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Herbst auf Amrum

Auf der nordfriesischen Insel Amrum ist es im Herbst viel ruhiger als in der trubeligen Hauptsaison. Viele Gäste reisen daher speziell zur Nebensaison an und machen es sich dann ungestört im windgeschützten Strandkorb gemütlich, während eine steife Brise für Wellengang und Brandungsrauschen sorgt. Wird der Wind heftiger, kann auch der sogenannte Kniepsand, eine zehn Quadratkilometer große Sandbank vor der Westküste, vom Wasser überspült werden. Wahrzeichen der Insel sind der 42 Meter hohe Leuchtturm auf einem Dünenhügel bei Wittdün, die historische Windmühle bei Nebel und die St. Clemens-Kirche ebenfalls in Nebel. Vom Leuchtturm aus kann man bei klarer Sicht bis zum Festland blicken. Informationen dazu gibt es unter www.amrum.de und unter 04682-94030.

Wattwanderungen nun auch im Herbst und Winter

Eine Wattwanderung von Amrum nach Föhr ist ein besonderes Erlebnis, seit einem Jahr kann man die Tour auch im Herbst und im Winter erleben. Ausgestattet mit Wathosen und Rucksäcken geht es in kleinen Gruppen durch das Wattenmeer. Die Strecke führt überwiegend über angenehm zu laufende Sandwatten. Allerdings müssen auch zwei Priele durchquert werden – spätestens nun wird man den Nutzen der Wathosen erkennen. Insgesamt dauert die Wattwanderung etwa zweieinhalb Stunden, von Wyk auf Föhr geht es mit der Fähre zurück nach Amrum. Für Kinder unter zwölf Jahren ist die Wattwanderung im Übrigen nicht geeignet.

Ein Pottwal für Amrum

Eine neue Attraktion wird auf Amrum vermutlich ab Ende September 2017 zu sehen sein: Ab dann will das Naturzentrum Amrum das Skelett eines Pottwaljungbullen in der ehemaligen Norddorfer Schwimmhalle ausstellen. Sechs Wochen haben zwei Präparatoren für das Puzzle gebraucht. Wirbel, Schädel, Rippen, Brustbein und Arme – knapp über 150 Teile mussten zusammengefügt werden, für den 750-Kilo-Schädel war der Bau eines Gerüsts notwendig. Zur Ausstellung des Skeletts gehören eine Walstimme und Exponate zur Walfängerhistorie.

Eiergrog aus dem Friesen-Café

Kulinarische Spezialitäten sind etwa die Friesentorte oder der deftige Grünkohl. Bei kühleren Temperaturen kann man sich mit wärmenden Getränken einheizen – beliebt sind etwa der „Pharisäer“ oder der Eiergrog. Frisch zubereitet gibt es ihn im Friesen-Café (www.eiergrog.de). Hier hat man auch das Originalrezept: Ein feuerfestes Glas in der Mikrowelle erwärmen. Das Eigelb eines Eis mit 1 bis 1,5 EL Zucker in das erhitzte Glas geben und mit einem Schneebesen schaumig rühren. Danach mit einem Teelöffel 4 bis 8 cl stark erhitzten Rumverschnitt unter ständigem Rühren hineingeben. Mit 6 cl heißem Wasser je nach Geschmack und gewünschter Alkoholstärke auffüllen.

Zu Fuß zur Insel Amrum

Wandern an der Nordseeküste? Doch, durchaus! Voller Vielfalt und landschaftlich reizvoll – und einzigartig. Auf den Spuren der Strandvögte geht es entlang der Südküste der Insel Föhr und später weiter an der wilden Westküste der Insel Amrum – dazwischen der vielleicht faszinierendste Teil dieses Törns: eine Wanderung auf dem Meeresboden, von Insel zu Insel. Am besten geht es sich in drei Etappen: Von der Föhrer Inselhauptstadt Wyk bis an die Westküste bei Utersum, dann die Wanderung durch das Watt (und dies nur mit fachkundiger Führung!) von Dunsum / Föhr bis zur Nordspitze Amrums, die letzte Etappe von dort zum Fährhafen Wittdün / Amrum. Faszinierend und mit phantastischen Eindrücken; seien es die Vögel des Meeres oder Seehunde an der Amrum Odde, sei es der gemütliche Strand auf Föhr oder der wilde Westen von Amrum. Und mit Leuchtturm inklusive.

