Archiv der Kategorie: Helgoland

Neueröffnung des Hotels „Hochseeinsel“ am Südstrand auf Helgoland

Bereits im Juli 2013 wurde das Hotel „Hochseeinsel“ (vormals: „Haus Erika“) nach nur sechsmonatiger Bauzeit in Betrieb genommen.

Zunächst wurde das Haus, das seit November letzten Jahres von den beiden Eigentümern, Jörn und Karsten Hamel in Eigenregie geführt wird, durch einen Kooperationspartner angepachtet und betrieben.

Bereits im Dezember 2012 entschlossen sich die beiden Brüder, das Haus in erster Lage am Südstrand zu erwerben, komplett zu renovieren und weiterhin ganzjährig als Hotel zu betreiben.

Das Hotel (» www.hotelhochseeinsel.de) verfügt nun über 10 Doppelzimmer, 1 Familienzimmer sowie 1 Einzelzimmer, davon 8 mit Seesicht und 6 mit großzügigen Balkons.

Besonderer Wert wurde auf eine hochwertige Einrichtung der Zimmer gelegt – unter anderem verfügt jedes Zimmer über Boxspringbetten, Minikühlschrank, LED-TV, USB-Ladesteckdosen, (kostenloses) WLAN etc.

Die ebenfalls neugestalteten Bäder sind mit barrierefreien Echtglasduschen und großen Spiegeln ausgestattet und ebenfalls hell und freundlich gestaltet.

Schon zu Beginn der umfangreichen Renovierungsmaßnahmen waren sich Jörn und Karsten Hamel einig: „Beim Umbau gibt es keine Kompromisse“ – im ganzen Haus gibt es kein altes Kabel und kein altes Wasserrohr, denn: „Wenn schon Umbau und Sanierung, dann richtig und vor allem nachhaltig und innovativ.“

So wurden z.B. auch alle Fenster im Haus gegen moderne Kunststofffenster mit Dreifachverglasung getauscht und zur Brauchwassererwärmung und Restwärmenutzung gibt es neben der bewährten Fernwärme zwei Wärmepumpen im Keller.

„Besonderer Dank gilt den weit über einhundert Handwerkern, Helfern und Planern, die hier ganze Arbeit geleistet und ihr Fachwissen eingeplant haben.“

Auch Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, der – zusammen mit seinem Team der Helgoland-Touristik – bereits im letzten Jahr das gesamte Hotel persönlich in Augenschein nehmen durfte und bei der Gelegenheit viele zufriedene Gäste und eine allzeit gute Belegung wünschte, zeigt sich begeistert: „Diese privatwirtschaftliche Investition in die touristische Infrastruktur ist ein wichtiges Signal für den ganzjährigen Tourismusstandort Helgoland.“

Hotel Hochseeinsel, Am Südstrand 6, 27498 Helgoland
Tel.: 04725-800 7848, www.hotelhochseeinsel.de

Erhebliche Sturmschäden auf beiden Inseln Helgolands – massive Sandverluste

Nachdem das letzte Orkantief „Xaver“ auf der Insel Helgoland selbst – im Vergleich zum Orkan „Christian“ vom 28. Oktober – keine gravierenden Schäden hinterlassen hat, fällt eine erste Schadensbilanz auf der vorgelagerten Düne erschütternd aus: Nach ersten Schätzungen muss davon ausgegangen werden, dass nach dem Sturm mit seinen drei schweren Sturmfluten – alleine am Nordstrand der Düne ähnliche Sandverluste wie beim Orkantief „Thilo“ (9. November 2007) zu beklagen sind. Diesbezüglich ist von einem Sandverlust von grob geschätzt 50.000 cbm auszugehen (zur Veranschaulichung: Diese Menge entspricht in etwa dem 10-fachen Volumen der „Langen Anna“).
Direkt nach dem Orkan begutachtete eine rund 10-köpfige Delegation die ersten Schäden auf der Hauptinsel und Düne.
Nach der ersten Inaugenscheinnahme der Flurschäden auf der Düne wurde schnell klar, dass der „Blanke Hans“ – vor allem an den Nordstränden – „ganze Arbeit“ geleistet hatte. An einigen Stellen des Dünen-Nordstrands wurde der Schutzdeich auf eine Breite von über 15 Metern weggerissen.

