

Die Sandbänke sind flach und kaum zu erkennen. Sie lagern sich ständig um, im Watt herrscht eine Dynamik, die die genaue Lage solcher Sandbänke und Priele im Ungefähren lässt. Das macht eine Tour so spannend; es ist immer wieder neu und es ist ein schaurig-schönes Gefühl von Ungewissheit. Und dazu eben das Erlebnis, doch hier sein zu dürfen. Unterwegs in einer Welt, in der vor siebenhundert Jahren Menschen lebten; sie Vieh weideten und Torf abgebaut haben. Sie hatten Brunnen und kleine Häfen, Wege und Deiche. Schleusenreste wurden gefunden, bäuerliche Gehöfte und kleine Kapellen. Ertrunken in zwei mörderischen Fluten im 14. und im 17. Jahrhundert.

Ein Schwarm Vögel fliegt auf und tanzt einen irren Tanz im Sommerhimmel als Michael Klisch zu einer sonderbaren, auffälligen Struktur führt – ein runder Kreis in ansonsten sanften, natürlichen Sandstrukturen. „Das ist der Rest eines Brunnens“, erklärt er, „die Wand wurde mit Torfsoden ausgelegt und stabilisiert.“ Wir sind längst in der untergegangenen Welt unterwegs. Hier war einst festes Land – und wer genau hinschaut, wird weitere Kulturspuren entdecken. Im Osten zum Beispiel sind lange, gerade Reihen zu entdecken, die niemals natürlichen Ursprungs sein können. „Vermutlich haben die Menschen hier früher Torf gestochen, das können die Gräben sein und der gelagerte Auswurf daneben.“ Den Torf haben die Leute damals abgebaut, um daraus wertvolles Salz zu gewinnen – und eine Theorie besagt, dass sie sich damit ihrem Untergang zügig entgegen gegraben haben. Spannend, zum Staunen. Und ein wenig schaurig, in dieser versunkenen Welt zu stehen.

Diese Stelle ist flach gewölbt wie ein Uhrglas „…das ist die ehemalige Haiens-Hallig, die sehe ich auch nicht jedes Mal“, sagt Klisch, „das ist schon etwas Besonderes!“ Placken von Seegras sind auf das Ufer dieser untergegangenen Hallig gespült. In der Ferne scheint die bewohnte Hallig Nordstrandischmoor über dem Watt zu schweben. „Wir haben jetzt den Scheitelpunkt erreicht“, sagt er, „nun geht es direkt auf die Nordküste von Pellworm zu.“ Die Insel, samt ihrem vorgelagerten Priel, hat die Gruppe die ganze Strecke begleitet. Ringelgänse fliegen vorbei, mit Ziel Sibirien. Und ähnlich einsam ist diese Welt hier unten auf dem Meeresboden.

Wir sind in der Tiefe unterwegs, bei Hochwasser schwappen die Fluten hier zweieinhalb Meter höher. Wieder ist ein alter Brunnenring zu erkennen, wieder stehen die Leute fasziniert davor und sinnieren über die Geschichte.

„Leute, wir müssen weiter!“, mahnt Klisch mit Blick auf Kompass und Uhr, denn das Meer wartet nicht. Bald wird das Wasser wieder kommen, zuerst das Rummelloch aufwärts strömen und dann wird hier wieder alles untergehen wie seit hundert und hundert Jahren schon. Klisch führt an den Rand dieses Priels, der sich in der Tat wie ein Fluss auf dem Meeresboden dahin zieht mit silbrig glitzernden Fluten auf dem Weg von Irgendwo nach Nirgendwo. Am Rand dieses Stroms stehen seltsame Bäumchen, ihre Spitzen sechs und mehr Meter über den Köpfen der staunenden Gruppe. „Das sind Pricken“, erklärt Michael Klisch, „sie markieren einen Schifffahrtsweg!“

Wie bei normalen Flüssen gibt es auch hier einen steilen und einen flachen Hang. Kaum knietief wird das Rummelloch durchwatet, dessen Wasser mit irritierend starker Strömung noch immer der Nordsee hinterher eilt. Möwen wippen auf den Wellen. Austernfischer trippeln auf dem Ufer. Aber nicht mehr lang und dann kommt es wieder; das Wasser – stark, strömend, unaufhaltsam und alles ertränkend. Als die Gruppe das gegenseitige Ufer betritt, wird sie erstes.) von einem enormen Getöse von Ringelgänsen begrüßt und versinkt zweitens.) knietief im Schlamm. Klisch vorneweg und die Gruppe stakst vorsichtig durch den Schlick.