Los geht es in Wyk. Kurz nach Verlassen der Strandpromenade wird es zunehmend einsamer. Ein Reetdachhaus duckt sich gleich einem Postkartenmotiv in die Dünen. In der Ferne scheinen die Halligen von Langeneß über dem Wattenmeer zu schweben, davor schiebt sich die Kulisse eines historischen Segelschiffes über den Horizont. Ansonsten eine für Ohr und Auge wohltuende Stille und Unaufgeregtheit, unterbrochen nur vom leisen Plätschern der Wellen und dem klagenden Schrei der Möwen. Es ist ein Bild wie in alten Tagen. Damals waren hier auch Leute unterwegs, die die Interessen der Obrigkeit vertraten, wenn es galt Strandgut und gestrandete Schiffe zu bergen. Und sie waren quasi die Steuererheber vom Strand – die Strandvögte. Waren auf Kontrollgang, besonders nach Sturm und Flut. Wetterfeste Männer in ständigem Rennen mit denen, die am Strand ihren Schnitt ohne die Steuer machen wollten. Und ist es nicht auch heute noch so, dass mancher Insulaner nervös wird, wenn es heißt: „…Bauholz über Bord!“ Oder Ü-Eier. Oder Turnschuhe. Kommen Sie mit und wandern Sie mal auf den Spuren der Strandvögte. Und halten Sie dabei die Augen offen!

Das Wasser hat sich zurückgezogen und draußen sind die Silhouetten von zwei Leuten zu erkennen, die sich immer wieder bücken. Nach einem funkelnden Stück Bernstein oder nach einem kuriosen Stück Strandgut? Die Nordsee wirft immer etwas auf den Strand, besonders nach schwerem Sturm und an exponierten Stellen. Früher waren derlei Fundsachen ein fester Posten im Ein- und Auskommen der Insulaner. Begehrt war Holz auf den waldarmen Inseln, sei es als Brennholz oder zum Bauen, noch heute finden sich wohl in manchem historischen Friesenhaus Balken und Bohlen von gestrandeten Schiffen.

Am kommenden Morgen geht es ins Watt. Die Strecke von Föhr nach Amrum ist auf festem Sandboden sehr gut zu laufen. Zweieinhalb Stunden vor Niedrigwasser startet die Wanderung durch das Watt in Dunsum / Föhr, um den tiefen Priel direkt vor Amrum bei tiefster Ebbe überhaupt queren zu können. Weite Flächen sind bereits trockengefallen, andere glänzen im Sonnenlicht wie geschmolzenes Silber. In den Prielen eilt das Wasser der Nordsee hinterher. Es geht in einem Bogen auf die Nachbarinsel zu und der Wattführer zeigt ein Schiffswrack. Viel ist nicht mehr übrig; ein paar Holzspanten, die im Watt stecken. 1825 kam die „City of Bedford“ in einem Unwetter vom Kurs ab und zerschellte in diesem Irrgarten aus Sandbänken, Lagunen und Wasserläufen, drei Männer kamen ums Leben. Es sind auch die Geschichten, die die Wattführer erzählen, die eine Wanderung über den Meeresboden spannend machen. Und sicher ist es nur mit einer Führung, man selbst genießt die Weite und das schaurig-schöne Gefühl, dort sein zu können, wo Menschen nicht hingehören. Ohne sich Gedanken machen zu müssen, wohin genau man gehen muss.

Wer in Norddorf auf Amrum übernachtet, kann noch hinauf zur Nordspitze der Insel, kann die Odde umrunden. Mit Glück und Fernglas lassen sich von einer Plattform Seehunde – und manchmal sogar Kegelrobben – beobachten. Am kommenden Tag: Machtvoll donnert die Nordsee an die Westküste der Insel. Vorgelagert ist ihr eine der größten Sandmassen Europas – der Kniepsand. Vor der Küste ist eine gewaltige Brandung zu erkennen, hier ist einer der größten Schiffsfriedhöfe der Nordsee – unzähligen Schiffen wurde diese Küste zum Verhängnis. Und immer wieder spült die Nordsee Treibgut an. Was genau, kann man zum Beispiel in der Bude zwischen den Dünen nördlich von Nebel sehen. Aus Brettern und Bohlen haben die Leute eine Hütte zusammengezimmert, Tische aus Treibholz. Turnschuhe hängen an der Wand und ein Tierskelett. Krass und kurios. Kurz vor Wittdün führt der Weg durch eine wilde und romantische Dünenlandschaft, die der Wind wieder und wieder aufs Neue formt und hier sein ewiges Lied singt. Bald wird es Sturm geben, der auch manchen Friesen an den Strand treibt. Strandgut suchen. Wie die Strandvögte.

Amrum bietet abwechslungsreiche Urlaubserlebnisse

Vom Festlandhafen Dagebüll im Nordwesten Schleswig-Holsteins geht es mit der Fähre in knapp zwei Stunden nach Amrum. Und schon die Überfahrt ist eine Reise wert: Die Weite des Himmels und des Wattenmeeres liegen vor einem, aller Alltagsstress fällt ab und der Urlaub kann beginnen.

Facettenreiche, unberührte Natur

Im Sommer kommen die Touristen vor allem wegen des Kniepsands, einem der größten und feinsandigsten Badestrände Europas. Wenn Ende Februar mit den lodernden sogenannten Bikefeuern überall auf der Insel der Winter ausgetrieben ist und die Natur zu neuem Leben erwacht, zieht es dagegen vor allem Individualisten nach Amrum, die Ruhe und Erholung suchen. Für sie hat die waldreiche Nordseeinsel auf kleinstem Raum einiges zu bieten: Vom langen Sandstrand über Dünen, Wald und Heide bis hin zu Salzwiesen und Wattenmeer.

