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Stade und Buxtehude

In ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert gehörten der Hanse fast 200 See- und Binnenstädte an. Das legendäre Handelsbündnis prägte damals die Geschichte Europas, der Handel mit Produkten aus aller Welt blühte. Trotz der Auflösung der Hanse im 17. Jahrhundert prägt die Hansezugehörigkeit bis heute das Stadtbild in den beiden sehenswerten norddeutschen Hansestädten Stade und Buxtehude in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom, Vergangenheit trifft hier auf Zukunft. Hafen und Fleete sind unverändert die Herzstücke der Orte. Vor einiger Zeit feierte die „neue Hanse“ ihr Comeback – auch in Stade und Buxtehude. Informationen über Sehenswürdigkeiten und viel Wissenswertes gibt es unter www.urlaubsregion-altesland.de und unter Telefon 04142-813838.

Hansestadt Stade: Alte Hafenanlage und junges Leben

Wo in Stade zu Zeiten der Hanse Schiffe entladen wurden, findet man heute rund um den Fischmarkt mit historischem Holzkran und inmitten der von Fachwerkhäusern geprägten Altstadt in maritimer Atmosphäre kleine Fachgeschäfte, gemütliche Kneipen und Cafés mit einladenden Sommerterrassen direkt am Wasser. Seit Jahrhunderten bewacht der Schwedenspeicher die Hafeneinfahrt. Heute zeigt das mehrfach preisgekrönte Museum Schwedenspeicher multimedial die Stadtgeschichte und eine Ausstellung zur Hansezeit. Nicht weit vom Hansehafen aus dem 13. Jahrhundert lädt der moderne Stader Stadthafen zu einem Besuch ein.

Buxtehude: Hansestadt mit „märchenhafter“ Zukunft

Auch die Altstadt von Buxtehude ist von Wasser umgeben, ein Festungsgraben begrenzt das historische Zentrum. Sehenswert sind der Marschtorzwinger, die restaurierten Kaufmannshäuser mit verzierten Fachwerkgiebeln, die Mühle am Fleth, der Stavenort. Bis 1962 wurde die grachtenartige Flethanlage noch von sogenannten Frachtewern befahren, das plattbodige Frachtschiff „Margareta“ liegt heute restauriert im Hafen. In Buxtehude hat sich der berühmte Wettlauf zwischen Hase und Igel ereignet – heute hat die Stadt auch wegen der touristischen Reize eine „märchenhafte“ Zukunft.

Stadtführungen und Veranstaltungen

Am besten ist es, sich gleich auf ein Rendezvous mit der Hanse zu verabreden. Beide Städte bieten ein vielfältiges Kulturleben und spannende Stadtführungen zum Thema Hansezeit, in Stade „Auf den Spuren der Hanse“, in der Nachbarstadt unter dem Titel „Mit dem Hansekaufmann durch Buxtehude“. Richtig was los ist in Buxtehude am 20. und 21. Mai beim „Hanse Ahoi“-Fest und vom 9. bis zum 11. Juni beim Stadtfest. Das Stader Hansemahl feiert am 20. Mai zehnjähriges Jubiläum, viele Besucher werden auch vom 19. August bis zum 2. September beim beliebten sommerlichen „Holk-Kulturfestival“ in Stade erwartet.

Ein maritimes Festival für die „Wilhelmine von Stade“

Ein Original von der Unterelbe – der Elbewer „Wilhelmine“ – feiert in diesem Jahr sein Hundertjähriges. Der Verein zur Pflege alter Seemannschaft „Wilhelmine von Stade e.V.“ stellt zu Ehren des Ewers am Samstag, 15. und Sonntag, 16. September vor der noch jungen Kulisse der Stader Hafencity ein großes maritimes Festival auf die Beine.

Rund um den Stader Stadthafen gibt es Unterhaltung und die Gelegenheit, zahlreiche Schiffe zu besichtigen. Los geht es am Samstag um 14 Uhr: Vor Stadersand wird die Ankunft von rund 25 Traditionsschiffen erwartet, die in einer großen Parade in den Stader Hafen einlaufen und hier willkommen geheißen werden.

An beiden Festtagen lockt bereits ab 10 Uhr ein maritimer Flohmarkt mit alten Schätzchen und Kuriosem aus der Seefahrt. Die Besucher können traditionelle Handwerksarbeit und Fancywork bestaunen. Um 15 Uhr erklingen auf der Luke der „Greundiek“ beliebte Shanties, Jazzmusik und Folklore. Der Jugendkutter unternimmt mit Kindern Rundfahrten im Hafen und auf der Schwinge. Ab 16 Uhr heißt es „Open Ship“ und die Crews laden zu einem Besuch an Bord ein.

Gegen 20 Uhr ist der große Festakt auf dem Museumsschiff „Greundiek“ geplant. Hier klingt der Samstagabend mit Musik, Vorträgen und Lichtbildern gemütlich aus.
Am Sonntag werden die ersten Schiffe gegen 14 Uhr wieder ihre Heimreise antreten, um mit der Tide noch elbaufwärts zu kommen. Anlässlich des 100. Geburtstages findet in der Kirche St. Cosmae vom 10. bis 30. September 2012 eine Dokumentations- und Kunstausstellung über die „Wilhelmine von Stade“ und den Hafen statt. Am Sonntag, 16. September, findet dort um 10 Uhr ein Seemannsgottesdienst statt.

Die „Wilhelmine von Stade“ wurde im Rahmen einer Schul-AG von Stader Schülerinnen und Schülern restauriert und bis heute kontinuierlich gepflegt und gefahren. Auch ehemalige Schüler helfen heute noch gerne mit. Der Verein zur Pflege alter Seemannschaft „Wilhelmine von Stade e.V. hat sich 2005 gegründet und engagiert sich vor allem in der Jugendarbeit. Das Segelschiff geht regelmäßig auf mit Touristen auf ein- oder mehrtägigen Ausflugstörns. Zur Crew an Bord zählen dabei dann auch immer Jugendliche.

Weitere Infos zum Fest und zur Geschichte des Schiffes finden Sie unter www.wilhelmine-stade.de.