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Wangerooge: Arbeiten am Dorfgrodendeich beginnen

Im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) beginnen in diesen Tagen die Arbeiten zur Erhöhung und Verstärkung des Dorfgrodendeiches auf Wangerooge. „Diese rund ein Kilometer lange Teilstrecke zwischen Bahnschart und Richthofenstraße ist ein wichtiger Abschnitt in der Erneuerung des Dorf- und Ostgrodendeiches an der Wattseite der Insel, die wir zwischen 2014 und 2018 verwirklichen“, erläutert Frank Thorenz als Leiter der zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN. Die insgesamt circa 3,3 Kilometer lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf. Der neue Deich erhält ein massives Fußdeckwerk aus Wasserbausteinen und eine Kleiabdeckung von 1,5 Metern an der Seeseite und einem Meter an der Landseite. So ist er gegen den starken Wellenangriff in Sturmfluten gewappnet. In den Vorjahren waren bereits der östliche Teil der Deichstrecke sowie das in der Deichlinie liegende Bahnschart und das Schöpfwerk neu gebaut werden. „Die Maßnahmen tragen wesentlich zur Verbesserung des Sturmflutschutzes für Wangerooge bei und sollen im Herbst abgeschlossen sein“ ergänzt Thorenz.

Für die Deichverstärkung werden insgesamt circa 40.000 Kubikmeter Klei und ca. 6.000 Tonnen Schüttsteine auf die Insel gebracht. „Der Transport ist eine große logistische Herausforderung“, unterstreicht NLWKN-Projektleiter Theo van Hoorn. „Alle Schritte müssen exakt aufeinander abgestimmt sein“. Das Material wird im Hafen Harlesiel auf Pontons umgeschlagen und über die Hochwasserzeit bis in das Watt vor Wangerooge gebracht. Dort wird das Material um die Niedrigwasserzeit entladen und auf einem durch das Watt laufenden knapp zwei Kilometer langen Sanddamm mit geländegängigen Fahrzeugen zur Einbaustelle transportiert.

Für die Dauer der Baumaßnahmen werden der Ostflügel des Ostgrodendeiches bis zum Schöpfwerk sowie der Zugang zum Wattwanderweg am Bahnschart geöffnet belieben. Die übrige Deichtrasse wird wegen der Arbeiten gesperrt. Zusätzlich werden im Bereich des Ostinnengrodens Maßnahmen zur Biotopverbesserung als Kompensation durchgeführt, weil durch den Deichbau wertvolle Biotope beeinträchtigt werden. Thorenz lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangerooge, den Naturschutzbehörden, dem Mellumrat und allen weiteren Beteiligten.

Die Herstellungskosten des aktuellen Bauabschnittes betragen etwa fünf Millionen Euro, die gemeinsam vom Land Niedersachsen und vom Bund aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes getragen werden.

Die Insel Wangerooge wird durch fast sechs Kilometer Deiche und elf Kilometer Schutzdünen vor Sturmfluten geschützt und in ihrem Bestand gesichert.

Ostfriesische Nordseeinsel Wangerooge

Wangerooge

Die ostfriesische Nordseeinsel Wangerooge liegt mitten im Wattenmeer vor der südlichen Nordseeküste vis a vis des Nordseebad Carolinensiel – Harlesiel wo sich auch der Fährhafen zur Insel befindet.

Wangerooge ist mit knapp 8 qkm die zweitkleinste und die östlichste der 7 ostfriesischen Nordseeinseln. Die ursprüngliche Armut der Vegetation der Inseloberfläche konnte erst durch gezieltes Ansetzen von Wald- und Gehölzflächen durchbrochen werden. In der Nähe des Flugplatzes steht jetzt ein Waldstreifen mit Weiden und Pappeln und im Osten das Jade-Wäldchen.
Auf Wangerooge brüten rund 80 verschiedene Vogelarten, davon sind ca. 45 Singvogelarten.