Direkt vor Pellworm liegen die Sandbänke wie wild durcheinander, noch ein Priel muss durchwatet werden. Matten von Seegras liegen herum und das Wasser scheint still zu stehen. Vor uns liegt Pellworm und wir steigen aus; hinaus aus dieser wundersamen Welt und Abgang von einer großartigen Bühne der Natur. Der Vorhang fällt, denn die Nordsee kommt wieder zurück und deckt alles mit grau-grünen Wogen zu. Dahinten, das ist Hallig Hooge. Mit ihren Warften, aufgereiht sind die Wohnhügel wie an einer Perlenkette. Zum Greifen nah und doch unerreichbar. Und auch die alte Haiens-Hallig wird wieder untergehen. So wie seit hundert und hundert Jahren schon, versunken und vergessen. Fast vergessen, wie dieser alte schöne Weg durch das Watt. Nun aber ist der Blick in diese Welt wieder möglich, mit einem Zeitfenster von gut zweieinhalb Stunden. Zu besichtigen und erleben auf einer faszinierenden Bühne. Verborgen und verboten eigentlich. Und die Gebrüder Hellmann nehmen Kurs auf Hallig Hooge. Das kleine Ausflugsschiff schaukelt über Wellen und fährt über eine Welt, die erscheint wie ein ferner Traum.

Weitere Informationen:

Wattwanderer, die von Hooge nach Pellworm laufen möchten, sollten ausreichend konditionell fit sein und sich einer geführten Wanderung anschließen. Nur ortskundige Wattführer kennen einen sicheren Weg! Die Streckenlänge beträgt rund 8,5 km, Zeitbedarf ca. 2,5 Stunden. Um an der Wanderung teilnehmen zu können, ist mindestens eine Übernachtung auf Hooge erforderlich, ansonsten harmoniert das nicht mit den An-/Abreisezeiten der Verbindung nach Hooge. Es empfiehlt sich wetterfeste Kleidung, Wechselklamotten, Kopfbedeckung und Sonnenschutz mitzunehmen.

Termine:
27.05.2017 um 8:15 Uhr ab Hooge (zurück 12:30 Uhr ab Pellworm)
12.06.2017 um 9:00 Uhr ab ab Hooge (zurück 13:30 Uhr ab Pellworm)
14.07.2017 um 11:15 Uhr ab Hooge (zurück 14:30 Uhr ab Pellworm)
27.07.2017 um 10:00 Uhr ab Hooge (zurück 14.30 Uhr ab Pellworm)
13.08.2017 um 10:45 Uhr ab Hooge (zurück 15:00 Uhr ab Pellworm)
25.08.2017 um 9:45 Uhr ab Hooge (zurück 14:00 Uhr ab Pellworm)
23.09.2017 um 9:15 Uhr ab Hooge (zurück 13:30 Uhr ab Pellworm)

Kosten:
22,- € Kosten gesamt inkl. Rückfahrt von Pellworm nach Hooge

Anmeldung:
Tourismusbüro Hallig Hooge
Hanswarft 1
25859 Hallig Hooge
Tel. 0 48 49 – 91 00
Fax. 0 48 49 – 2 01
E-Mail: info@hooge.de
Internet: www.hooge.de

„Land unter“ auf Langeneß

Etwa 20-mal im Jahr wird die Hallig Langeneß komplett überspült. Dann heißt es „Land unter“. Diese Natursensation gehört für die Hallig-Bewohner fast zum Alltag. Auch die Familie Karau, Gastgeber des Vier-Sterne Hotels Anker´s Hörn auf der Mayenswarft, ist mit „Land unter“ groß geworden und weiß, wie das Phänomen zu handhaben ist. Wann das nächste „Land unter“ ist, erfahren Gäste, die sich für den Newsletter des Anker´s Hörn registrieren. Für alle, die „Land unter“ auch erleben möchten, ist der Aufenthalt im einzigen Hotel auf einer Hallig auch kurzfristig buchbar. Weitere Infos und Buchungen: www.ankers-hoern.de.