Mit nur 2.200 Einwohnern stehen die Aussichten nicht schlecht, bei langen Spaziergängen oder ausgedehnten Radtouren kaum einer Menschenseele zu begegnen. Ein Höhepunkt für Wanderfreunde ist sicher die acht Kilometer lange, geführte Wattwanderung zur Nachbarinsel Föhr, die man ab Mitte Mai wieder antreten kann. Die Strecke von Insel zu Insel ist einmalig in Deutschland. Aber auch Schiffstouren zu den Seehundbänken, nach Sylt oder zu den Halligen Hooge und Langeneß bringen viel Abwechslung. Auf Naturfreunde wartet die Vogelkoje Meeram – ein weiteres Naturparadies, das mit Naturlehrpfad und einem archäologischen Areal spannende Einblicke in die Flora und Fauna der Insel ermöglicht. Unter www.amrum.de gibt es weitere Informationen.

Entspannen und genießen auf friesische Art

Die Perle Nordfrieslands punktet aber nicht nur mit ihrer intakten Natur und der gesunden frischen Nordseeluft. Im Amrumspa und dem Badeland warten Wellenbad, Sauna und Massagen auf gestresste Festländer, die in den fünf Inseldörfern auch Angebote für Qi Gong, Yoga und andere Entspannungstechniken finden. Anschließend gönnt man sich in einem der Cafés und Gasthäuser eine friesische Teezeremonie, genießt die regionalen Spezialitäten oder versucht einen Pharisäer – einen Pott Kaffee mit einem ordentlichen Schuss Rum und Sahnehaube obenauf.

Amrums Aromen ausgeruht entdecken

Seit mehr als 15 Jahren sind die Gastgeber Gunnar und Nicole Hesse im Seeblick**** Genuss und Spa Resort auf Amrum auf kulinarische Gaumenfreuden und nachhaltigen Genuss spezialisiert. Aber auch im Wellnessbereich steht alles unter dem Motto „Genuss der Freiheit“. Ob individuell buchbare Behandlungen, Sonderaktion „Vier Nächte bleiben, drei zahlen“ oder kulinarischer Genuss beim diesjährigen NATUR GENUSS FESTIVAL, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der perfekte Rückzugsort für eine Auszeit zum Muttertag, als Freundinnen-Ausflug oder als Mutter-Tochter-Wochenende. Weitere Infos unter http://www.seeblicker.de

Hier stehen alle Uhren auf Entspannung: Als Geschenk zum Muttertag, als Verwöhn-Auszeit unter Freundinnen oder als Mutter-Tochter-Wellnesstage – im Seeblick**** Genuss und Spa Resort Amrum tanken Ruhesuchende Energie auf. Das Vier-Sterne-Hotel in Norddorf bietet unter dem Motto „Genuss der Freiheit“ allen Hotelgästen bereits vorab die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie lange die individuellen Wohlfühlmomente dauern sollen. Ob klassische Massage oder Kosmetik, nicht nur die Inhalte, auch die Dauer der Anwendung ist frei wählbar von 50 bis 120 Minuten. Gesicht und Körper werden mit exklusiven Naturprodukten von Thalgo und der Produktlinie Ella Baché aus Paris verwöhnt.

Mehr Zeit für die Lust an Entspannung – Vier Nächte bleiben, drei zahlen

Noch bis Ende Juni läuft die Aktion „Vier Nächte bleiben, drei zahlen“. Das Angebot ist buchbar in allen Zimmerkategorien von Montag bis Freitag. So kann das stilvolle Ambiente des Seeblick SPA besonders intensiv und lange genutzt werden. Fernab von der Hektik des Alltags ist der liebevoll eingerichtete Wellnessbereich ein perfekter Rückzugsort, um zu entspannen und Kraft zu schöpfen. Das große Erlebnisbad mit Nackendusche, Wassersprudel, Wildwasserkanal, Wasserfall und Massagedüsen bringt sowohl Freizeitspaß als auch Erholung. Die vier verschiedenen Saunen mit Ruhebereich und Massageräumen bieten viel Raum, um die Seele baumeln zu lassen.

Partner beim NATUR GENUSS FESTIVAL 2016

Ab dem 1. Mai bis zum 24. September ist das Seeblick**** Genuss und Spa Resort Amrum Partner des diesjährigen Natur Genuss Festivals. Das Motto „Naturerleben und kulinarischer Genuss in Schleswig-Holstein“ passt perfekt zu Küchenchef Gunnar Hesse und seinen Qualitätsanspruch an seine Küche. Im modernen Restaurant oder auf der BBQ-Terrasse serviert er Leckeres aus der Region, insbesondere vom Naturschutz-Rind. Dahinter verbirgt sich aromatisches Fleisch vom Galloway, das in Schutzgebieten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein aufgewachsen ist. Im Winter werden die Gäste auch mal mit Köstlichkeiten am offenen Kaminfeuer überrascht.