Bürgermeister Jörg Singer: „Es geht jetzt vor allem darum, die Existenz der Düne und des Nordostlandes im Bereich der Jugendherberge mit dem Wasserschutzgebiet zu sichern und darum, noch größere Schäden abzuwehren und einen möglichen Deichdurchbruch zu verhindern. Aktuell werden die Schäden analysiert und Sofortmaßnahmen gefasst, wobei wir hier dringend auf die Unterstützung übergeordneter Stellen angewiesen sind. Aktuell stellt sich das konkrete Problem, dass derzeit nicht absehbar ist, ob überhaupt ausreichende Mengen an Sand an für uns zugänglichen Stellen vorzufinden sein werden.“

Tourismusdirektor Klaus Furtmeier ergänzt: „Ohne professionelle, fremde Hilfe dürfte es aus heutiger Sicht nicht gelingen, die Strände bis zum Saisonstart 2014 wieder herzurichten, zumal die Sturmsaison erst begonnen hat“.

Umweltfreundliches Seebäderschiff für Helgolanddienst

Für den Helgoland-Verkehr der Reederei Cassen Eils GmbH wurde in Berne ein neues Seebäderschiff bestellt. Es ist der erste Neubau unter deutscher Flagge, welcher mit einer umweltfreundlichen LNG-Technik ausgestattet ist.

Am Dienstag, den 15. Oktober 2013, ist der Bauvertrag mit der Fr. Fassmer GmbH & Co. KG für das neue Helgolandschiff unterzeichnet worden. Vorangegangen waren mehrmonatige Verhandlungen, in denen die Anforderungen für eine neue Generation von Seeschiff festgelegt wurden.

Der nahezu 80 m lange Schiffs-Neubau knüpft an bewährte Eigenschaften der Helgolandschiffe der Reederei Cassen Eils GmbH an. Ein besonders geeigneter Schiffsrumpf ermöglicht eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 20 Knoten. Der Seekomfort wird durch ein dynamisches Stabilisatorensystem unterstützt. Weiterhin wird das neue Schiff mit modernster Technik auf Basis eines Dual-Fuel-Antriebssystems ausgestattet, welches sämtlichen Umweltaspekten durch Vermeidung oder Reduzierung von Emissionen gerecht wird. Hierbei kommt als Antriebsstoff für die Haupt- und Hilfsmotoren primär LNG (Liquified Natural Gas) zum Einsatz, aus Redundanzgründen kann aber auch noch auf traditionelles MGO (Marinediesel) umgestellt werden.

Darüber hinaus bietet das Helgolandschiff im Passagierbereich eine moderne und hochwertige Ausstattung: ein offenes Atrium mit gläsernem Lift über mehrere Decks, auf allen Decks umfangreiche Gastronomieangebote bis hin zum exklusiven Restaurant und oberhalb der großzügigen Sonnendecks eine „Skybar“.

Neu im Konzept ist die Bereitstellung eines Frachtladeraums für Stückgut und Waren aller Art sowie Gepäck. Es besteht ferner die Möglichkeit, Kühlcontainer zur Aufrechterhaltung einer ununterbrochenen Kühlkette zu transportieren. Im Bereich des Vorschiffes und unter Deck können bis zu zehn Zehn-Fuß-Container befördert werden. Das Be- und Entladen wird mittels eines bordeigenen Krans durchgeführt.