Urlaub auf einer Hallig ist ein Highlight und wenn dann noch „Land unter“ angesagt ist, ein Phänomen. Für Malte Karau, Inhaber des Vier-Sterne-Hotels Anker´s Hörn auf der Hallig Langeneß, gehört das Naturereignis schon fast zum Alltag. Mit seiner Frau Virginia Karau und der gesamten Familie hat er alles im Griff, wenn ihre Hallig wieder überspült werden soll. „Wir sind komplett ausgestattet mit Sandsäcken, Schotten, Wasserabweisern. Für unsere eigenen Rinder und Schafe haben wir natürlich auch Notställe. Also alles, was wir brauchen, um wieder trocken zu sein“, so Malte Karau, der hier auf der Hallig Langeneß geboren wurde.

Vom Anker´s Hörn aus, dass etwa fünf Meter über dem Meer auf der Mayenswarft liegt, haben Gäste einen freien Blick auf die See. „Insbesondere Großstädter sind von unserem „Land unter“ fasziniert und fragen bei der Buchung auch meist nach, ob sich ein „Land unter“ angekündigt hat“, erzählt Virginia Karau, die für ihre himmlischen Torten im Hotel bekannt ist. Aus diesem Grund informieren die Gastgeber des Anker´s Hörn nun über ihren speziellen Newsletter kurzfristig, wann das nächste Naturereignis stattfindet. Anmeldungen für den Newsletter sind hier möglich: http://www.ankers-hoern.de/erleben/aktuelles.

Wetterfeste und schnell entschlossene Gäste, die „Land unter“ noch dazu erleben möchten, können im Anker´s Hörn dann kurzfristig buchen. „Meist erahnen wir „Land unter“ etwa ein bis zwei Tage vorher über die Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes“, so Malte Karau weiter. Die Übernachtungspreise starten ab 55 Euro pro Person im Doppelzimmer (EZ ab 78 Euro). Inklusive im Preis sind Frühstück vom Buffet, Mineralwasser bei Anreise auf dem Zimmer, WLan, Transfer von und zur Fähre sowie Parkplatz. „Bei „Land unter“ empfiehlt es sich allerdings ohne PKW anzureisen“, sagt Malte Karau verschmitzt.

Informationen zum Anker‘s Hörn unter www.ankers-hoern.de sowie telefonisch unter 04684/2 91.

Einmalige Halligwelt

Eine einmalige Naturlandschaft, entstanden aus dem Wechsel der Gezeiten und gewaltigen Sturmfluten, befindet sich im Watt vor der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste – die Halligen.
Die kleinen, nicht eingedeichten Eilande im Nationalpark Schleswig-holsteinisches Wattenmeer erheben sich nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und verzaubern seit jeher ihre Besucher und die Wenigen, die sie bewohnen.

Sieben von zehn Halligen sind bewohnt
Sieben der zehn Halligen sind heute bewohnt: Gröde – mit 17 Einwohnern die kleinste Gemeinde Deutschlands, Hooge – die zweitgrößte Hallig, Oland – durch einen Lorendamm mit dem Festland verbunden, Langeneß – die größte Hallig und Nordstrandischmoor – mit einer der kleinsten Schulen Deutschlands. Jede Hallig lockt mit ihrem eigenen und unverwechselbaren Charakter. Auf der nur knapp 60 Hektar kleinen Hallig Südfall wohnen Gunda Erichsen und ihr Mann. Wer sie von Frühling bis Herbst besucht, wird mit Würstchen und Kuchen willkommen geheißen. Nach Südfall geht es nur mit erfahrenen Führern mit Pferd und Wagen ab Nordstrand.

Auf Süderoog kam es erst im Sommer 2013 zu einem Generationswechsel: Familie Matthiesen, für 22 Jahre die einzigen Bewohner und Bewirtschafter der 62 Hektar großen Marschinsel, setzen sich auf der nordfriesischen Insel Pellworm zur Ruhe. Die neuen Pächter der Hallig sind Holger Spreer und Nele Wree, die als Angestellte des Landesbetriebes für Küstenschutz von nun an die einzigen ständigen Bewohner des Eilandes sind. Aus 29 Bewerbern wurden sie ausgewählt und leben von nun an ihren ganz eigenen Halligtraum mitten im Watt.