Darüber hinaus stehen feinste Kreationen aus frischen fast ausschließlich regionalen Produkten auf der Festival-Menükarte: Der Galloway BBQ Burger vom Lavasteingrill, Carpaccio mit Tatar, Amrumer Wachtelei und Deichkäse, Bunde Wischen Galloway Schulter geschmort mit Karotten-Ingwerstampf und Altbierjus sowie auf Vorbestellung und am Tisch frisch zubereitetes Tatar vom Galloway, Crème Fraîche, grobes Meersalz, gesalzene Butter mit geröstetem Steinofen-Baguette.

Zum Seeblick**** Genuss und Spa Resort

Das Seeblick**** Genuss und Spa Resort in Norddorf auf Amrum, das 2013 sein 100. Jubiläum feierte, trägt das Prüfsiegel „gesicherte Nachhaltigkeit“ des Deutschen Privaten Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie. Der einstige Gasthof, der heute als Vier-Sterne Hotel in vierter Generation von Gunnar und Nicole Hesse geführt wird, steht für eine unbeschwerte Lebensweise, ein positives Lebensgefühl und emotionales Wohlbefinden. Gästen stehen insgesamt 48 individuell gestaltete Einzel- und Doppelzimmer sowie Suiten zur Verfügung, die sämtliche Annehmlichkeiten eines modernen Vier-Sterne-Hotels bieten. Die Räume verteilen sich auf das Haupthaus und drei weitere Gebäude. Für Familien stehen zudem 14 rustikal eingerichtete Ferienwohnungen für Selbstversorger mit Blick auf den hoteleigenen Garten bereit.
Informationen zum Seeblick**** Genuss und Spa Resort: www.seeblicker.de

Amrum: Das kleine Eiland in der Nordsee mit der großen Freiheit

Meer, Sand, das Kreischen der Möwen und freie Sicht bis zum Horizont. Reetdachhäuser, deren Giebelbretter über die Deiche lugen und immer eine erfrischende Meeresbrise um die Nase – Amrum ist eine Nordseeinsel, die zum Sonnen, Baden und Entspannen einlädt.

Insel der Superlative

„Die nordfriesische Insel kann mit vielen Superlativen punkten“, weiß Reiseredakteurin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Ihre wohl größte Attraktion sei der sogenannte Kniepsand, der gerne auch als größte Sandkiste Europas bezeichnet werde. Mit zwölf Kilometern Länge und einer Breite von bis zu zwei Kilometern zählt der feinsandige Strand zu den eindrucksvollsten der ganzen Nordseeküste und beschert Gästen einen unvergesslichen Strandurlaub. Gleich hinterm Kniepsand haben die Kräfte des Meeres und des Windes eine herrliche, bis zu 30 Meter hohe Dünenlandschaft erschaffen, die fast die Hälfte der Insel bedeckt. Mittendrin steht der Amrumer Leuchtturm, der mit einer Feuerhöhe von 63 Metern der größte Leuchtturm an der Nordseeküste ist. 197 Stufen führen hinauf zum Rundbalkon, von dem man einen Blick auf Amrum, die Nachbarinseln und das Weltnaturerbe Wattenmeer genießen kann. Unter www. amrum.de gibt es alle weiteren Informationen.

Kleine Insel mit einzigartiger Natur

Wald, Wiesen und Heide, durch die sich Rad- und Wanderwege ziehen, wechseln sich in der Inselmitte ab, während der Norden, Süden und Osten der Insel an das Wattenmeer grenzen. Wattwanderungen zur Nachbarinsel Föhr oder Besuche auf eine der nahe gelegenen Seehundsbänken gehören zu den besonderen Naturerlebnissen, die Amrum zu bieten hat. Eingebettet zwischen Wald, Dünen und den Inseldörfern Norddorf und Nebel liegt die Vogelkoje Meeram, die mit einem 1866 künstlich angelegten See ein kleines Naturparadies ist. Rastende Vögel auf dem Kojenteich, ein Naturlehrpfad am Dünenrand sowie ein spannendes Archäologisches Areal laden Familien und Naturliebhaber zu eindrucksvollen Einblicken in die Flora und Fauna der Insel ein.

Zu Besuch bei den alten Grabsteinen von Amrum

„Hier liegt der große Kriegesheld. Ruht sanft auf Amroms Christenfeld“ (Inschrift eines Grabsteins auf Amrum)

Der Kniepsand ist eine amphibische Zwischenwelt, ein Ort des Übergangs. Nicht mehr Land, noch nicht Meer. Zwischen dieser Welt aus Sand, die in langsam, stetem Wandel ist, und der Insel liegt ein mächtiger Dünenzug, der Amrum bei Sturmflut schützt. Auf dem Sand aber und dem nahen Meer führen bei Sturm und Hochwasser Wind und Wellen Regie auf weiter, wilder Bühne. Nun ist diese Naturgewalt vorüber. Hier und heute zu wandern, ist auch ein Gefühl sonderbarer Losgelöstheit. Ein leiser, letzter Wind wispert noch zwischen den Dünen, streicht über die stillen, verbliebenen Seen. So, als wäre nichts. Ruhe kehrt ein in diesen seltsam leeren Raum. Die Spuren verlieren sich in der Einsamkeit. Trüb und ohne Trost? Eher ist es eine umarmende Stille.