2004 feierte die Insel Wangerooge ihr 200-jähriges Bestehen als Nordseebad. Bei Erkrankungen der Atemwege, Hautleiden und Allergien können hier Kuren heilen und Vorbeugen.

Hundestrand

Hunde müssen auf Wangerooge an der Leine geführt werden und dürfen auch den Bade- und Burgenstrand sowie das Nationalparkgebiet nicht betreten. Am ausgewiesenen Nordsee Hundestrand sind die Vierbeiner natürlich immer erlaubt. Hundestrände finden Sie am Strandabschnitt im Osten zwischen „Panorama“ und Übergang Bootsweg.
Die Verwaltung weist dabei ausdrücklich darauf hin das Verunreinigungen durch Hunde unmittelbar durch die Hundebesitzer zu entfernen sind und stellt dafür kostenlos Hundekotbeutel zur Verfügung.

Wer eine Ferienwohnung Wangerooge mit Hund sucht kann sich telefonisch bei der Touristinformationen Urlaubsquartiere nennen lassen oder im Internet danach recherchieren. Die Insel ist relativ klein und biete dementsprechend nur sehr wenige grössere Ferienhäuser zur Miete.

Carolinensiel – Harlesiel

Das Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel über dessen Fährhafen man die Insel Wangerooge mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug erreicht bietet mit drei Häfen, was einzigartig an der Nordseeküste ist, trägt sowohl der Modernen wie auch dem Historischen Rechnung.
Mehrere Museen und Dauerausstellungen zeugen von der Vielfältigkeit des Nordseebads. Hundefreunde die auf der Insel vielleicht nicht die passende Ferienwohnung gefunden haben, finden hier garantiert ein Ferienhaus Ostfriesland mit Hund in dem auch die ganze Familie unterkommt. Wangerooge liegt direkt vor der Haustür und kann dann auch bei einem Tagesausflug besucht werden.

Katzenverordnung schützt auch Küstenvögel

Nationalparkverwaltung und Mellumrat begrüßen Wangerooger Beschluss zur Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen.

Mit schätzungsweise 7,8 Mio Tieren sind Katzen die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Weniger beliebt sind sie unter Freunden der heimischen Wildvögel. Gegenüber anderen Bedrohungen der Vogelwelt wie Verschlechterung der Brut- und Lebensräume, Pestizideinsatz oder Wetter- und Klimaeinflüssen spielen frei laufende Katzen zwar global betrachtet eine nachgeordnete Rolle. Doch im Wattenmeer sieht das anders aus: „Die typischen Vogelarten der ostfriesischen Inseln sind überwiegend Bodenbrüter“, erklärt Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. „Von Natur aus sind sie hier vor Raubsäugern sicher, weil diese aus eigener Kraft nicht übers Meer auf die Inseln gelangen könnten.“

Wer schnurrende Vierbeiner auf die Insel importiert bzw. dort hält, trägt also eine besondere Verantwortung dafür, sie von “eingeborenen” Wildtieren fernzuhalten. Dies hat jetzt der Wangerooger Gemeinderat mit dem Erlass einer Verordnung zur Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht von Katzen unterstrichen. Danach müssen alle Katzenhalter, die ihre Tiere ins Freie lassen, ihre Katzen kastrieren und tätowieren oder chippen lassen. Als Katzenhalter gilt auch, wer eine freilaufende Katze regelmäßig füttert.

Die Nationalparkverwaltung und der Mellumrat e. V. begrüßen diesen Beitrag zum Erhalt geschützter Vogelarten im Wattenmeer. Der Mellumrat betreut im Auftrag der Nationalparkverwaltung die Insel Wangerooge. Seit vielen Jahren beobachten die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht nur streunende Hauskatzen, sondern auch verwilderte Katzen oft weit entfernt vom Ortskern, in den Schutzgebieten des Nationalparks der Insel, die Brut- und Rastgebiet vieler, zum Teil seltener und im Bestand bedrohter Vogelarten sind.