Leben im Einklang mit den Gezeiten
Zu jeder Jahreszeit bieten die Halligen einzigartige Erlebnisse. Tausende von See- und Zugvögeln haben hier im Frühling ihren Rast- und Brutplatz. Regelmäßig im April rasten riesige Schwärme von Ringelgänsen auf den sattgrünen Wiesen. Der Strandflieder verwandelt die Wiesen im Sommer in einen leuchtenden blau-violetten Blütenteppich. Im Herbst wirkt die Kraft der Elemente bei jedem Sparziergang am Meer intensiv auf die Besucher ein, die hier in den Genuss von absoluter Stille kommen. Und im Winterhalbjahr, wenn die Stürme das Wasser an Land treiben, heißt es ab und an „Land unter“. Dann ragen nur noch die Warften, künstlich aufgeworfene Erdhügel, mit ihren Häusern aus dem Meer.

Zweimal täglich legt die Ebbe eine wahre Fundgrube von Würmern, Muscheln und Schnecken auf dem Meeresboden frei. Auf Wattwanderungen und Salzwiesenführungen erzählen Nationalpark-Ranger von der großartigen und unerwarteten Flora und Fauna der Eilande. Dieses pure Naturerlebnis lässt keinen so schnell los.

Per Rad zu den Halligen, Leuchttürmen und entlang am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer: Broschüre nordsee radfahren 2012 präsentiert die schönsten Radreisen und Ausflugstipps

Kilometerlange Sandstrände, endlose Weite bis zum Horizont und Naturspektakel der Extraklasse: Die schleswig-holsteinische Nordseeküste am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer besticht mit ihrer Einzigartigkeit. Die neue Broschüre nordsee radfahren 2012 macht jetzt Lust, die Schönheit der nordsee* Schleswig-Holstein mit dem Rad zu entdecken. Neben umfassenden Informationen zum ausgeschilderten Radwegenetz und zu den Radfernwegen finden Leser der Broschüre Tipps zu Leihfahrrädern sowie Leih- und Lademöglichkeiten von Elektrofahrrädern. Darüber hinaus werden Serviceangebote von der Pannenhilfe bis zum Gepäcktransfer vorgestellt. Auf den Spuren der Wikinger und Friesen, Radtouren zu den schönsten Leuchttürmen der Küste oder Kombinationen von Radtour und Wellnessurlaub – 15 buchbare Mehrtages-Radreisen und über 30 Vorschläge für Tagestouren werden in der 52-seitigen Broschüre ausführlich präsentiert. Schnell buchen macht sich bezahlt: Bei Buchungen bis zum 2. März 2012 wird ein Frühbucherrabatt von 3 Prozent auf den Reisepreis gewährt.

Neu im Programm ist die 7-tägige Radreise „Naturerlebnis“: Vom Hotel in Husum und Umgebung starten die Tagesausflüge zum Multimar Wattforum in Tönning, zum Naturzentrum Katinger Watt, zur Schiffstour zu den Seehundbänken ab Nordstrand sowie zur Hallig Hooge. Das Angebot ist zum Preis ab 579 EUR pro Person im Doppelzimmer buchbar. Zur 7-tägigen Rad-Rundreise lädt das neue Arrangement „UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer“ ein: Die Tour ab Husum führt über die Halbinsel Eiderstedt und die Halligen Langeness und Hooge zurück nach Husum und kostet ab 519 EUR pro Person im Doppelzimmer. Auf eine Rundtour durch Dithmarschen dürfen sich Teilnehmer der Radreise „Wasserland Dithmarschen“ freuen: Sieben Tage lang geht es auf 20 bis 50 km langen Etappen von Brunsbüttel über Friedrichskoog, Büsum, Tönning, Friedrichstadt und Albersdorf zurück nach Brunsbüttel. „Wasserland Dithmarschen“ inklusive sieben Übernachtungen ist zum Preis ab 569 EUR pro Person im Doppelzimmer buchbar.
Neben diesen neuen Arrangements sind auch die Radreise-Klassiker „Leuchtturm“ von Husum zu den maritimen Wahrzeichen von St. Peter-Ording (Westerhever), Amrum und Sylt sowie „Nordseeküsten-Radweg“ von St. Michaelisdonn bis Klanxbüll weiterhin im Programm. Darüber hinaus bietet die Broschüre drei Arrangements speziell für Familien.

Die Broschüre nordsee radfahren 2012 wird gemeinsam von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH und den nordsee radreisen herausgegeben und kann ab sofort bestellt werden bei nordsee radreisen, Tel. 04841/668517, info@nordsee-radreisen.de und steht unter www.nordsee-radreisen.de zum Download bereit. Außerdem ist die Broschüre erhältlich bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Tel. 04841/89750, info@nordseetourismus.de, www.nordseetourismus.de