Herbststürme jagten über die karge Insel und kündeten vom nahen Winter. Nicht geflüstert; gebrüllt. Die See war ungestüm und nun verliert sie sich in Gleichmut bis zum Horizont. Endlos und unergründlich. Und etwas von dem, was die See nimmt, gibt sie an solchen Tagen wieder her. Manches Gut wird auf den Strand geworfen. Und nicht nur das: Früher fanden die Leute von Amrum auch manch unglückliche Seele – und trugen den Toten auf den Friedhof der Namenlosen.

Der Weg zum Friedhof, zurück auf die Insel, führt durch den Dünenriegel. Auch hier eine beinahe feierliche Stille, auch dies sind im November Wege in die Einsamkeit. Kurz vor dem Ort Nebel stehen einfache Holzkreuze, unter denen die ruhen, die in der Nordsee einen nassen, namenlosen Tod fanden. Ganz früher wurden unbekannte, angespülte Leichen irgendwo zwischen den Dünen oder an einer abgelegenen Ecke auf dem Kirchhof begraben. „Die Anlage einer eigenen Ruhestätte zeugt auch von Respekt der Insulaner gegenüber den Namenlosen. Auf dieser Insel ging keiner ohne Segen“, sagt Pastor Georg Hildebrandt. Bestattet wurde hier von 1906 bis 1969. Heute können Strandleichen genetisch identifiziert werden.

Und getroffen hat es die Amrumer oft genug auch selbst. Die Insel war arm. Wer sein Glück finden – und Geld verdienen wollte – fuhr zur See. Kapitäne und Mannschaften von den Inseln und Halligen Nordfrieslands waren begehrtes Personal in den Flotten Europas. Die Männer gingen Saison um Saison fort, fuhren bis in die Arktis und ins ferne Asien. Sie wurden Ostindienfahrer oder Kommandeure von Walfangflotten. Manche wurden wohlhabend und kehrten heim, andere erfroren, ertranken oder starben an tropischem Fieber. Die Amrumer wussten, dass Seefahrt auch Lebensgefahr bedeutet. Wer Rang und Namen hatte, Glück im Leben und genug Geld, der bekam auf der Insel ein ehrendes Andenken – und einen besonderen Grabstein:

Der Friedhof, der alte „reguläre“, von Nebel neben der St. Clemens Kirche ist einer der außergewöhnlichsten Deutschlands – hier stehen 170 historische Grabsteine, die Geschichten erzählen. Lebensgeschichten. Und die spannendste, unglaublichste und verrückteste dieses steinernen Geschichtsbuches von St. Clemens ist diese hier, die von Hark Olufs:

Geboren wurde Hark Olufs im Sommer 1708 in Süddorf, sein Geburtshaus steht noch heute. 1721 wurde er Matrose auf einem der Schiffe seines Vaters, es trug den Namen „Hoffnung“ – und diese gab Olufs wohl nie auf. Zwischen Hamburg nach Nantes wurde er drei Jahre später im Ärmelkanal von Seeräubern gefangen genommen und mitsamt Schiff und Mannschaft nach Algier verschleppt. Die Familie konnte die von den Sklavenhändlern geforderte Summe zum Freikauf nicht aufbringen, auch die dänische Sklavenkasse lehnte Unterstützung ab, da die „Hoffnung“ unter Hamburger und nicht unter Dänischer Flagge fuhr, so musste ein Kredit aufgenommen werden. Der Freikauf blieb erfolglos, da versehentlich an Stelle von Hark Olufs ein Bremer Seemann mit ähnlichem Name freigelassen wurde.

Hark Olufs wurde auf dem Markt von Algier verkauft und landete beim Bey von Constantine, dem Statthalter dieser damaligen osmanischen Provinz. Dort bewährte sich der junge Mann und stieg über den Posten eines Schatzmeisters gar zum Oberbefehlshaber einer Militäreinheit auf. Olufs fügte sich und konvertierte sogar zum Islam, was ihm diese Karriere sicher erst ermöglicht hat. 1735 wurde Hark Olufs von seinem Bey, wohl auch als Dank für seine militärischen Verdienste, freigelassen und kehrte ein Jahr später nach Amrum zurück. Dort begegnete ihm, dem Wohlhabenden und Muslim, nicht nur Freude, sondern auch Misstrauen. Erst nach Rekonvertierung zum Christentum, Konfirmation und Heirat kehrte er endgültig in die Gemeinschaft der Insulaner zurück. Olufs starb im Alter von nur 46 Jahren dort, wo er geboren wurde – auf Amrum.