„Untersuchungen belegen, dass am dramatischen Rückgang einiger Vogelarten auch wildernde Katzen beteiligt sind“, bestätigt Mathias Heckroth, Geschäftsführer des Mellumrates. „Kastrierte Kater streunen erfahrungsgemäß weniger umher und die Sterilisierung der Katzenweibchen wirkt einer ungebremsten Vermehrung entgegen.“ Unerwünschter Nachwuchs landet oft in ohnehin überfüllten Tierheimen. Über Tausende Generationen an die menschliche Obhut gewöhnt, fristen verwilderte oder „verwaiste“ Hauskatzen meist ein erbärmliches Dasein. Die Verordnung dient also gleichermaßen dem Schutz der Natur mit ihren wild lebenden Arten wie auch dem (Haus-) Tierschutz.

Lust auf ein Freiwilliges Ökologisches Jahr auf Wangerooge?

Rieke Hohmann, Lisanne Lambrecht, Meike Seibert und Michael Zirpel leben für ein Jahr auf der Insel Wangerooge. Grund dafür ist bei allen der Wunsch, in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Natur und für die Natur zu arbeiten. Dass sie auf Wangerooge gelandet sind, macht die Schulabgänger sehr glücklich. Bei der Suche nach einer Einsatzstelle stand vor allem die Möglichkeit, draußen in der Natur und auf einer Insel arbeiten zu können, im Vordergrund, möglichst weit weg von Schulbank, Schreibtisch und PC. Im Nationalpark-Haus Wangerooge und den Nationalpark-Stationen des Mellumrat e. V. setzen sich die vier nun für den Schutz des Wattenmeeres ein.

Meike und Michael sind die Naturschutzwarte der Insel, sie zählen die Wasser- und Watvögel, kartieren die Brutvögel, führen Strandkontrollen durch und bieten Führungen zu der Vogelwelt Wangerooges an. Ausgestattet mit Fernglas und Spektiv nehmen sie so ziemlich alles unter die Lupe, was auf Wangerooge fliegt, stochert, balzt oder zwitschert.

Auch Rieke und Lisanne vom Nationalpark-Haus sind viel draußen unterwegs – allerdings selten allein. Meistens machen sie Führungen für die Gäste der Insel und zeigen ihnen Salzwiesen und Dünen, Geschichtliches und Geographisches, Tiere und Pflanzen oder Leuchttürme und Sterne. Beide fühlen sich wohl im Nationalpark-Haus, da ihnen Naturschutz und der Kontakt zu Menschen sowie pädagogische Arbeit wichtig sind.

So sehr das Freiwillige Ökologische Jahr die vier jungen Menschen auf Wangerooge verbindet, so unterschiedlich sind ihre Ideen für ihre Zukunft: Meike möchte Wissenschaftsjournalismus studieren, Lisanne tendiert in Richtung Sonder- und Sozialpädagogik. Rieke und Michael sind sich noch unsicher. Etwas mit Geographie könnte Rieke sich gut vorstellen, Michael denkt über die Schauspielerei oder etwas in Richtung Biologie nach. In einem halben Jahr ist für die vier die Inselzeit vorbei. Wer sich vorstellen kann, in die Fußstapfen von den „Ökies“ zu treten, kann sich bis zum 15. März bei der Niedersächsischen Naturschutzakademie in Hildesheim bewerben. Nähere Infos stehen auf der Internetseite der Alfred-Töpfer-Akademie für Naturschutz:

Luftverkehrsteuer

Die Einführung der Luftverkehrsabgabe wurde am 01. 09. 2010 vom Bundeskabinett beschlossen. Am 28. 10. 2010 hat dieses der Bundestag verab-schiedet, am 28. 11. dann der Bundesrat. Die Bundesregierung hat die Pränotifizierung am 01. 12. 2010 an die Europäische Kommission übermittelt.