Dr. Bernhard Brons, Vorstand der AG „EMS“, zeigt sich erfreut über den Partner: „Die Fassmer Werft ist ein Familienunternehmen, welches genau wie wir auf eine sehr lange Tradition zurückblicken kann und sich zu einem modernen Betrieb entwickelt hat, welcher sich auch gerne neuen Herausforderungen stellt.“

Das Unternehmen in Berne / Motzen an der Weser verfügt über langjähriges Knowhow im Schiffbau und bietet heute eine breite Produktpalette an. Sie ist sehr gut vernetzt und arbeitet auch im Auftrag anderer großer europäischer Werften. Geschäftsführer Harald Fassmer freut sich über den Zuschlag: „Wir freuen uns über das in uns gesetzte Vertrauen und dass wir damit den Auftrag an die Weser holen konnten.“

Der Vertrag wurde im Rahmen einer feierlichen Unterzeichnung geschlossen. Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium betonte, dass hier eine niedersächsische Reederei und eine niedersächsische Werft hoch innovativ und Beispiel gebend für Deutschland unterwegs sind. Auch der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung lobte den Mut und das Know How der beiden mittelständischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ich bin hoch erfreut, dass das neue Schiff kommt und die positive touristische Entwicklung der letzten Jahre auf unserer Insel damit unterstützt wird“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer.

Das neue LNG-Helgolandschiff soll bis zum 30. April 2015 fertig gestellt werden und dann unter Flagge der Reederei Cassen Eils aus Cuxhaven, einer Tochterfirma der AG „EMS“, bereedert und betrieben werden. „Das Investment beträgt rund 30 Millionen Euro, dafür soll es dann für wenigstens 30 bis 40 Jahre halten“, erklärt Brons.

Helgoland: ACHIM REICHEL – SOLO MIT EUCH

Zum Jahresende kann Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier mit einem absoluten Highlight aufwarten: Die deutsche Rock-Legende Achim Reichel kommt nach einigen Jahren wieder einmal auf die Insel, dieses Mal mit seinem Programm “SOLO MIT EUCH / Mein Leben – meine Musik – gesungen und erzählt”. Denn: “Wenn einer innerhalb von fünf Jahrzehnten vom ersten Superstar der deutschen Rockmusik (Zitat FAZ) zu einem der innovativsten Künstler des Landes wurde, dann hat er viel zu erzählen.”

Charts-Votierungen seit 45 Jahren, Preise wie der deutschen Schallplattenkritik oder auch der Weltmusikpreis RUTH lassen erahnen, warum Lieder wie “Aloha Heja He” oder auch Kuddel Daddel Du” Goldstatus erlangten.

ACHIM REICHEL ist ein Kulturbotschafter der besonderen Art. Er gilt als Ur-Vater der deutschen Rock-Musik, spielte mit den Beatles, den Rolling Stones, Joe Cocker oder den Bee Gees auf einer Augenhöhe und bereiste im Auftrag des Goethe-Instituts Südostasien.

Sein 65. Geburtstag ist vorbei – doch wie es sich für einen neuen Alten gehört, ist damit lange noch nicht Schluss. Begleitet wird er auf der jetzigen Tournee von seinen Weggefährten Berry Sarluis und Larry Mathews. So kommt er rau und herzlich, eigensinnig und direkt daher und hat nicht nur Lieder, sondern auch tolle Bilder und Geschichten seines spannenden Lebens im Gepäck.

Helgoland gründet das Wirtschaftsforum Offshore

Erstes Treffen am 30. und 31. August 2012 auf der Hochseeinsel

Perfekt terminiert zum Start der Errichtung der Windparks „Nordsee-Ost“ und „Meerwind“ vor Helgoland treffen sich Macher der deutschen Offshorebranche mit Politikern und Wissenschaftlern auf Deutschlands einziger Hochseeinsel. Die Insel liegt im Herzen aktueller Offshore-Aktivitäten vor der deutschen Nordseeküste und bietet ein imposantes Hochsee-Naturerlebnis und damit viele Vorzüge für exklusive Konferenzen. Bürgermeister Jörg Singer lädt Industrie, Politik und Wissenschaft zum ersten Wirtschaftsforum Offshore auf die Insel ein. Einmal jährlich sollen sich hier die Entscheidungsträger der Branche zurückziehen können, um die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren, den Fahrplan für den weiteren Ausbau der Offshore Windenergie realistisch einzuschätzen und dabei die Offshore-Windenergie zu einem zukunftsweisenden Industriezweig sowie verlässlichen Baustein der Energiewende zu entwickeln.