Wer sich, wie die Kapitäne und deren Familien, diese Grabsteine (bis zwei Meter hoch und oft eine Tonne schwer) leisten konnte, hatte etwas aus seinem Leben zu berichten. Und war wohlhabend, denn: „Das Material wurde aus dem Weserbergland herbeigeschafft und die bildlichen Darstellungen sind manchmal derart aufwendig und detailreich, dass die Anfertigung ein Vermögen gekostet haben muss“, so Inselpastor Georg Hildebrandt. Angefertigt wurden diese zumeist zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Wind und Wetter haben ihnen allerdings zugesetzt, Algen und Moos daran genagt. Es war nötig, sie zu restaurieren.

Ab dem Jahr 2009 wurden die Steine unter Leitung der Amrumerin Christa Langenhan restauriert, maßgeblich an dem Projekt mitgewirkt haben auch die damalige Pastorin Friederike Heinecke sowie Frank Hansen und Kurt Tönissen. „Einige Grabsteine standen jahrzehntelang einfach an die Friedhofsmauer gelehnt, andere waren gar zerbrochen. Nun ist der größte Teil aufgefrischt und steht nach Familien sortiert wie eine Allee auf dem Kirchhof von St. Clemens in Nebel. Wer den Friedhof betritt, findet sie auf der linken Seite“, erklärt Georg Hildebrandt. Obwohl die sprechenden Steine jetzt viel geordneter aufgestellt sind, ist es immer noch ein wundersames Sich-Verlieren in dieser einzigartigen Geschichte. Man kann hier viel Zeit verbringen, und sich die Geschichten auf den restaurierten Steinen anschauen und sie auch viel besser lesen: „Die Inschriften sind nach der Restaurierung wesentlich plastischer – und manche Grabsteine sind mit einem QR-Code versehen, sodass Sie den Text über Ihr Mobiltelefon lesen können“, sagt Georg Hildebrandt.

Auch Hark Olufs Stein steht hier. Mit eingemeißelter Krone und Schwert, mit Köcher, Pfeil und Bogen, mit Trompeten. Der eingangs erwähnte Spruch steht am oberen Rand und auf dem Stein sein ganzer Lebenslauf: „(…) bald darauf in sein jungen Jahren von den türkischen Seeräubern zu Algier ist er anno 1724 (…) gefangen genommen worden. In solcher Gefangenschaft aber hat er dem türkischen Bey zu Constantine (…) elf und ein viertel Jahr gedient. Bis ihm endlich dieser Bey anno 1735, den 31. Oktober, aus Gewogenheit zu ihm seine Freiheit geschenket, da er denn das folgende Jahr darauf anno 1736, den 25. April glücklich wieder (…) auf seinem Vaterland angelanget ist. Und sich also anno 1737 in den Stande der heiligen Ehe begeben mit Antje Harken.(…) An den Meinigen ruft ich aus dem Grabe noch diese Zeilen zum Andenken zurück: Ach leider: in meinen jungen Jahren müsst ich zum Raub der Algerier fahren. Und halten fast zwölf Jahr die Slaverey doch machte Gott durch seine Hand mich frey.“

Ganz zu Ende ist diese Geschichte noch nicht: Hat Olufs, arm war er offenbar nicht und in einer osmanischen Generalsuniform tauchte er auf, mehr als nur Erzählungen mitgebracht? Einer Sage nach, und die hält sich noch heute, soll sich sein Geist jede Nacht zwischen dem Friedhof in Nebel und seinem Haus in Süddorf herumtreiben. Ein mutiger Mann schließlich fragte den Geist, warum er umherirre. Er habe seinen Hinterbliebenen nicht verraten, wo er seine Schätze versteckt habe und bat den Mann, seinen Kindern mitzuteilen, dass die Schätze unter der Schwelle der Hauseingangstür versteckt seien – und tatsächlich sollen dort Münzen gefunden worden sein. Und der rastlose Olufs hatte endlich seine Ruhe. Wieder wispert der Wind und die Silhouetten der Bäume spuken im Zwielicht. Olufs verschwand, tauchte wieder auf und ist endgültig gegangen. Seine Geschichte aber, die ist an diesen trüben Tagen seltsam lebendig. Auf einer Insel voller Mystik und Magie.

Weitere Informationen:

Die „Abenteuer eines Amrumer Seemanns in Nordafrika“ (also die von Hark Olufs) erzählt eine Dauerausstellung im Naturzentrum in Norddorf. Von November bis März ist sie geöffnet am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von jeweils 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

www.naturzentrum-amrum.de
www.amrum.de
www.nordseetourismus.de

Nordseeinsel Amrum als Traumkulisse für eine Traumhochzeit

Ob unterm Sternenhimmel eines Planetariums oder in luftiger Höhe in einem Heißluftballon – immer mehr Paare wollen sich das Jawort nicht einfach nur im Trauzimmer ihres zuständigen Standesamts geben. Wer die Nordsee zur Kulisse seiner Traumhochzeit machen möchte, findet auf Amrum, der kleinsten der Nordfriesischen Inseln, gleich mehrere reizvolle Möglichkeiten, sich das Jawort zu geben.