Die Luftverkehrsteuer wird für alle Flüge von deutschen Flughäfen seit dem 01. 01. 2011 erhoben. Die Höhe der Flugticketsteuer ist entfernungsabhängig. Sie wird je Flugpassagier und Ticket in drei Stufen erhoben. Da die Steuer auf die Flugtickets bei jedem Start in Deutschland erhoben wird, zahlte man bei innerdeutschen Flügen sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug jeweils 8 €, insgesamt also 16 € zuzüglich Umsatz-steuer. Seit dem 01. Januar wurde der Betrag auf 7,50 Euro reduziert.

Aufgrund erheblicher Intervention der Fluggesellschaften als auch der Inseln wurde mit Hilfe der hiesigen Bundestagsab-geordneten von CDU, SPD und FDP für die Inselflüge Ausnahmeregelungen in das Gesetz mit aufgenommen:

§ 5 Steuerbefreiungen

Von der Besteuerung ausgenommen sind die folgenden Rechtsvorgänge, die zu einem Abflug von einem inländischen Standort berechtigten:

4. Abflüge von Fluggästen,

a) die ihren Hauptwohnsitz auf einer inländischen Insel haben,

b) die der medizinischen Versorgung von Personen, die sich auf einer inländischen Insel aufhalten, dienen oder

c) die hoheitliche Aufgaben auf einer inländischen Insel wahrnehmen

von und zu dieser Insel, vorausgesetzt, die Insel ist nicht über einen tideunabhängigen Strassen- oder Gleisanschluss mit dem Festland verbunden und der Start- und Zielort auf dem Festland ist nicht weiter als 100 Kilometer Luftlinie von der Küste entfernt oder befindet sich auf einer anderen inländischen Insel;

5. Abflüge von Fluggästen, die nicht bereits gemäß Nummer 4 steuerbefreit sind, von und zu einer inländischen, dänischen oder niederländischen Nordseeinsel, die nicht über einen tideunabhängigen Strassen- oder Gleisanschluss mit dem Festland verbunden ist, wenn der Start- oder Zielort

a) auf dem Festland nicht weiter als 100 Kilometer Luftlinie von der Küste entfernt ist oder

b) sich auf einer anderen inländischen, dänischen oder niederländischen Nordseeinsel befindet.

Diese Ausnahmen müssen jedoch von der europäischen Kommission genehmigt werden, da die Kommission verpflichtet ist, diese Beihilfe zu prüfen und zu genehmigen. Solange eine Genehmigung nicht vorliegt, darf die sogenannte Beihilfe (also Ausnahmen) nicht angewandt werden. Somit wurden hierfür das Notifizierungsverfahren eingeleitet.

Derzeitiger Stand des Verfahrens:

Während des Verfahrens wurden die Ausnahmen getrennt. Es wurde nur die Nummer 4 des § 5 notifiziert, sodass rückwirkend die Insulaner, Ärzte und Beamte befreit wurden. Die touristischen Flüge (also die Nummer 5 des § 5) ist immer noch nicht entschieden. Hierunter fallen auch Handwerker, Geschäftsreisende, Zweitwohnungsbesitzer, die lediglich zu Eigentümerversammlungen, zu Renovierungsarbeiten oder zum Bettenwechsel auf die Inseln kommen. Selbst wenn wegen Ostwindlagen oder wegen Eisganges in den Fahrwassern oder der Fährbetrieb ruht und alle auf den Flugverkehr als dann einige Verbindung Insel – Festland oder Festland – Insel angewiesen sind – die Luftverkehrssteuer ist zu zahlen. Es werden weitere Infos von der EU angefordert, wobei Ansprechpartner hier das Finanzministerium ist. Dieses schwebende Verfahren dauert nun nahezu 1 ½ Jahre.