Am 30. Und 31. August wird das Wirtschaftsforum Offshore mit hochkarätigen Rednern das erste Mal durchgeführt. „Ich freue mich, unter anderen den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Herrn Jochen Homann sowie Dr. Michael Süß, Vorstandsmitglied der Siemens AG, Andreas Nauen, Vorstandsvorsitzender (CEO) von REpower und Prof. Dr. Andreas Reuter, Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) als Redner gewonnen zu haben. Genau diese Mischung aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen ist es, die das Wirtschaftsforum so attraktiv werden lässt“, so Jörg Singer.

„Mich hat die Idee für dieses Wirtschaftsforum sofort begeistert, so Prof. Dr. Martin Skiba, verantwortlich für die Entwicklung, den Bau und Betrieb von Offshore Windkraftwerken bei RWE Innogy: „Immer wieder neu die Position zu bestimmen und den Kurs zu justieren, ist für diese junge Industrie unabdingbar und Helgoland ist genau der richtige Ort für klare Gedanken und wegweisende Diskussionen.“

NABU begrüßt Pläne für Offshore-Kreuzfahrtterminal auf Helgoland

Miller: Freiwillige für Betreuung von Tretboot-Shuttle gesucht

Der NABU hat die Pläne deutscher Hafenbetreiber begrüßt, auf der Nordseeinsel Helgoland ein Offshore-Kreuzfahrtterminal einzurichten.
Damit sollen die immensen gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe aus den Häfen auf hohe See verlagert werden. Nach den dem NABU vorliegenden Informationen sollen Kreuzfahrtschiffe künftig nicht mehr Bremerhaven und Hamburg direkt ansteuern, sondern vor Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland ankern. Die Passagiere reisen anschließend mit klimafreundlichen Segelschiffen, Schlauch- und Tretbooten zu ihrem Zielhafen weiter.

„Das ist eine hervorragende Lösung für ein drängendes Problem. Die klimaschädlichen Abgase werden draußen auf der See konzentriert, die Schadstoffbelastung an den Küsten wird erheblich reduziert – Umwelt und Hafenstadtbewohner können endlich wieder aufatmen“, lobte
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der NABU als Anwalt für Mensch und Natur wird diesen Vorstoß deshalb noch weiter unterstützen. „Wir rufen alle unsere Aktiven auf, sich ehrenamtlich für die Begleitung der Shuttle-Transporte von Helgoland zum Festland zu engagieren.“
Zusätzlich möchte der NABU ein Umweltbegleitprogramm mit Tretboot-Shuttle für Touristen auflegen, um auf die Einzigartigkeit von Fauna und Flora der Nordsee aufmerksam zu machen.

„Ob Lummensprung, Robbenbaby-Watching oder der einzigartige Vogelzug im Herbst – Hier gibt es für Kreuzfahrttouristen viel Natur hautnah zu erleben. Wir möchten mit unserem Know-how dazu beitragen, dass nicht nur dem Klima geholfen, sondern auch der Urlaub durch das intensive
Naturerlebnis einzigartig wird“, so Miller weiter.

Über die Luftbelastung, die im Zuge des Kreuzfahrtterminals auf die über 1100 Einwohner Helgolands zukomme, habe sich der NABU ebenfalls Gedanken gemacht. Miller: „In Hamburg und Bremerhaven sind durch die Verlagerung des Schiffsverkehrs riesige Kontingente an Atemschutzmasken frei geworden. Wir haben bereits Sammelstellen eingerichtet und werden
die Masken zeitnah auf Helgoland verteilen können.“

Reisetipp: Naturfreund, fahr nach Helgoland

Helgoland liegt weiter vom deutschen Festland entfernt als jede andere deutsche Insel. Das Eiland mit den charakteristischen roten Felsen sowie Helgolands Satelliteninsel, die sog. Düne, befinden sich fast 40 km vom Festland entfernt in der Nordsee. Die große Entfernung macht die Anreise nach Helgoland fast zu einem kleinen Abenteuer: Von Helgoland nach Cuxhaven an der Elbmündung benötigt man mit dem Schiff immerhin 3 Stunden. Heute leben insgesamt zwischen ca. 1100 und 1500 Menschen auf der Insel – je nach dem, welcher Quelle man Glauben schenken mag.