Auf hoher See oder hoch oben auf dem Leuchtturm

Etwa in der alten Inselkirche St. Clemens im Herzen des Friesendorfs Nebel, im „Pesel”, der guten Stube vom „Öömrang Hüs“, einem historischen Kapitänshaus von 1736, oder im sich drehenden Kulturdenkmal der Amrumer Windmühle aus dem Jahr 1771. Eine andere Option ist eine Hochzeit auf hoher See an Bord der „MS Eilun“. „Besonders beliebt bei den Paaren, die aus ganz Deutschland zum Heiraten auf die Insel kommen, ist aber der Leuchtturm, auch wenn man zunächst 300 Stufen erklimmen muss, bevor man in 66 Metern Höhe vor dem Standesbeamten steht“, weiß Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Weitere Informationen und mögliche Termine gibt es beim Standesamt Amrum unter Telefon 04682-94110 oder unter www.amrum.de.

Die Insel zu zweit genießen

151 Paare haben sich 2014 auf Amrum das Jawort gegeben. Doch nicht nur Flitterwöchnern hat die Insel einiges für eine romantische Auszeit zu bieten. Da ist zum einen der „Kniepsand“, mit zehn Kilometern Länge einer der größten und feinsandigsten Badestrände Europas. Hier findet jedes Paar ein Lieblingsplätzchen, an dem es sich einfach in den feinen Sand fallen lassen und ganz allein für sich die Sonne und die frische Nordseebrise genießen kann. Zum anderen haben sich einige Vier-Sterne-Hotels wie das Vitalhotel Weiße Düne oder das Romantik Hotel Hüttmann mit speziellen Arrangements – mit Candle-Light-Dinner, Wellness und Strandkorbpicknick – ganz auf Honeymooner, aber auch auf frisch und immer noch Verliebte, eingestellt.

Nordsee – wo Urlaub, Wellness und Gesundheit zusammengehören

Einfach mal abschalten, tief durchatmen, an nichts mehr denken und etwas für die Gesundheit tun: Das funktioniert ganz einfach an der Nordsee Schleswig-Holsteins. Dick eingepackt in Nordseeschlick in Büsum die Wellen beobachten, auf Amrum oder Föhr in die Welt des Thalasso eintauchen, ein Schwefelsolenbad in St. Peter-Ording genießen, schweben im Meerwasserbad in Friedrichskoog, auf Pellworm bei einer Massage entspannen oder auf Sylt am Klima Walking teilnehmen.

Thalasso – das ist Medical Wellness

Mit den nackten Füßen durch feinkörnigen Sand laufen, sich die Knöchel sanft von den Nordseewellen umspülen lassen oder einfach im Wind frei durchatmen – so einfach wirkt Thalasso. Der Begriff Thalasso ist abgeleitet aus dem Griechischen „thalassa“ und steht für Gesundheit aus dem Meer. Das besondere Reizklima der Nordsee lindert Beschwerden, stärkt das Immunsystem und ist ein entspannendes Erlebnis, das sich mit allen Sinnen genießen lässt. Riechen, schmecken und fühlen: Meeressalz, Meeresalgen, Meerwasser oder Meeresschlick werden in Cremes, Bädern und Packungen verarbeitet.

Erholung nur ein paar Klicks entfernt

Die intensive Wirkung des Meeres ist auf den Inseln und in den Küstenorten allgegenwärtig. Nach einem langen Strandspaziergang entspannen Gesundheitsurlauber am liebsten in den Wohlfühloasen der Nordseebäder, wo man die authentische Heilkraft des Meeres bei jeder Witterung genießen kann. Auf der Suche nach dem passenden Wellness-Angebot hilft jetzt der „Nordsee Vital Kompass“: Ob Entspannungstechniken am Strand oder ein vitalisierendes Meerwasserbad – das Onlineangebot unter www.nordsee-vitalkompass.de findet für jeden Erholungsuchenden die passende Wohlfühlleistung. Nach wenigen Klicks gibt es Informationen zu den Angeboten und die Kontaktdaten werden gleich mitgeliefert. „Das Internetportal ist ein Wegweiser durch die Vielzahl gesundheitstouristischer Angebote unserer Küste“, sagt Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Service GmbH. „Wir freuen uns, unseren Gästen diesen Service bieten zu können, um das individuell passende Angebot zu finden.“

Inselgeschichten mit Punsch – Weihnachten im Seeblick

Bereits zum dritten Mal findet im familiär geführten Seeblick**** Genuss und Spa Resort der Amrumer Weihnachtsmarkt statt. Hotelgäste und Besucher können am 14. und 15. Dezember sowie vom 21. Dezember 2013 bis zum 5. Januar 2014 täglich von 13 bis 18 Uhr auf dem kleinen Markt auf der Terrasse des Hauses zwischen den Ständen umherschlendern, einen heißen Glühwein mit Quarkbällchen genießen oder nach Deko, Schmuck und kleinen Geschenken aus den Werkstätten heimischer Künstler stöbern. An Heiligabend und Silvester ist der Weihnachtsmarkt von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Passend dazu offeriert das Seeblick**** Genuss und Spa Resort seinen Gästen das Arrangement „Weihnachten auf der Insel“ – Ruhe und Besinnlichkeit sind garantiert. Der Aufenthalt vom 23. bis zum 28. Dezember 2013 enthält fünf Übernachtungen mit buntem Seeblicker-Frühstück, die freie Nutzung des Seeblick SPA, ein festliches Heiligabendmenü, einen Gutschein für Grillwurst und Punsch auf der beheizten Terrasse sowie einen Vortrag des Amrumer Fotografen, Sachbuchautors und Naturforschers Georg Quedens. Der Preis beträgt 445 Euro pro Person inklusive Kurabgabe. Höhepunkt des Arrangements ist der Heiligabend: Küchenchef und Gastgeber Gunnar Hesse serviert seinen Gästen ein Fünf-Gänge-Menü, während Gastgeberin Nicole Hesse zwischen den Gängen vor der Kulisse eines geschmückten Tannenbaums eine Weihnachtsgeschichte vorliest.