Belastungen für die Fluggesellschaften:

Durch die Trennung der beiden Ausnahmen und der unterschiedlichen Bewertung haben die Fluggesellschaften nunmehr die Aufgabe, jeden Passagier aufwendig zu überprüfen, ob nun eine Befreiung vorliegt oder nicht. Dies führt zu skurrilen Vorgängen und immer wieder neuen Fragen. Dies führt zu einem Verwaltungsaufwand bei den Gesellschaften, die von der Größe her, kaum zu bewerkstelligen sind. Auch das Hauptzollamt hat hier einen erheblichen Prüfungsaufwand. Da die Erträge aus der Luftverkehrssteuer des Inselflugverkehrs aus der Luftverkehrsteuer für den Staat nur ca. 1 % der gesamten Steuerlast ausmachen, ist dies eine nicht zu vertretene Belastung.

Sollte nun doch mit einer Befreiung gerechnet werden und eine Rückerstattung der Steuer erfolgen, müssen die vereinnahmten Steuern an die Kunden wieder zurückgezahlt werden. Dies führt ebenfalls zu einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand.

Durch die Erhebung aus der Luftverkehrssteuer und die Weitergabe an den Fluggast erhöht sich der Flugpreis im Inselflugverkehr um durchschnittlich 30 %. Für Kinder, die ebenfalls unter diese Steuer fallen, erhöht sich der Flugpreis auf fast 70 %! Diese Erhöhungen führen dazu, dass in 2011 mit erheblichen Rückgängen im Flugverkehr nach Wangerooge und Juist gekommen ist. Nach Juist mit rund 6 %, nach Wangerooge fast 15 %. Da die Nordsee im Tourismus in 2011 gewachsen ist, sind unsere Fluggesellschaften die Verlierer in einem wachsenden Markt.

Sollte sich diese Entwicklung allgemein im Beförderungsbereich weiter rückläufig darstellen, müssen die Gesellschaften sich überlegen, ob eine ganzjährige Anbindung aller anfliegbaren Inseln aufrecht erhalten werden kann. Zu diesem Thema werden wir gesondert auf der Pressekonferenz in Harlesiel eingehen.

Besondere Inselversorgung bezüglich der derzeitigen Wetterlage:

Da die Inseln Wangerooge und Juist seit fast einer Woche nicht per Fähren erreichbar sind, verbleibt die einzige Verbindung zum Festland zur Zeit nur durch den Flugverkehr. Auf der einen Seite werden wir gezwungen wirtschaftlich mit geändertem Personalbestand zu agieren, auf der anderen Seite fordert man uns in solchen Situationen alles ab. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Schaltern werden dabei massiven Beschimpfungen bzgl. der LVSt. ausgesetzt.

Auswirkungen auf die touristische Entwicklung der tideabhängigen Inseln:

Während das ostfriesische Binnenland und die Nordseeküste mit Steigerungen in 2011 glänzen können, sind die Inseln Wangerooge und Juist die Verlierer. Da eine flexible Anreise mit dem Schiff nicht möglich ist, überlegen sich Gäste auch aufgrund des hohen Flugpreises, ob nicht eine andere Insel einfacher und kostengünstiger zu erreichen ist. Tideabhängige Inseln brauchen einen leistungsfähigen Partner aus der Luft, damit die tägliche Inselversorgung gewährleistet bleibt.

Aufruf an die Bundesregierung und die EU-Kommission:

Die Fluggesellschaften bitten eindringlich darum, diese Hängepartie endlich zu beenden. Nach nunmehr 1 ½ Jahre im Pränotifizierungsverfahren muss nun eine ganz schnelle Entscheidung her. Die Aussage aus Berlin, nach der die EU-Kommission „Herr des Verfahrens“ sei, ist unzutreffend.; dieses ist die Bundesrepublik Deutschland, die gegenüber der EU-Kommission die selbst geschaffenen Ausnahmeregelungen nun notifizieren lassen muss. Derartiger Ausnahmeregelungen hätte es gar nicht bedurft, wenn man die Steuererhebung im Gesetz anders formuliert und die Abgabe z.B. nach Startgewicht der Luftfahrzeuge geregelt hätte. Im Sinne der Inseln Wangerooge und Juist sollte sich durchgerungen werden, diese so wichtige Entscheidung für die Befreiung der touristischen Flüge vorzunehmen. Die wirtschaftlichen Verluste geben keinen Spielraum mehr zu, da die finanziellen Reserven fast aufgebraucht sind. Sollte sich eine negative Entscheidung abzeichnen, müssen die Fluggesellschaften ihr Geschäftsmodell neu überdenken. Hiervon sind rund 35 Arbeitsplätze betroffen und die Inseln verzeichnen weniger Gäste und haben dadurch sowohl im gewerblichen wie auch öffentlichen Bereich finanzielle Einbußen zu erleiden.