Anreise
Wer nach Helgoland fliegen möchte, bucht am besten einen Billigflug nach Cuxhaven, Hamburg oder Bremerhaven. Helgoland selbst ist nicht nur mit dem Schiff, sondern auch mit dem Flugzeug erreichbar. Die Insel verfügt über einen Verkehrsflughafen, den kleinen Flugplatz Helgoland-Düne, der u.a. von Bremerhaven, Emden, Büsum und Uetersen sowie teilweise von Hamburg aus angeflogen wird. Aufgrund der besonders kurzen Landebahnen des Flugplatzes dürfen hier nur Piloten mit mindestens 100 Flugstunden landen, die überdies Erfahrung mit kurzen Landebahnen haben. Eine Fluggesellschaft, die diese Route bedient, ist z.B. Air Hamburg (von Uetersen aus).

Fortbewegung vor Ort
In Helgoland ist der Einsatz von Kraftfahrzeugen aller Art (auch Autos) und Fahrrädern auf der gesamten Insel verboten – ein deutschlandweit einmaliger Fall. Gestattet ist die Fortbewegung zu Fuß, mit einem Tretroller oder ggf. mit dem Elektroauto. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Landfläche beider Inseln (Helgoland und Düne) lediglich 1,7 km² beträgt, erscheinen diese Maßnahmen durchaus verständlich.

Sehenswertes
Helgoland hat trotz seiner geringen Größe viel zu bieten. Die Insel Düne bietet wunderschöne Strände. Besucher können hier mit etwas Glück nicht nur Schwimmen, sondern auch Seerobben beobachten. Zudem ist Helgoland einer der europaweit größten Brutplätze für Tölpel sowie Brutplatz für zahllose andere Vogelarten. Tierliebhaber sollten deshalb das Fernglas nicht vergessen. Es lohnt sich außerdem für Naturfreunde, die Inseln zu durchstreifen und die schöne Landschaft zu genießen. Wer die Insel besucht, sollte außerdem dem Museum, der Felswatt, der Langen Anna, dem Lummenfelsen und dem Bunker einen Besuch abstatten.

60 Jahre Wiederfreigabe der Insel Helgoland Glanzvolles Fest am 1. März 2012

Die Insulaner und die zahlreichen Ehrengäste feierten ein tolles Fest anlässlich des 60. Jubiläums der Wiederfreigabe Helgolands.

Auch Jost de Jager, Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, ließ es sich trotz der widrigen Umstände, die eine Anreise per Flugzeug nicht ermöglichten (er setzte mit dem Polizeiboot von Büsum aus auf die Insel über), nicht nehmen, auf die Insel zu kommen – schließlich hatte er einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 630.000 € im Gepäck, mit dem das Land den 1. Bauabschnitt der Kurpromenade am Südstrand fördert. Bei einem Empfang im Rathaus überreichte er Helgolands Bürgermeister Jörg Singer nach dessen Grußworten das entsprechende Schriftstück. Nach einer kurzen Stärkung machte sich eine Delegation aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf den Weg zu einem Inselrundgang.

Einer der Höhepunkte war die Anlandung von Zeitzeugen (angeführt von René Leudesdorff), die in einem geschmückten Börteboot in den Nord-Ost-Hafen einliefen, wo sie bereits von der Inselgemeinschaft und den Ehrengästen erwartet wurden. Die mitgebrachten Flaggen wurden an Kinder übergeben, die das Hissen dann souverän absolvierten. Leider musste aufgrund beständigen Nebels die angekündigte Sternfahrt der 14 (Regierungs-)Schiffe entfallen. Anschließend ging es dann in die Nordseehalle, wo zu Kaffee und Kuchen und einem kulturellen Programm geladen war. Den Abschluss des 1. Teils des Festtages bildete die Eröffnung der Ausstellung „Kinder träumen“ – Kinder der James-Krüss-Schule hatten Exponate vorbereitet, anhand derer sie ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Zukunft Helgolands darstellten.