Zu den besonderen Erlebnissen, die das Resort seinen Gästen zum Jahresende bietet, gehört auch eine gemeinsame Winterwanderung am 30.Dezember 2013. Nicole Hesse begleitet die Teilnehmer gemeinsam mit einem Inselführer, der Wissenswertes zur Geschichte Amrums erzählen kann. Nach der Wanderung stärken sich die Hotelgäste an den Buden des Weihnachtsmarktes mit Punsch und warmer Suppe.

Urlaub im Einklang mit der Natur

Das Seeblick**** Genuss und Spa Resort in Norddorf auf Amrum, das in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert, trägt das Prüfsiegel „gesicherte Nachhaltigkeit“ des Deutschen privaten Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie. Gäste können hier mit gutem Gewissen die einzigartige, geschätzte Naturlandschaft des Wattenmeeres erleben.

Der einstige Gasthof, der heute als Vier-Sterne Hotel in vierter Generation von Gunnar und Nicole Hesse geführt wird, steht für eine unbeschwerte Lebensweise, ein positives Lebensgefühl und emotionales Wohlbefinden. Gästen stehen insgesamt 48 individuell gestaltete Einzel- und Doppelzimmer sowie Suiten zur Verfügung, die sämtliche Annehmlichkeiten eines modernen Vier-Sterne-Hotels bieten. Die Räume verteilen sich auf das Haupthaus und drei weitere Gebäude. Für Familien stehen zudem 14 rustikal eingerichtete Ferienwohnungen für Selbstversorger mit Blick auf den hoteleigenen Garten bereit.

Informationen zum Seeblick**** Genuss und Spa Resort: www.seeblicker.de

Naturparadies vor der Küste Nordfrieslands

Eine Insel voller Naturschönheit, mit kilometerlangem Traumstrand, so fein und weiß wie Puderzucker – dafür muss man kein Flugzeug besteigen, es genügt das Fährschiff von Dagebüll nach Amrum. Diese Perle unter den nordfriesischen Inseln hat sich ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt und ist ein wahres Naturparadies. Tausende See- und Strandvögel bevölkern zur Brutzeit die Dünen und erfüllen den Luftraum mit ihren Rufen. Der „Kniepsand“ genannte Strand ist eigentlich eine Sandbank, die noch bis in die 1960er Jahre von der Insel durch einen Priel getrennt war, sich stetig in Richtung Insel bewegte und schließlich mit ihr vereint hat. Mit mehr als zehn Quadratkilometern ist der „Kniep“ derart weitläufig, dass selbst in der Hochsaison jeder ein ruhiges Plätzchen findet.

Wittdün, Norddorf, Nebel

Ankunftshafen ist Wittdün im Süden der Insel. Der Ort ist quasi vom Meer umschlungen – wohin man schaut gibt es nur Wattenmeer, Halligmeer oder Nordsee. Einen echten Erholungsurlaub garantiert auch der Badeort Norddorf, der strandnah zwischen Dünen und Wattenmeer liegt. Größter Ort ist Nebel in der Inselmitte mit seiner Windmühle, der schönen Inselkirche und den „sprechenden Grabsteinen“, die von der Seefahrerzeit der Amrumer erzählen. Mehr über die Inselgeschichte erfährt man im Öömrang Hüs, dem lokalhistorischen Museum in Nebel oder auf www.amrum.de im Internet. Und wer die Insel einmal aus der Vogelperspektive betrachten möchte, besteigt den rot-weiß gestreiften Leuchtturm, mit 63 Metern der höchste begehbare Turm an der ganzen Nordseeküste.

Meer- und Wattseite

Barfuß durch den Sand laufen oder entspannt in der Sonne liegen, dem Rauschen der Brandung und dem Kreischen der Möwen lauschen, sich ein erfrischendes Bad in der Nordsee gönnen – all diese Urlaubsfreuden genießt man auf der Meerseite. Auf der Wattseite hingegen atmet das Meer den Gezeitenwechsel und offenbart immer wieder ein neues Bild. Wenn bei Ebbe das Watt trockenfällt, kann man die Seevögel beobachten, die vom reich gedeckten Tisch angelockt werden. Oder man wandert durch das Watt hinüber zur Nachbarinsel Föhr.