Fährbetrieb Wangerooge – Harlesiel wegen Eis eingestellt

Die Fährgesellschaft Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge (SIW) hat am Donnerstag, den 02.02.2012 den Schiffsverkehr bis auf weiteres eingestellt. Hafenbecken und Fahrrinne sind weitgehend zugefroren und lassen keinen Betrieb zu.

Gäste, die nach Wangerooge reisen und das ruhige, sonnige Winterwetter genießen möchten, wenden sich zwecks einer Flugbuchung an die „Inselflieger“ LFH unter 04464/94810. Der faszinierende Ausblick auf das gefrorene Watt wird den Fluggästen nur selten geboten.

Über den aktuellen Stand zum Schiffsverkehr informieren die Mitarbeiter der SIW unter 04464/949411.

„Der Norden tut Gutes“ für das Kinderhospiz in Syke

Wangerooge – Die Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH & Co. KG (Emden) setzt das im letzten Jahr begonnene Projekt „Der Norden tut Gutes“ für alle 20 Standorte an der Nord- und Ostsee sowie in Berlin fort. Bei einer Veranstaltung des Strandhotels Gerken auf Wangerooge organisierte ein Team rund um die beiden Mitarbeiterinnen Sabrina Bruns und Melanie Segelken vor kurzem ein buntes Fest mit Verlosung, Kinderschminken, Hüpfburg und vielen weiteren Aktionen zugunsten des Kinderhospiz´ Löwenherz in Syke. Dabei kamen insgesamt 2.500 Euro zusammen. „Wir freuen uns, dass wir dem Kinderhospiz ein klein wenig helfen können“, sagte Hoteldirektor Frank Jacobi. Er bedankte sich bei allen Helfern, Vereinen und Unternehmen für die große Unterstützung und Spendenbereitschaft, wodurch fast 150 zum Teil sehr hochwertige Preise verlost werden konnten. Hauptpreis war ein Wochenende im 4-Sterne-Superior Upstalsboom Hotel Deichgraf in Wremen nördlich von Bremerhaven. Der Chantychor „De Wangeroogers“ und die Wangerooger Trommelgruppe „Wangoo Diptams“ sorgten für den musikalischen Rahmen vor Ort.

Das Kinderhospiz Löwenherz nimmt unheilbar kranke Kinder und Jugendliche für einen begrenzten Zeitraum auf. Durch eine intensive und liebevolle Betreuung können die Kinder und deren Familien nach dem Aufenthalt im Hospiz mit neuen Kräften nach Hause zurückkehren. Die ehrenamtlichen Vertreter stellten während der Veranstaltung das Hospiz vor und bedankten sich im Namen der Löwenherz-Kinder für das große Engagement des Strandhotels Gerken und der Insulaner.

Upstalsboom-Geschäftsführer Bodo Janssen betonte, dass die Unterstützung von sozialen Projekten ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur sei. „Der Norden tut Gutes“ sei wichtig für die Förderung der sozialen Fähigkeiten der Mitarbeiter, die Janssen für die tägliche Arbeit als wichtige Grundlage eines erfolgreichen Wirkens betrachtet. „Ehrenamtliche Tätigkeiten werden in unserer leistungsorientieren Gesellschaft zudem häufig vernachlässigt“, so Bodo Janssen weiter. Böte man jedoch die Gelegenheit zu helfen, so könne man sich immer wieder von der enormen Hilfsbereitschaft der Menschen überzeugen. Unternehmen müssten diese Hilfsbereitschaft aktiv fördern.