Abends hatte die Gemeinde dann zu einem Galaempfang geladen: Nach der Begrüßung durch Bürgervorsteher Peter F. Botter hielt der ehemalige Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Lothar Hay, die Festansprache. Höhepunkt des Abends war eine moderierte Gesprächsrunde mit sechs Zeitzeugen, die den über 400 Gästen im Saal ihre bewegenden und ganz persönlichen Eindrücke im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Wiederfreigabe der Insel Helgoland schilderten. Nach den umjubelten Darbietungen der Helgoländer „Karkfinken“, der Volkstanz- und Trachtengruppe wurde dann mit der großartigen musikalischen Unterstützung der Bigband der Landespolizeischule Kiel bis weit nach Mitternacht getanzt und gefeiert.

Helgolands Bürgervorsteher Peter F. Botter, Bürgermeister Jörg Singer sowie Tourismusdirektor Klaus Furtmeier bedanken sich nachdrücklich bei allen Mitwirkenden, Helfern, Unterstützern und Ehrengästen für das Gelingen dieser würdigen und glanzvollen Festveranstaltung!

DIE GRÖSSTE DEUTSCHE HOCHSEEREGATTA / 25. – 28.05.2012 / VOR HELGOLAND

Das war die Regatta 2011:
Jedes Jahr findet seit 1922 am Pfingstwochenende die Nordseewoche statt. Seit 1925 rund um Helgoland auf der Nordsee. Verschiedene Zubringer-Regatten brachten auch in diesem Jahr wieder rund 160 Yachten am Samstag zur Insel. Dort wurden dann am Pfingstsonntag und -montag vier große Regatten auf offener See ausgetragen und an Land, auf Helgoland gemeinsam gefeiert. Zusätzlich starteten am Pfingstmontag Regatten zurück an die Küste und eine Langstrecken-Regatta. In diesem Jahr führt die Langstrecke von Helgoland ins schottische Edinburgh. Diese Wettfahrt wechselt sich jährlich mit der Pantaenius Rund Skagen Regatta ab, die wieder 2012 stattfindet. Die Edinburgh-Regatta ist Qualifikationsregatta für das Fastnet Race.

Hauptsponsoren der Nordseewoche sind die boot Düsseldorf und SE Spezial Electronic AG. Diese beiden Unternehmen sowie viele weitere Sponsoren und Partner machen die Nordseewoche, Deutschlands größte Regatta auf der Nordsee, möglich. Den Seglern wird bei der Nordseewoche nicht nur Regattaspaß geboten, auch viele weitere Angebote machen die Veranstaltung vielfältig und einzigartig. Highlights an Land sind die boot Regattaparty am Samstag vor Pfingsten und die Alexseal Offshore Lounge im Hafen Helgolands. Dazu gibt es für die Segler vielfältige Leistungen. Zum Beispiel das boot Wettercenter, in dem Dipl. Meteorologe Dr. Meeno Schrader aus Kiel, täglich das Segelwetter erklärt und den Wetterbericht für die Skipper erstellt. Auch der stockmaritime-Bilderservice ist einzigartig. Dank den Profis aus der Bildagentur sind schon kurz nach den Regatten hunderte der Fotos im Internet verfügbar.

Mit einem wundervollen Sonnenuntergang startete bereits am vergangenen Freitag um 20 Uhr die erste Seeregatta der Nordseewoche. An dieser „Sundowner“ genannten Regatta, die der Auftakt zur SE Vibe Out Series, der Serie für ambitionierte Crews bei der Nordseewoche ist, nahmen 20 Yachten teil. Unter den Teilnehmern befand sich neben der amtierenden ORCi2 Weltmeister-Yacht „patent3“ (GER 5533), einer X-332 Sport von Jürgen Klinghardt (NRV), auch der neue Judel/Vrolijk Racer 42 „Elena Nova“ (GER 6500) des amtierenden ORCi1 Weltmeisters Christian Plump (NRV). Auch der bekannte deutsche Regattasegler Albert Schweizer (SKWB) startete als Steuermann der „Leu“, einer ebenfalls aus der Feder von Judel/Vrolijk stammenden 45 Fuß Yacht von Eigner Dr. Claus Löwe (SKWB), in den Sonnenuntergang. Ziel der Yachten war die Insel Helgoland. Dort kamen die ersten Yachten gegen 23:30 Uhr an und wurden im Race Village am Hafen mit einer Welcome Party in der Alexseal Offshore Lounge herzlich empfangen. Erstes Schiff auf Helgoland war die „Elena Nova“ von Christian Plump.

Bereits am Freitag morgen, waren von Hamburg 50 Yachten bei der traditionsreichen, seit 1910 stattfindenden Zubringer Wettfahrt, dem Haspa Private Banking Cup, nach Cuxhaven gestartet. Dort war um 19 Uhr die 77. Nordseewoche offiziell eröffnet worden. Während das Gros der Yachten von dort erst am vergangenen Samstag morgen gen Helgoland startete, gingen die Teilnehmer der SE Vibe Out Series am Samstag vor Helgoland auf die Hochseeregatten Hummer 1 und Hummer 2. Bei Wind um 9 bis 11 Knoten und Sonnenschein, segelte „Elena Nova“ nur 23 Sekunden vor der Farr 45 „Freddie Freeloader“ (GER 6499) mit Steuermann Dennis Gerlein (SLR/FLRV) über die Ziellinie. Bei der anschließenden Hummer 2, der letzten der drei Regatten der SE Vibe Out Series, war es ebenfalls die „Elena Nova“, die als erstes Boot – diesmal mit dreieinhalb Minuten Vorsprung vor „Freddie Freeloader“ – ins Ziel kam. Christian Plump und seine Crew der „Elena Nova“, gewannen alle drei Regatten der SE Vibe Out Series in der Gruppe ORCi1 auch nach berechneter Zeit.

In der Gruppe ORCi2 siegte – ebenfalls bei allen drei Wettfahrten – berechnet die „patent3“. Damit sicherte sich der Bremer Patentanwalt und amtierende Weltmeister Jürgen Klinghard mit Steuermann Jens Tschentscher (NRV/SKWB) den Gesamtsieg der SE Vibe Out Series und nahm den ewigen Wanderpreis, einen silbernen Hummer mit nach Hause. „Am Anfang beim Sundowner haben wir die Linie nicht so ganz gefunden, dann aber kamen wir in unseren Rythmus“ sagte Klinghardt nach seinem Sieg, den er mit seiner Crew auf der boot Regattaparty in der Helgoländer Nordseehalle gebührend feierte.

In der Gruppe ORC Club 1 und 2 ersegelte die „Leu“ von Dr. Claus Löwe den ersten Platz der SE Vibe Out Series. Mit bis zu 35 Minuten Vorsprung vor dem zweiten Boot, steuerte „Leu“ Albert Schweizer das Boot ins Ziel. Bis auf die Sundowner-Wettfahrt gewann „Leu“ sowohl gesegelt als auch berechnet . In der Parallelwertung nach IRC gewann „Leu“ berechnet und gesegelt alle drei Regatten der SE Vibe Out Series.

„patent3“ gewann zusätzlich zur SE Vibe Out Series den am Pfingstsonntag ausgetragenen BHF-Bank Cup Rund Helgoland in der ORCi2 Gruppe. Damit war die „patent3“ neben der X-332 „RelaXX“ (GER 5032) von Claudia und Holger Neugebauer (WVW), die in der Gruppe ORCi 3/4 startet, die erfolgreichste Yacht der Nordseewoche. Die Crew der „RelaXX“ sicherte sich mit den Siegen beim der Zunringer Wettfahrt Bremerhaven – Helgoland, beim BHF-Bank Cup Rund Helgoland und beim INDUCON Cup Helgoländer Acht den Nordsee Cup. Der Nordsee Cup ist ein ewiger Wanderpreis und zeichnet das erfolgreichste Boot der ORC International Gruppe aus. Ähnlich erfolgreich war die, wie die „Elena Nova“ Regatta-Premiere feiernde XP 44 „Xenia“ (GER 6544), gesteuert von Ralf Lässig (WYC Bhv). „Xenia“ siegt in der Gruppe ORCi1 beim BHF-Bank Cup Rund Helgoland sowie beim INDUCON Cup Helgoländer Acht.

Neben den ORC Regatten bot die Nordseewoche auch in diesem Jahr wieder den Family-Cruiser-Cup an. Beim Family-Cruiser-Cup können Regatta-Anfänger, Familien und solche Crews starten, die es ruhig angehen lassen möchten. Die Teilnahme ist ohne Messbrief möglich, es braucht auch kein Spinnaker oder Gennaker genutzt werden. Die Nordseewoche hat den Family-Cruiser-Cup seit einigen Jahren als Ergänzung und Nachwuchsförderung ausgeschrieben. Regelmässig starten ehemalige Family-Cruiser-Cup Teilnehmer in den Folgejahren bei den ORC-Regatten. Den Family Cruiser Cup gewann Olaf Nickel (SYCH) aus Westerland, der mit seiner Freundin „Double Handed“ die „Kiwi-Magic“ (GER 12), eine Comfortina 35 segelte.

Die nächste Nordseewoche ist die 78. Ausgabe der Kult-Regatta. Sie findet vom 25. bis 28. Mai 2012 statt und endet mit dem Start zur beliebten Pantaenius Rund Skagen Regatta.

Weihnachten auf Helgoland. Inselbewohner laden ein zum Hummerbudenzauber

Die kleinen, farbenfrohen Holzbuden sind, neben der berühmten Langen Anna, ein Wahrzeichen der Insel weit draußen im Meer. Und weil es mehr als 24 sind, dienen sie an zwei Adventswochenenden als Kulisse für einen stilvollen Weihnachtsmarkt.

Die Giebel werden im Lichterglanz erstrahlen und jeden Tag wird ein Fenster mehr beleuchtet, bis dann am 24. Dezember endlich Weihnachten ist. Vereine, Verbände, einige Gewerbetreibende und die Kurverwaltung Helgoland organisieren dieses Fest, das am 2. und 4. Advent Weihnachtsstimmung über die Insel tragen wird.

Da gibt es alles, was die Vorfreude auf das Fest aller Feste steigern wird. Frische Waffeln, selbstgebackener Kuchen, allerlei Leckereien aus Pütt und Pann und natürlich darf auch der Weihnachtspunsch nicht fehlen.

Die Kindergartenkinder werden etwas aufführen, in den Hummerbuden gibt es Weihnachtsgeschichten am Kamin, es wird gebastelt und Kunsthandwerk zum Kauf angeboten. Die Helgoländer Skat-Freunde präsentieren ihren frischen Weihnachts- Börtebraten im Brötchen und auch sonst ist für Gaumenfreuden gesorgt. Es wird ein kleines, aber feines Kinderkarussell aufgestellt und die musizierenden Gruppen, wie der Posaunenchor der Evangelischen Kirche, der Kinderchor der Schule und auch die Helgoländer Karkfinken umrahmen diesen Markt musikalisch.

Der Weihnachtsmarkt findet auf Initiative und dem Zusammenschluss aller Vereine auf Helgoland statt und wird von der Gemeinde- und Kurverwaltung tatkräftig unterstützt.
Also, es lohnt sich auch im Dezember, (wieder) einmal auf die Insel zu reisen.
Informationen und Buchungen unter: www.helgoland.de

Die berühmten Hummerbuden befinden sich am Binnenhafen der einzigen Deutschen Hochseeinsel Deutschlands. Nach dem Wiederaufbau wurden sie zunächst als Unterkünfte für die zurückkehrenden Helgoländer genutzt, später dann von den Fischern als Lagerräume und Werkstätten. Heute sind sie zum Teil in Privatbesitz und Stätte von Kunst und Kultur. Drinnen befinden sich Galerien, Museen, Kunstwerkstätten, Ausstellungsräume, Gaststätten und auch eine Außenstelle des Standesamts ist hier untergebracht.